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24/09/07

Astrologie und Astronomie

Astrologie und Astronomie
Die alten Chinesen verfügten nur über recht begrenzte Kenntnisse der Astronomie. Sie reichten jedoch aus, um die Sternbilder (Hund, Pferd, Hahn, Schwein) zu beobachten, Himmelskarten zu erstellen, die Umlaufbahn des Mondes zu verfolgen, den Zeitpunkt von Finsternissen zu bestimmen, das Wetter oder Erdbeben vorherzusagen und Kalender der günstigen und ungünstigen Tage aufzustellen. Denn nach ihrem Verständnis beeinflusst der Himmel die Erde und ihre Bewohner. Die Wissenschaftler des „Astronomischen Amtes“ waren Staatsbeamte. Die Kalender, vor allem zur Beschreibung des Landwirtschaftsjahres, waren für das Volk bestimmt. Aus Astronomie und Buchhaltung entstand die Wissenschaft der Mathematik.
Die Sternbilder
Im 1. Jahrhundert finden erstmals die Tierkreiszeichen Erwähnung. Der Tierkreis besteht aus sechs Haustieren (die auch Opfertiere waren) und sechs Wildtieren. Möglicherweise war dies ein nicht ganz gelungener Versuch einer Reform der Astronomie während der Herrschaft der Zhou unter dem Einfluss türkischer Mönche. In der Antike wurden sie nämlich noch in einer anderen als der uns heute bekannten Reihenfolge in Dreiergruppen den Vier Himmelspalästen zugeordnet.
Die 28 Häuser oder Abteilungen des Tierkreises korrespondieren mit der Durchgangsbahn des Mondes. Bevölkert werden sie von sieben Konstellationen, die nach Himmelshäusern oder Palästen geordnet sind:
Mitte: polar – Großer Bär und Kleiner Bär;
Osten: Blauer Drache, Frühling, Holz, Jupiter (Zeit der Rückkehr des Regens und der Wiederauferstehung des Drachens);
Süden: Roter Vogel (Fasan), Sommer, Feuer, Mars (Zeit der Wanderungen der Zugvögel aus Nepal und Tibet nach Osten und ihrer Ankunft mit den Sommerwinden);
Westen: Weißer Tiger, Westen, Herbst, Metall, Venus (Zeit, in der der Tiger zum Fressen in die Ebenen hinunter kommt);
Norden : Schwarzer Krieger, Winter, Wasser, Merkur (die Schildkröte hält ihren Winterschlaf).
Den Haupthimmelsrichtungen sind Tiere zugeordnet, die eine der Lebensenergien verkörpern.
Der Sechserzyklus
Aus dem 11. Jahrhundert v. Chr. stammt das Konzept des Sechserzyklus. Er ist damit älter als der Duodezimalzyklus (12-Jahres-Zyklus), der buddhistischem Denken entspringt und – wie könnte es anders sein - auch auf den Gelben Kaiser Huangdi zurückgeführt wird.
In diesem Zyklus sind die zehn Himmelsstämme den zwölf Erdenzweigen (Tiang Gan) zugeordnet. Er dient nach dem Mondkalender zur Bestimmung der günstigen und ungünstigen Tage. Mit ihm lässt sich aber auch ermitteln, ob sich die Persönlichkeit eines Menschen mit dem Himmel und der Erde in Harmonie befindet.
Die zwölf Erdenzweige
Sie bezeichnen die Stunden des Tages und tragen auch die Namen der Uhrzeiten. Ferner entsprechen sie den Himmelsrichtungen und korrespondieren mit den zwölf Tierzeichen des Tierkreises.
Die Elemente
Aus den fünf Wandlungen der Elemente entstehen die Zehntausend Dinge. Der Weise der Sung-Dynastie Tschu-Hi machte sie im 12. Jahrhundert zum Symbol des Absoluten und zum regelnden Prinzip der metaphysischen Welt.
(Shijing, Das Buch Der Lieder, und Yijing (I Ging), Das Buch der Wandlungen).
Symbolik der Zahl Fünf
Die Fünf ist eine der wichtigsten Zahlen im chinesischen Kulturkreis. Sie steht für Mystik, Himmelsrichtungen, Gerüche, Geschmack, die blind machenden Farben, die taub machenden Töne, die fünf schädlichen Wesen, die fünf Götter (Glück, Tugend, Gesundheit, langes Leben und Reichtum), die fünf Verbote (Mord, Diebstahl, Neid, Wein, Fleisch), die fünf alten Dynastien. Diese Symbolik geht zurück auf taoistische Einflüsse.

Erstellt: 24-09-07
Letzte Änderung: 24-09-07