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ARTE KULTUR - 08/01/08

Graffiti in Bethlehem

Bethlehem hat eine neue Attraktion: politische Graffiti. Dutzende von Künstlern kommen in die Geburtsstadt Christi, die palästinensische Stadt, die von Israel durch eine Trennmauer abgeschnitten ist. Die prominentesten Arbeiten: die des Graffitikünstlers Banksy, britischer Sprayer, Provokateur und Enfant Terrible der Kunstszene.

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Die Reportage sehen (windows media)

Anonym wie immer, sprühte er vor kurzem seine satirisch bissigen Arbeiten an die Wände Bethlehems. Selbst die Friedenstaube trägt in Banksys Nahem Osten eine kugelsichere Weste.
Anstatt Touren zu den üblichen Pilgerstätten bieten Taxifahrer plötzlich Graffititouren, Banksytouren an, interpretieren die Arbeiten gerne als Solidarität, als Propaganda für den palästinensischen Kampf gegen die israelische Besatzung.

Einen `Steinwurf´ entfernt von dem Ort, an dem der Legende nach Christus geboren wurde, verkauft eine Galerie Arbeiten Banksys und anderer Künstler. Ein gesteinigtes Jesuskind, die Taube mit der kugelsicheren Weste, Wachtürme aus Olivenholz. Aber das Banksy Bild, das für den meisten Aufruhr sorgte - ein israelischer Soldat, der die Ausweispapiere eines Esels prüft - wurde gnadenlos überpinselt. Palästinenser als Esel? Das liessen die Bürger Bethlehems nicht auf sich sitzen. Und noch ein Strassengraffiti fiel der Zensur zum Opfer: eine Ratte mit einer Schleuder. Die Gallerie hat ein Exemplar gerettet.
Der Profit der Gallerie geht zu hundert Prozent an eine Stiftung für palästinensische Kinder in Not - und die haben laut Banksy ein besseres Leben verdient als ein Leben hinter der Mauer.
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Links
>> Banksys Homepage
>> Banksy auf Wikipedia

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ARTE Kultur
Januar 2008

Erstellt: 08-01-08
Letzte Änderung: 08-01-08