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Samstag
17:00
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Alte Waffen Und Wissenschaftliche Geräte

ARTE stellt eine Reihe altehrwürdiger Handwerke vor.

DETAILS

Samstag, 9. August 2008 um 17.00 Uhr

Wiederholungen:
15.05.2009 um 13:50
03.03.2010 um 16:45
Alte Waffen Und Wissenschaftliche Geräte
(Frankreich, 1998, 5mn)
ARTE
Regie: Philippe Labrune


Berufe - Vom Aussterben bedroht? ARTE stellt eine Reihe altehrwürdiger Handwerke vor, die in Reichtum und Vielfalt ihrer Arbeitsweisen und Produkte einzigartig sind. Vom Plisseebrenner über den Glasverformer bis zum Steinschneider präsentiert ARTE ungewöhnliche Portraits.

22:45
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Elizabeth Taylor gegen Richard Burton

Eine öffentliche Ehekrise

DETAILS
WDR © akg-images

Samstag, 9. August 2008 um 22.45 Uhr

Wiederholungen:
10.08.2008 um 00:40
23.08.2008 um 00:25
25.12.2010 um 13:05
09.01.2011 um 05:00
03.04.2011 um 21:45
12.04.2011 um 10:05
29.12.2012 um 21:45
31.12.2012 um 14:05
Elizabeth Taylor gegen Richard Burton
(Deutschland, 2008, 52mn)
WDR
Regie: Michael Wech

16:9 (Breitbildformat)

Kein Paar beschäftigt die Menschen in den 60er und 70er Jahren so sehr wie Elizabeth Taylor und Richard Burton. Sie ist eine der schönsten Frauen der Welt, er einer der besten Schauspieler. Als sie sich bei den Dreharbeiten zu "Cleopatra" ineinander verlieben und ihre Leidenschaft ungeniert ausleben, sind beide noch mit anderen Partnern verheiratet - seinerzeit ein Skandal. Nach ihren jeweiligen Scheidungen legalisieren sie ihre Beziehung. Doch mit dem Ehealltag beginnt auch ein Ehekrieg, der in aller Heftigkeit auch vor den Augen der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Es kommt zu Trennungen, sogar zur Scheidung, zu einer zweiten Ehe - und einer zweiten Scheidung. Nur auf der Bühne finden beide noch einmal zusammen, in Noël Cowards Stück "Private Lives", das ihnen auf den Leib geschrieben zu sein scheint.

Sie küssten und sie schlugen sich - auch öffentlich. Sie gilt als eine der schönsten Frauen der Welt, er als einer der besten Schauspieler. Die beiden verlieben sich bei den Dreharbeiten zu "Cleopatra". Elizabeth Taylor gibt die Titelheldin, Richard Burton ihren Geliebten Marcus Antonius. Beide spielen voller Hingabe und entdecken die private Leidenschaft füreinander, die sie ungeniert am Filmset ausleben. Dass beide verheiratet sind, ist ein Skandal. Sogar der Vatikan schaltet sich ein. Sie lassen sich von ihren jeweiligen Partnern scheiden und heiraten.
Doch der Ehealltag entwickelt sich zum Alptraum. Burton ist eifersüchtig auf die zwei Oscars seiner Frau. Er selbst wird siebenmal nominiert, ohne je ausgezeichnet zu werden. Angestellte berichten von Alkoholexzessen, Beschimpfungen und Gewaltausbrüchen. Elizabeth Taylor und Richard Burton finden schnell heraus, dass sie neben Liebe auch Hass füreinander empfinden.
Die Spannungen bleiben der Presse nicht verborgen. Dankbar greift sie jeden Streit der beiden auf. Und das Schauspielerduo spielt gerne mit. Die Schlagzeilen steigern den Marktwert. Bald gelten sie nicht nur als schönste und beste, sondern auch als teuerste Schauspieler der Welt. Zehnmal stehen sie gemeinsam vor der Kamera, doch ihre überzeugendsten Auftritte haben sie in ihrem halböffentlichen Privatleben. Peinliche Bloßstellungen und Demütigungen wechseln mit dramatischen Versöhnungsszenen. Ein Psychokrieg mit enormem Kraft- und Finanzaufwand.
Das Duell Taylor gegen Burton wird sogar auf der Leinwand verewigt. In "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" verkörpern beide ein alterndes Akademikerpaar, das sich bis aufs Messer bekriegt.
Zehn Jahre besteht die Ehe von Elizabeth Taylor und Richard Burton, dann bricht sie lautstark auseinander. Doch ein Jahr nach der Scheidung flammt ihre Leidenschaft wieder auf, sie heiraten ein zweites Mal und verfallen erneut den alten Ritualen aus Alkoholexzessen, Zynismus, Langeweile und Rauferei. Diese Ehe hält nur ein knappes Jahr. Dann ist das Eheduell endgültig entschieden. Beide haben verloren, sich physisch und psychisch verausgabt.
Nach mehr als fünf Jahren Funkstille stehen Taylor und Burton 1983 wieder gemeinsam in Noël Cowards Stück "Private Lives" auf der Bühne: Ein geschiedenes Paar begegnet sich in einem Hotel. Beide haben unabhängig voneinander ein Zimmer für die Flitterwochen gebucht. Sie stellen fest, dass sie noch immer nicht voneinander lassen können. Das Stück, 1931 geschrieben, ist die Story ihres Lebens. Sieben Monate touren Taylor und Burton durch Amerika. Doch ein privates Comeback gibt es nicht. Noch auf der Tour heiratet Richard Burton eine andere. Ein Jahr später stirbt er in einem Dorf am Genfer See. Elizabeth Taylor hat ihn überlebt. Doch Glück in der Ehe hat sie - trotz acht Hochzeiten - bis heute nicht gefunden.

