__________ Rang | __________ Vormonat | _______________________________________________________ Titel |
1 | (-) | Josh Bazell: Schneller als der TodAus dem Amerikanischen von Malte Krutzsch New York: Pietro Brwna heißt im Zeugenschutz Dr. Peter Brown und trotzt jetzt als Arzt dem Tod im Krankenhaus. Vergeblich. Das liegt am verluderten System und an seiner Vorgeschichte als Auftragskiller. Zum Brüllen intelligent: Bazell massakriert Medizin und Mafia. Viel besser als Koks. Macht schneller süchtig. Rezension folgt |
2 | (1) | Roger Smith: Blutiges ErwachenAus dem Englischen von Jürgen Bürger und Peter TorbergTropen bei Klett-Cotta, geb., 356 S., 19,95 € Kapstadt: Am Strand schnitzt ein Serienkiller an Blondinen. Zwei Tik-Junkies überfallen Waffenhändler Joe. Roxy durchlöchert Joe. Ex-Bulle Billy hat Schuldgefühle. Gangster Piper will schlitzen, was sich regt, und seinen Lover lebenslang. Kapstadt als Rassenkampf-Gierstadt: Smith splattert, trasht und junkt, dass es kracht. Zur Rezension |
3 | (-) | Martin Cruz Smith: Die goldene MeileAus dem Englischen von Rainer SchmidtC. Bertelsmann, geb., 256 S., 19,95 € Moskau: Maja flieht aus einem Provinz-Bordell in die Metropole. Trickbetrüger klauen ihr Baby. Die 15-jährige im Fight mit Luden, Mördern, Polizei und Straßenkinderbanden. Ermittler Arkadi Renko sucht derweil einen Serienkiller. Moskau unter Putin: Gier und Gewalt. Apokalyptisch. Erschütternd. Zur Rezension |
4 | (2) | James Ellroy: Blut will fließenAus dem Amerikanischen von Stephen TreeUllstein, geb., 784 S., 24,90 € Los Angeles/Las Vegas/Washington: Drei Männer auf der Jagd nach der Beute aus einem Raubüberfall. Zwei rote Göttinnen. Dazu Kokser, Rassisten, FBI, Hetzjagden, Counterinsurgence. Ellroys Abschluss der US-Unterwelt-Trilogie: Monumental-Cluster alles Bösen der Jahre 68-72. Inkommensurabel, grandios gehämmert. Zur Rezension |
5 | (9) | Paulus Hochgatterer: Das MatratzenhausDeuticke im Zsonlay Verlag, geb., 296 S., 19,90 €Furth am See: Unmerklich wie im wirklichen Leben sickert das Verbrechen ins Bewusstsein derer, die es erkennen müssten. Psychiater Raffael Horn und Kommissar Kovacs zweifeln: an sich selbst, an den Methoden ihrer Profession. Gewalt gegen Kinder, Missbrauch – bei Hochgatterer eindringlich entspektakulisiert. Zur Rezension |
6 | (6) | Carol O’Connell: Such mich!Aus dem Amerikanischen von Renate Orth-Guttmann |
7 | (-) | Bernhard Jaumann: Die Stunde des SchakalsKindler, geb., 320 S., 19,95 € |
8 | (-) | Arne Dahl: DunkelzifferAus dem Schwedischen von Wolfgang ButtPiper, geb., 416 S., 19,95 € Stockholm/Angermanland: Ein Mädchen verschwindet in nordischen Wäldern, wo Pädophile hausen. Das A-Team entdeckt, dass alles anders ist, als es gemeinhin scheint, als der erste Kinderschänder kopflos auf der Parkbank sitzt. Pädophilie: unheilbar. Rachedurst und Blutschande. Dahl probiert: das Schema umerzählen. Rezension folgt. |
9 | (-) | Ian Rankin: Ein reines GewissenAus dem Englischen von Juliane Gräbener-Müller |
10 | (7) | Pablo de Santis: Das Rätsel von ParisAus dem Spanischen von Claudia WuttkeMetro im Unionsverlag, geb., 320 S., 19,90 € Buenos Aires/Paris: Zur Weltausstellung 1889 versammeln sich DIE ZWÖLF (weltbesten) DETEKTIVE zur Detektions-Demonstration. Dabei: ihre „Adlaten“. Drei Morde fordern die Genies heraus. Intellektuell funkelnd melancholischer Abgesang auf den Detektiv, Schlüsselfigur des 19. Jahrhunderts. Mords Wortkunst. Zur Rezension |
- Diesen Fall klären wir vielleicht auch noch: Lesen Sie hier ein Interview mit Tobias Gohlis in DIE WELT über die KrimiWelt-Bestenliste
ÜBER JURY UND ENTSCHEIDUNGSFINDUNG DER KRIMIWELT-BESTENLISTE
Die Jury der KrimiWelt-Bestenliste besteht aus 19 Kritikerinnen und Kritikern, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Kriminalliteratur berichten. Einmal im Monat benennt jedes Mitglied vier aktuelle Kriminalromane und bewertet sie mit 7, 5, 3 oder 1 Punkten. Neben der Gesamtpunktzahl pro Titel wird berücksichtigt, wie viele Kritiker in einer Abstimmungsrunde für dasselbe Buch votiert haben. Jeder Kritiker darf insgesamt drei mal für das gleiche Buch stimmen. Voten für Bücher, an deren Produktion oder kommerzieller Verbreitung der Kritiker beteiligt ist, sind ausgeschlossen. Zwischen Kriminalromanen in der Originalsprache Deutsch und Übersetzungen wird kein Unterschied gemacht.
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