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Kino-News

Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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26/11/04

ARTE beim Filmfestival in Belfort 2004

WEB-NEWS: ARTE beim Filmfestival in Belfort

Wie in jedem Jahr ist auch diesmal unser kritisches deutsch-französisches Team beim Filmfestival „Entre Vues“ in Belfort (vom 27. November bis 5. Dezember 2004) vor Ort und gibt uns einen Vorgeschmack auf die neuen Filmproduktionen junger Filmemacher. Das Festival wurde 1986 von Janine Bazin gegründet und versteht sich als Plattform für Erstlingswerke (Erst-, Zweit- oder Drittproduktionen), die sich im internationalen Wettbewerb messen sollen. Jean Sébastien Chauvin und Bertrand Loutte haben sich über siebenhundert Filme sämtlicher Formate, Längen und Genres angeschaut und daraus eine Auswahl zusammengestellt. Die verschiedenen Preise (der Grand Prix für den französischen und ausländischen Spielfilm, der Grand Prix für den französischen und ausländischen Kurzfilm, der Prix Frot-Coutaz und der Prix Léo Scheer) werden in diesem Jahr von einer Jury verliehen, der die Schauspielerin Caroline Ducey, die Regisseure Alain Guiraudie und Thomas Salvador sowie Jean-Philippe Tessé und Pierre Menahem angehören.
Parallel dazu finden wie jedes Jahr im Rahmen des Festivals zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter eine Hommage an die Schauspielerin Ornella Muti, eine Hommage an den Cineasten Paul Schrader und seine Arbeit als Drehbuchautor, eine nahezu komplette Retrospektive von Jean-Pierre Gorin, jenes atypischen Filmemachers, der mit Jean-Luc Godard die “Dziga-Wertow-Gruppe“ gründete und 1975 in die USA auswanderte. In Zusammenarbeit mit der Cinémathèque française bietet das Programm darüber hinaus verschiedene Filme zu dem Themenbereich „Glas, Fenster und Spiegel“, ein aufregendes Filmspektrum von „Der Seestern“ von Man Ray (1928) bis zu „YI YI“ von Edward Yang (2000). Zum Thema „Film und Geschichte“ bietet „Résistances européennes ou la mémoire en chantier“ Stoff zum Nachdenken über zwei wesentliche Fragen: Welches Bild von der Geschichte zeichnet der Film? Wie können Historiker das Medium Film nutzen? Mit Vorträgen von Fachleuten sollen diese Fragen unter besonderer Berücksichtigung des westdeutschen Kinos der 50er Jahre erörtert werden; herangezogen werden außerdem „Rosenstraße“ von Margarethe von Trotta, „Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen“ von Robert Bresson und „Armee im Schatten“ von Jean-Pierre Melville. Und die Cinémathèque française bietet unter dem Titel „La Cinémathèque vue par elle-même“ begeisternde Werke und Raritäten, die zum Nachdenken anregen sollen. Darunter die sechs Folgen von „Les anticours de Henri Langlois“ (Harry Fischbach) sowie „Orson Welles à la cinémathèque“ (Pierre André Boutang und Guy Seligmann). „Entre Vues“ ist damit für alle Kinobegeisterten ein idealer winterlicher Zufluchtsort.

Erste Eindrücke vom Festival finden Sie auf diesen Seiten am Freitag, dem 3. Dezember, und den Abschlußbericht am Dienstag, dem 7. Dezember.

Offizielle Website: www.festival-entrevues.com

Weitere Informationen bieten auch unsere früheren Ausgaben:
ARTE in Belfort 2000
ARTE in Belfort 2001
ARTE in Belfort 2002
ARTE in Belfort 2003



Erstellt: 26-11-04
Letzte Änderung: 26-11-04