In der dritten Folge der insgesamt siebenteiligen Dokumentationsreihe über Comics kommt Art Spiegelman selbst zu Wort. Außerdem lässt er sich in seinem New Yorker Atelier am Zeichentisch und bei seiner Arbeit am Computer über die Schulter schauen.Art Spiegelman gilt unbestritten als der Erneuerer des nordamerikanischen Comics. Der Cartoonist und Illustrator gelangte zunächst 1992 mit dem Comic "Maus: Die Geschichte eines Überlebenden" zu internationaler Anerkennung und zuletzt mit dem Album "Im Schatten keiner Türme", der vielleicht eindrucksvollsten künstlerischen Verarbeitung der Anschläge des 11. September. In "Maus" erzählt Art Spiegelman die Geschichte seiner Familie in Auschwitz mit Juden als Mäusen und den Nazis in der Rolle der Katzen - ein beklemmendes Bild. Der Film enthält Auszüge aus den beiden Werken, eine Gelegenheit für Art Spiegelmann, seine Arbeitsweise am Computer und an seinem riesigen Zeichentisch zu erläutern. In einem langen Interview mit Benoît Peeters im New Yorker Atelier des Künstlers spricht Spiegelman über die Entstehung der beiden Comics, über seine Einflüsse, seine Arbeit für den "New Yorker" und schließlich seine Verlegertätigkeit. In der Redaktion seiner Avantgarde-Zeitschrift "Raw" stellt er dem Kamerateam neue Zeichen-Talente wie Chris Ware vor.
Art Spiegelman ist 1948 in Stockholm geboren. In seiner frühen Kindheit emigrierte er mit seinen Eltern, beide Überlebende der Shoah, in die Vereinigten Staaten von Amerika. Art Spiegelman arbeitet, neben seiner Tätigkeit als Comic-Zeichner, als Illustrator für diverse Magazine. Die Comic-Geschichte „Maus“ ist sein berühmtestes und erfolgreichstes Werk. „Im Schatten keiner Türme“, die düstere und sehr persönliche Darstellung der Ereignisse vom 11. September und deren Folgen in Form von Comic-Strips, ist sein letztes Buch.





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Art Spiegelman - Der Spiegel der Geschichte
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