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Am 14. März 2009 starb der französische Sänger und Songwriter Alain Bashung an Lungenkrebs. Die französische Öffentlichkeit reagierte betroffen, die Presse (...)

Bashung

22/02/13

Tribute to Alain Bashung

23. Februar, um 22.15 Uhr (Wh.)


Am 14. März 2009 starb der französische Sänger und Songwriter Alain Bashung an Lungenkrebs. Die französische Öffentlichkeit reagierte betroffen, die Presse erinnerte überall an das Leben und Schaffen einer wahren Ikone der französischen Rockgeschichte. Zum zweiten Todestag des Rocksängers, ehrten Sängerkollegen, allen voran Vanessa Paradis, Keren Ann oder Matthieu Chedid, den großen Künstler mit Coverversionen seiner berühmtesten Songs und erinnern sich - eine bewegende Hommage an den Menschen, Künstler und Musiker. Vive Alain Bashung!





Alain Bashung war für viele seiner Sängerkollegen einer der ganz Großen, fast so groß wie der unvergessene Serge Gainsbourg. Er starb 2009 mit nur 61 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Wie Gainsbourg war er populär und genoss bei Kritikern ebenso hohe Anerkennung wie bei Vertretern des Undergrounds.
Rockmusiker? Popsänger? Oder Maler, wie er selbst in einem Interview andeutete? Eines ist sicher: Alain Bashungs Weg war ungewöhnlich und gewiss nicht der eines klassischen Rockstars, trotz seiner vielen Hits und der damit einhergehenden Anerkennungen wie die Auszeichnung zum Ritter der Ehrenlegion und den insgesamt acht Preisen bei den "Victoires de la Musique".

Neben poetischen Videoanimationen bietet die Sendung Ausschnitte aus Songs, Clips, Konzerten und Interviews mit Musikern, die Bashung kannten und liebten und die seine Präsenz förmlich heraufbeschwören. Es entsteht ein einfühlsames, persönliches Porträt des Künstlers, ein Porträt zwischen Licht und Schatten, das, wie Bashung selbst, mal düster, fast mystisch, mal leuchtend und voller Glut ist.
Der weiße Mustang aus dem Videoclip "Osez Joséphine" kehrt im Film als schwarzer Hengst zurück - wie eine Reinkarnation des verstorbenen Sängers steht er für die Schönheit und die Poesie der Texte und Melodien seiner Lieder und für die Freiheit, die Alain Bashung verkörperte.
In der Sendung treten auf: Gaëtan Roussel, Keren Ann, Miossec, die BB Brunes, Dionysos, Christophe, Matthieu Chedid, Vanessa Paradis und Mustang.
Alain Bashung absolvierte nach einem Abschluss in Buchhaltung ein Praktikum bei dem französischen Pharma- und Chemiekonzern Rhône-Poulenc. Hier wurde ihm klar, dass er sich auf dem falschen Weg befand, und beschoss, sich künftig allein der Musik zu widmen. Mit 20 Jahren spielte er seine ersten Aufnahmen unter dem Pseudonym David Bergen ein. Doch erst in den 80er Jahren gelang ihm der Durchbruch. "Vertige de l'amour" gewinnt die Goldene Schallplatte, den Charles-Trenet- und den Sacem-Preis.

Von Anfang an bewies Alain Bashung Sinn für gute Texte und Humor. Hingerissen von Bashungs Talent schrieb ihm Serge Gainsbourg die Texte für das Album "Play blessures". "Osez Joséphine" war 1991 sein erster großer Hit. Bashung galt als intellektueller Rockmusiker. Und tatsächlich schrieb er mit seinem sehr eigenen Stil und mit anspruchsvollen Songtexten Rockgeschichte.
Jedes seiner Alben sprach ein breites Publikum an, besonders "Fantaisie militaire" mit dem bekannten Song "La Nuit je mens". Gleichzeitig trat er aufgrund seiner charismatischen persönlichen Erscheinung auch als Schauspieler in Kinofilmen auf. In "Rien que des mensonges" war er an der Seite von Fanny Ardant zu sehen, insgesamt spielte er in einem Dutzend Filmen, darunter "Mon père, ma mère, mes frères et mes soeurs" und "Le P'tit curieux". Am 14. März 2009 starb er an einem Krebsleiden. Zwei Wochen vorher hatte er noch seinen letzten großen Bühnenauftritt und sein Album "Bleu pétrole" brachte ihm noch drei Preise ein bei den "Victoires de la Musique".

Tribute to Alain Bashung
Montag 11. März 2013 um 03.30 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2011, 53mn)
ARTE F

Erstellt: 13-04-11
Letzte Änderung: 22-02-13