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China: Gesellschaft

In einer vierteiligen Dokumentation zeichnen Philip Short et Adrian Maben das Porträt eines Mannes, der China von mittelalterlichen Strukturen befreit hat, (...)

China: Gesellschaft

04.-08. August, 19.00 Uhr: ARTE Entdeckung - 18/07/08

ARTE Entdeckung

  • 04.08.2008, 19 Uhr
    Chinas wilder Westen
    Erben der Seidenstraße (1/2)

Dokumentation, Republik China/Deutschland 2006, ZDF, 43 Min
Regie: Klaus Kastenholz


© ZDF/Klaus Kastenholz
Ein deutscher Radfahrer erkundet eine bisher unerforschte Region Chinas: Xinjiang, die nordwestlichste und größte Provinz der Volksrepublik. Aus Sicht vieler Chinesen gilt die riesige Region zwischen der Mongolei und Tibet als "Wilder Westen", weit entfernt von Peking und der nationalen Einheit. Das ehemalige Ost-Turkestan und einstige "Land der Uiguren" ist ein Schmelztiegel unterschiedlichster Völker und Kulturen. Die zweiteilige Dokumentation begleitet den Sinologen Volker Häring auf seiner Pionierfahrt. Der erste Teil der Dokumentation geht auf Erkundungstour Xinjiang bis zum Himmelssee im Tianshan-Gebirge, einem der größten Naturschutzgebiete Chinas.


  • 05.08.2008, 19 Uhr
    Chinas wilder Westen
    Nachbarn der Wüste (2/2)

Dokumentation, Republik China/Deutschland 2007, ZDF, 43 Min.
Regie: Klaus Kastenholz


© ZDF/Klaus Kastenholz
Der Rad-Scout Volker Häring erreicht im zweiten Teil der Dokumentation die Hauptstadt der "autonomen uigurischen Provinz" Xinjiang. Nirgendwo tritt der chinesische Einfluss auf das Land sichtbarer zutage als in der Zwei-Millionen-Metropole. In der Region um die Turfan-Senke wird die bewegte Vergangenheit des Landes umso deutlicher. Noch immer versorgen sich viele Einwohner der ländlichen Gebiete durch die Karez - ein mehr als 2.000 Jahre altes Netz unterirdischer Kanäle, das Trinkwasser aus den Tianshan-Bergen heranführt. Nahe der heutigen Stadt liegen die Grotten von Bezeklik, in denen buddhistische Gläubige einst viele handgeschriebene Dokumente in zahlreichen verschiedenen Sprachen aufbewahrten. Einen Teil der in den Felshöhlen gefundenen Malereien und Kunstschätze brachten Wissenschaftler Anfang des 20. Jahrhunderts nach Berlin - die berühmten Turfan-Fragmente.


  • 06.08.2008, 19 Uhr
    Die himmlischen Reisterrassen von China

Dokumentation, Deutschland 2006, HR, 43 Min.
Regie: Peter Weinert

© HR/Peter Weinert
Seit über einem Jahrtausend trotzen die Hani, eine von 25 Minderheiten in der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas, den Bergen Land für ihre Reisterrassen ab. Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem versorgt die Terrassen über eine Höhe von bis zu 1.500 Metern mit Wasser. Diese technische Meisterleistung hat eine atemberaubende Landschaftsarchitektur hervorgebracht, riesige, bizarre Skulpturen aus Erde und Wasser.
Die Dokumentation schildert in fantastischen Landschaftsaufnahmen den Jahreskreislauf dieser Region, erzählt von ihren Bewohnern und der mühseligen Bearbeitung des Bodens mit Hilfe von Wasserbüffeln. Berichtet wird auch vom Leben der Hani in ihren Dörfern, von ihrem Alltag in den 200 Jahre alten Lehmziegelbauten ohne fließendes Wasser, und von ihrer reichen Kultur, ihren Bräuchen und ihrer animistischen Religion.
Doch auch hier, fernab der Zivilisation, zeichnet sich ein Umbruch ab, denn viele junge Hani suchen nach einem komfortablen Leben in den Städten. Aber noch ist die jahrhundertealte Tradition lebendig, und das Denken der Hani ist erfüllt von den Geistern ihrer Vorfahren sowie von den Kräften des Himmels, des Windes und des Wassers.


  • 08.08.2008, 19Uhr
    Der Klimaschock und seine Folgen - Sandsturm über China

Dokumentationsreihe, Frankreich 2005, ARTE F, Synchronfassung, 43 Min.
Regie: Richard Prost

© ARTE F/Auteurs associés
In China transportieren die stürmischen Winde des Wintermonsuns riesige Sandmassen aus den Wüstengebieten der Gobi und der Inneren Mongolei durch das Land. Die Desertifikation ist hier ein altbekanntes Problem, aber die zunehmende Häufung der aus dem Norden bis nach Peking vordringenden Sandstürme ist beunruhigend. Im Rahmen des "Dragon"-Programms nutzen europäische und chinesische Wissenschaftler gemeinsam die Daten des europäischen Umweltsatelliten Envisat für die Erforschung von Umwelt- und Klimaproblemen. In China scheinen sich die düstersten lokalen Vorhersageszenarien der Klimatologen zu bewahrheiten: Anstieg der Durchschnittstemperaturen auf den tibetanischen Hochebenen, Rückgang der Niederschläge, Versteppung und Zunahme von Sandstürmen. Das einzige Mittel, dem Vordringen des Sandes Einhalt zu gebieten, scheint ein mit Bäumen bepflanzter Grüngürtel von rund 4.000 Quadratkilometern zu sein. In ganz Nordchina haben die Behörden umfangreiche Aufforstungsprogramme in Angriff genommen.

Erstellt: 27-06-08
Letzte Änderung: 18-07-08