28/07/2009 - Weltmusik - 30/06/09
Baaba Maal - „Television“
Der senegalesische Musiker Baaba Maal gelingt es wie kaum einem anderen, die traditionelle Musik seiner Heimat mit elektronischen Beats und westlichen Arrangements kongenial zu verbinden. Das Album „Television“ profitiert von der über dreijährigen Produktionszeit, strahlt es doch eine faszinierende Ruhe und inspirierende Ausgewogenheit zugleich aus.

Baaba Maal„Television“
Because Music / Alive / Discograph
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Bereits in jungen Jahren begeistert sich Baaba Maal für den afroamerikanischen Funk von James Brown, Otis Redding, Wilson Pickett bis Etta James sowie für den Reggae von Bob Marley und Jimmy Cliff. Nach Abschluss seines Studiums tourte er mit seinem blinden Freund Mansour Seck durch Westafrika, machte in den kleinsten Dörfern halt und eignete sich dabei ein einzigartiges Wissen über afrikanische Instrumente und Musiktraditionen an. Während seines achtjährigen Aufenthalts in Paris knüpfte er erste Kontakte zur internationalen Weltmusikszene, die er nach seiner Rückkehr in den Senegal intensivierte. Dort hat er unter anderem mit Brian Eno das Album „Nomad Soul“ produziert. All diese Fragmente aus Baaba Maals Leben spiegeln sich in den Songs von „Television“ wider, die Musiktraditionen Afrikas und Europas. Die Texte in Wolof, Fulani, Französisch und Italienisch sind zudem ein Plädoyer für Afrikas dringliche Präsenz auf der politischen Weltbühne. „Mich interessiert, welchen Weg Afrika im neuen Millennium nehmen wird. Vor allem deswegen mache ich Musik, damit ich den Menschen all das mitteilen kann, was ich darüber zu sagen habe.“


Matthias Schneider
Erstellt: 21-10-08
Letzte Änderung: 30-06-09