Tschechows Stücke gleichen amüsanten und kritischen Sittengemälden. Er malt die Gesellschaft seiner Zeit, die geprägt ist vom Niedergang der Aristokratie und dem Beginn der Industrialisierung. Er diagnostiziert für Russland Richtungslosigkeit und Verfall und antwortet darauf nicht nur mit Novellen und Dramen: Er hilft konkret bei Cholera- Epidemien und Hungersnöten, stiftet Schulen und Bibliotheken.
Er mischt sich ein, verändert das Theater und das Leben seiner Landsleute, ohne darüber zu philosophieren. Als seine Frau, die Schauspielerin Olga Knipper, ihn fragt, was das Leben sei, antwortet er: "Das ist das gleiche, als würde man fragen, was ist eine Mohrrübe. Eine Mohrrübe ist eine Mohrrübe und das ist alles."







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