(Walter L. Brähler, windows media player, 3'33)
Fünf Fragen an Judith Schulte-LohWas gefällt Ihnen in Europa besonders?
Ich mag die Vielfalt - ob nun kulturell, kulinarisch, kolossal oder kurios. Ich fühle mich in Europa zuhause.
Was gefällt Ihnen gar nicht?
Dass wir schon jetzt über die "Festung Europa" diskutieren. Dass die zunehmende Unsicherheit oder sogar Angst vor der eigenen Zukunft uns intolerant werden lässt. Und zwar denen gegenüber, die viel weniger haben als wir.
Worin sehen Sie die Stärken Europas?Kein Kontinent auf dieser Erde hat so viel Bedeutendes geschaffen und so viel Grauen produziert. Wir haben daraus gelernt - das macht Europa stark.
Worin die Schwächen?
Mir fehlt die Begeisterung. Die französische Revolution hat Europa elektrisiert. Wir brauchen eine europäische Revolution der Herzen, gegen die Verwaltung durch Bürokraten.
Was bedeutet es für Sie, zu einem Zeitpunkt, da Europa in einer Krise steckt, ein europäisches Magazin zu moderieren?
Gegenfrage - Steckt Europa wirklich in einer Krise oder befinden wir uns nicht in einem globalen Anpassungsprozess? Europa muss die Gefühle der Bürger ernst nehmen - sollte sich aber keine Krisen einreden lassen.






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