Viele gibt es heute davon wieder im Fluss, etwa Welse und Meeräschen, die aus dem Atlantik gewandert kommen. Ein Segen für die Fischer, die ihren Fang an die Restaurants der Region liefern. Dort werden für die Loire typischen Fischspezialitäten zubereitet. Das gesamte Leben entlang des Flusses blüht und gedeiht, auch wenn es auf den ersten Blick eher ruhig und beschaulich wirkt. Viele einheimische Bräuche und Riten haben sich bis heute gehalten, wie etwa das Boule-de-Fort-Spiel, das von den Schifferleuten der Loire erfunden wurde.
Jean-Jack Martin lebt im sogenannten «Tal der Könige», jenem Flussabschnitt zwischen Tours und Candes St. Martin, der von der UNESCO im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. In den Schlossgärten der Region werden alte, andernorts längst vergessene Gemüsesorten gezüchtet. Doch trotz all dieser Harmonie drohen der Loire ständig Veränderungen durch Bauprojekte. Die Menschen wissen das und haben schon so manchen Kampf gegen Behörden und Reedereien geführt. Es stellt sich die Frage, wie lange sie sich noch gegen deren Vorhaben durchsetzen können.
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