Andrew Stockdale: "Damals haben sich die Bands viel mehr in ihre Musik reingehängt, als heute. Die Power, die sie in ein Lied reinpackten, reicht einer Band heute für eine ganze Show. Diese Ära hat was an sich, das einen nicht mehr loslässt. Vielleicht liegt es an den Drogen, vielleicht an was anderem, jedenfalls war alles viel exzentrischer."In dieser schönen Zeit, wird die Erde von Heavy Metal Bands regiert. Die Plattenlabels florieren dank der Flowerpopwelle der sechziger Jahre und können es sich erlauben, kolossale Summen in die Megashows von Led Zeppelin, Thin Lizzy, Kiss, den Scorpions oder AC/DC zu investieren. Sie spendieren Verstärkeranlagen, Spezialeffekte und die tollsten und aufwändigsten Kostüme. Rock ist eben "bigger than life".
Auch das Rudel von Wolfmother aus Australien, der Heimat von AC/DC, steht auf die große Show. Das Trio um Andrew Stockdale macht Gitarrensolos und Wolfsgeheul auch im dritten Jahrtausend wieder stadionfähig. 2005 erscheint ihr erstes Album und 2007 bekommen sie den Grammy für die beste Hard Rock Performance. Wolfmother kombinieren die etwas angestaubten Gitarrenriffs des Heavy Metal mit einem „Netter Junge von neben an“- Look und so geben sie jeder Generation das, was sie haben will. Vielleicht haben es die Rocker in den 80ern wirklich etwas übertrieben. Denn irgendwann drängen Dauerwellen und Kostüme die Musik in den Hintergrund. Als der Hardrock zum Mainstream wird, müssen weichere Saiten aufgezogen werden. Das denkt sich auch David Coverdale, Ex-Sänger von Deep Purple, der die Band verlässt, um die Glamrock Combo Whitesnake zu gründen. 1984 versetzt Rob Reiner mit seinem gefakten Dokumentarfilm "This is Spinal Tap" dem Heavy Metal den Todesstoß. Nach diesem Streifen hielt man jeden Metaller für einen Komiker. 12 Jahre später spendiert das Kino dem Hardrock einen weiteren Sargnagel. In "Heavy Metal Parking Lot", kommen Judas Priest Fans zu Wort. Jenseits von modischen Trends und ohne Komplexe. Aber genau das macht doch aus heutiger Sicht ihren Charme aus.
Erst im Jahr 2003 taucht wieder eine Heavy Metal Band in den Charts auf. Doch schon drei Jahre später hören die Briten von The Darkness trotz drei Millionen verkaufter Platten wieder auf. Schluss mit der Maskarade. Die neuseeländische Band The Datsuns gibt es seit 2000. Spätestens mit ihrem zweiten Album haben sie auch die Altrocker überzeugt. Produzent war Led Zeppelin- Bassist John-Paul Jones. Für die Jungs ist Heavy-Metal eine ernste Sache. Doch wenn die Datsuns heute ihre Hymne "Like a motherfucker from hell" anstimmen, haut es nicht nur den Fans die Sicherungen raus. Jimmy Page und Def Leppard-Sänger Joe Elliott gehören zu ihren größten Fans. Aber irgendwie scheint beim irischen Quartett von The Answer die Zeit im Jahr 1975 stehen geblieben zu sein. Obwohl sie erst ein Album gemacht haben, durften The Answer sich schon mit Aerosmith, Deep Purple und David Coverdale von Whitesnake eine Bühne teilen.
FilmausschnitteSpinal Tap" - Rob Reiner
"Heavy Metal Parking Lot" – Jeff Krulik & John Heyn
Links>> Wolfmother - Offizielle Website
>> The Datsuns Offizielle Website
>> The Answer - Offizielle Website
>> The Darkness Offizielle Website







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