Herzlichen Glückwunsch! Die Preisträger stehen fest
Die Preise gehen in diesem Jahr an Ullrich Raulff (Sachbuch), Ulrich Blumenbach (Übersetzung) und Georg Klein (Belletristik). Die umstrittene Autorin Helene Hegemann ("Axolotl Roadkill") ging leer aus.
Die Jury entschied sich in der Kategorie Belletristik für den „Roman unserer Kindheit“ von Georg Klein. Klein, der 1953 in Augsburg geboren wurde, erzählt in dem Buch von einer Jugend in den Sechzigerjahren am Rand einer süddeutschen Stadt, dabei treten "allerlei Gespenster der Vergangenheit auf". Die Jury bewunderte wie "das präzise Zeitgeschichtliche umkippt ins Fantastische."
- Georg Klein: Roman unserer Kindheit
Gefährlich ist die Lektüre von Georg Kleins Büchern wirklich. Man gerät lesend in Situationen, aus denen sich zu befreien der Erinnerung lange nicht gelingt. Findet sich in Räumen wieder, die am Ende eines verworrenen Traumes zu liegen scheinen. Lebt Lesestunden lang mit Figuren, die so bizarr menschlich sind, wie das Leben selbst.
Eine Rezension von Thomas Böhm (Literaturhaus Köln)
In der Kategorie Sachbuch ging die Auszeichnung an Ullrich Raulffs Buch „Kreis ohne Meister“, in dem der Historiker und Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach das Schicksal des George-Kreises nach dem Tod Stefan Georges schildert.
In der Kategorie Übersetzung zeichnete die Jury Ulrich Blumenbach aus für seine Übertragung des Romans „Unendlicher Spaß" des 2008 verstorbenen US-Schriftstellers David Foster Wallace. Fünf Jahre hatte Blumenbach dafür gebraucht, die rund 1500 Seiten des im Original bereits 1996 erschienenen Hauptwerks dieses sprachbesessenen Autors ins Deutsche zu übertragen. Wallace hatte nicht nur ein Faible für verschachtelte Satzkonstruktionen, sondern auch eine Vorliebe für seltene in keinem Wörterbuch zu findende Fachwörter.
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Zum Start der Leipziger Bücherschau erhielt der Historiker und Publizist György Dalos den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung vor allem für sein Buch "Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa"
- György Dalos schreibt für ARTE im
Blog "Mein 1989. Winds of change in Osteuropa" - Rezension zu "Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa"
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Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse waren in der Belletristik außerdem:
Jan Faktor ("Georgs Sorgen um die Vergangenheit"),
- Jan Faktor
können Sie am ARTE-Stand kennenlernen bei der Veranstaltung 'Deutsch-tschechische „Literatouren“ ': Autor und Redakteur Jan Kuhlbrodt spricht mit Grenzgänger Jan Faktor am Messestand von ARTE in der Glashalle am 20.3.2010 um 12.00 Uhr
Die Veranstaltung hören
Helene Hegemann ("Axolotl Roadkill")
Lutz Seiler ("Zeitwaage")
- Lutz Seiler
Die Figuren in seinem Erzählungsband„Die Zeitwaage“ sind verloren für das Leben der Anderen. Sie scheinen mehr als andere zu sehen und zu hören. Aber sie bleiben damit allein, unerlöst. Bis etwas geschieht. Und es geschieht immer etwas...
Eine Rezension von Jörg Plath
Anne Weber ("Luft und Liebe")
- Anne Weber
Von der großen Liebe mit Anfang 40 erzählt Anne Webers Roman „Luft und Liebe“. Als das Ende mit Schrecken naht, erweist sie sich als Erzählerin, purzelt die Erzählerin aus dem Liebesmärchen in den Groschenroman, den Sittenroman, den Kriminalroman und noch einiges mehr. Eine Rezension von Jörg Plath
In der Kategorie Sachbuch wurden außer Ulrich Rauff folgende Autoren nominiert:
Michael Hampe ("Das vollkommene Leben"),
Frank Schirrmacher ("Payback"),
Wolfgang Ulrich ("Raffinierte Kunst")
Steffen Martus ("Die Brüder Grimm")
Frank Schirrmacher ("Payback")
- Sehen Sie hier einen Beitrag über FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, der in seinem Buch Fluch und Segen des Informationszeitalters beschreibt. ARTE Journal hat ihn getroffen.
Frank Schirrmacher
Ulrich Blumenbach, Christian Hansen, Grete Osterwald, Rosemarie Tietze und Hubert Witt.
- Christian Hansen
war mit der Übersetzung des Romans „2666“ aus dem Chilenischen nominiert. Erleben können Sie Christian Hansen bei einem Gespräch über den Roman „2666“ des chilenischen Autors Roberto Bolaño mit Literaturkritiker Denis Scheck:
Mitschnitt einer Veranstaltung am ARTE Stand um 14.00 Uhr am 19. März 2010
Die Veranstaltung sehen
Im Reisegepäck von Christian Hansen: "Mein argentinisches Teekesselchen"






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