>>CD zu gewinnenMiguel ‚Angá’ Diaz gehört weltweit zu den gefragtesten Perkussionisten. Sein besonderes Markenzeichen sind seine fünf, zuweilen auch sieben, tonal gestimmten Congas auf denen er äußerst komplexe Rhythmen spielt und dabei mit den harmonischen und melodischen Möglichkeiten des tradierten Begleit-Instruments experimentiert. Das Eröffnungsstück seines Albums, auf dem man den Lärm der Straße mit Conga-Patterns und die Dorfhymne von seinem Bruder gesungen hört, ist eine Hommage an seine Heimat, wo alles begann. Hier hat er als kleiner Junge den traditionellen Rumba-Musikern auf die Finger geschaut, bevor er in Havanna klassische Perkussion studierte. Dort schloss er sich den innovativsten und einflussreichsten kubanischen Bands an, nämlich Bus Trece, international als Opus 13 bekannt, und Irakere, die ihn jetzt auf seinem Soloalbum bei dem fulminanten „Conga Carnaval“ begleiten. Ein jedes Lied, ob es sich um Eigenkompositionen oder Interpretationen von „A Love Supreme“ oder „Round Midnight“ handelt, erinnert an wichtige und prägende Episoden aus seinem bewegten Musikerleben. Dazu gehört ebenso der Gastauftritt von Rubén González, wie auch die intensive Zusammenarbeit mit dem französischen DJ Dee Nasty. Die Idee, einen DJ zu integrieren, resultiert aus seiner langjährigen Kollaboration mit dem Saxophonisten Steve Coleman. Beide, Coleman wie Angá, verbindet das Interesse, sich von der Musikkultur der Straße, von HipHop bis Funk, inspirieren zu lassen und diese wieder verstärkt im Jazz zu integrieren. Bei den Aufnahmen der Afro-Cuban All Stars lernte Angá derweil den Pianisten Rubén González kennen, der ihm die Musik Kubas wieder in Erinnerung rief. Rubén und sein Sohn Rubencito González sind deswegen bei dem traditionellsten Stück auf dem Album, nämlich „Pueblo Nuevo“, mit von der Partie. Miguel ‚Angá’ Diaz ist ein virtuoser Grenzgänger, der es kongenial versteht, auf den musikalischen Kontinenten zu reisen und sich inspirieren zu lassen, ohne dabei seine eigenen Wurzeln zu vergessen.
Matthias Schneider
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Angá
„Echu Mingua“
World Circuit
www.worldcircuit.co.uk







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