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ARTE Bücherfest

Gespräche mit prominenten Schriftstellern, das Beste aus der KrimiWelt und jungen Szene der Slammer, Neues aus Finnland und vieles mehr...

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ARTE Bücherfest

Gespräche mit prominenten Schriftstellern, das Beste aus der KrimiWelt und jungen Szene der Slammer, Neues aus Finnland und vieles mehr...

ARTE Bücherfest

18/03/10

9 Literaturhaus-Chefs: 9 Buchtipps

Die Leiter der Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz stellen "ihr" Buch im Frühjahr 2010 vor.

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Thomas Böhm (Literaturhaus Köln)
"Roman unserer Kindheit" von Georg Klein
Gefährlich ist die Lektüre von Georg Kleins Büchern wirklich. Man gerät lesend in Situationen, aus denen sich zu befreien der Erinnerung lange nicht gelingt. Findet sich in Räumen wieder, die am Ende eines verworrenen Traumes zu liegen scheinen. Lebt Lesestunden lang mit Figuren, die so bizarr menschlich sind, wie das Leben selbst.

Tomas Friedmann (Literaturhaus Salzburg)
"Das Matratzenhaus" von Paulus Hochgatterer
Abgrundtief. Aufregend. Verstörend. Spannend. Der neue Roman des österreichischen Schriftstellers und Kinderpsychiaters. Viel mehr als ein klassischer Krimi. Ein Stück großartige Literatur.


Katinka Friese (Literaturhaus Rostock)
"Das erotische Talent meines Vaters" von Björn Kern
„Das erotische Talent meines Vaters“ ist die Geschichte von den unvernünftigen Eltern. Mit Feingefühl und Sinn für Humor erzählt Björn Kern von den Irrungen und Wirrungen der späten Jugendlichkeit. Und dabei bleibt so Einiges, unter anderem der suchende Sohn, auf der Strecke.

Florian Höllerer (Literaturhaus Stuttgart)
"Fachsprachen XXVIII - XXXVI" von Ulf Stolterfoht
»alles muß ändern / nichts dauert lang. doch dann!« – Stoisch schreibt Ulf Stolterfoht sein lyrisches Großwerk fachsprachen fort und übertrifft sich, erneut, selbst. Natürlich aus dem Hause Urs Engeler Editor!

Maria Gazzetti (Literaturhaus Frankfurt)
"der wind lässt tausend hütchen fliegen" von Arne Rautenberg
"Wie’s auf dem Mond zugeht" von Mascha Kaléko
Was für ein Glück, was für eine Pracht! Zwei neue Bände einer Lyrikreihe, die Kinder ernst nimmt und ihnen bietet, was sie verdienen: Sprachspiele und Wortwitz, Reime und Versanarchie, nachdenkliche und unsinnige Bilder. Diesmal: Eine Grande-Dame der Poesie des 20. Jahrhunderts und ein Gegenwartslyriker. Das Ganze in wundervoller Ausstattung abseits pastellfarbener Bärchenästhetik.

Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg)
"Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen” von Hallgrímur Helgason
Ein klassischer Helgason: das ist Prosa, die vor Einfällen sprüht, Metaphern wie Keulenhiebe platziert und Komisches mit Ernstem wunderbar mischt.

Birgit Peter (Literaturhaus Leipzig)
"Das zerbrechliche Leben" von Robert Åsbacka
Die moderne skandinavische Literatur kennt viele berühmte Namen: von Edith Södergran und Stig Dagerman bis zu P. O. Enquist, Torgny Lindgren und Kjell Westö. Im vielstimmigen Chor dieser Autoren ist ein neuer Schriftsteller zu entdecken: Robert Åsbacka. Mit ”Orgelbyggaren” (dt. Das zerbrechliche Leben), nominiert für den Literaturpreis des Nordischen Rates 2009, ist ihm ein berührendes Plädoyer für die alles überdauernde Kraft der Musik geglückt.

Beatrice Stoll (Literaturhaus Zürich)
"Fischvogel" von Beate Rothmaier
Ein Adoleszenzroman, der scheinbar latent in der Ereignislosigkeit schwebt. Beate Rothmaiers barocke Sprachvirtuosität führt die Leser wie in einem Traum in das hauchdünne Zwischenreich von Kindheit und Erwachsensein; ein Reich in dem die Elfen tanzen und üppige Nebelschleier das Zerbröseln der Kindheit nur scheinbar verhüllen. Das Neue wird genauso ungeduldig erwartet wie ängstlich ferngehalten. Mit «Fischvogel» ist der Autorin ein phantastischer, virtuos langatmiger Roman über das Dazwischen gelungen.

Ernest Wichner (Literaturhaus Berlin)
"TOPmodel" von Barbara Bongartz
Eine Erzählung aus der tristen Wirklichkeit der schönsten Mädchen.

Erstellt: 23-02-10
Letzte Änderung: 18-03-10