Sonntag
09:35
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Kwiz

Im Wartezimmer eines Krankenhauses sitzen zwei Damen fortgeschrittenen Alters.

DETAILS

Sonntag, 10. August 2008 um 09.35 Uhr

Wiederholungen:
14.09.2008 um 11:50
04.11.2008 um 16:40
15.12.2008 um 08:50
02.01.2009 um 15:25
06.03.2009 um 13:45
14.04.2009 um 13:45
02.07.2009 um 13:50
18.08.2009 um 11:45
Kwiz
(Belgien, 2006, 6mn)
ARTE
Regie: Renaud Callebaut
Kamera: Claude Geens
Schnitt: Pascal Haass
Darsteller: Georgette Stulens (Dame im Bademantel), Zoalina Demeulemeester (Dame im Kostüm)
Autor: Renaud Callebaut
Produktion: Mandarine Productions
Produzent: Claude Geens, Renaud Callebaut
Ton: Olivier Philippart

16:9 (Breitbildformat)

Im Wartezimmer eines Krankenhauses sitzen zwei Damen fortgeschrittenen Alters und liefern sich, bewaffnet mit Handys, eine unbarmherzige Wissensschlacht. Bis wohin werden sie gehen, um nicht das Gesicht zu verlieren?

Renaud Callebaut ist in Brüssel geboren und aufgewachsen. Nach einem Studium der Kunstgeschichte arbeitet er in den 90er Jahren als Filmjournalist, später dann in den Ressorts Architektur und Design. Außerdem ist er als Fotograf für verschiedene PR- und Werbeagenturen tätig, wobei er seine Zeit zwischen Paris und Brüssel teilt. "Quiz" ist sein erster Kurzfilm.

16:55
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Mama kann mich mal

Drucille ist 15 Jahre alt und Tochter afrikanischer Einwanderer. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester lebt sie in Paris.

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"KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

Zum Dossier Kurzschluss - Das Kurzfilm-Magazin

Sonntag, 10. August 2008 um 16.55 Uhr

Wiederholungen:
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Mama kann mich mal
(Frankreich, 2006, 18mn)
ARTE F
Regie: Laurent Sénéchal
Kamera: Tom Harari
Schnitt: Marion Dartigues
Darsteller: Ariane Moret (Französischlehrerin), Fanta Touré (Drucille), Haikel Sassi (Schülerbeauftragter), Manga N'Djomo (Collette), Moussa N'Diaye (Moussa), Nassim Djadja (Sportlehrer), Phoebe Houenassou (kleine Schwester), Sabrina Khettab (Yasmine), Slim Ouehla (Erziehungsberater), Taner Cumur (Sofiane)
Autor: Alexandra Vérien
Herstellungsleitung: Arthur Harari
Produktion: G.R.E.C.
Produzent: Alice Beckmann
Ton: Jérôme Chenevoy

Stereo

Drucille ist 15 Jahre alt und Tochter afrikanischer Einwanderer. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester lebt sie in Paris. Eines Tages spielt sie einer Klassenkameradin einen geschmacklosen Streich. Dabei hatte der Morgen eigentlich ganz gewöhnlich angefangen...

Drucille, Tochter afrikanischer Einwanderer, hat mit ihren 15 Jahren einen eigenen Kopf und nicht immer die besten Ideen. Eines Tages steckt sie einer Mitschülerin einen Brief zu, in dem sie ihr droht, sie umzubringen. Die Lehrerin, der dieser Brief zu Augen kommt, findet ihn weit weniger amüsant als die restlichen Mitschüler. Sie bestellt Tochter und Mutter zum Erziehungsberater, um über Drucilles aggressives Verhalten zu sprechen und nach den Ursachen dafür zu suchen. Doch als die Mutter in der Schule erscheint, eskaliert die Situation.

Regisseur Laurent Sénéchal ist 1978 im französischen Mâcon geboren, verbringt aber einen Großteil seiner Jugend im Kongo und Tschad sowie in Benin. Er studiert Filmwissenschaften in Paris und arbeitet ab 1999 als Cutter für verschiedene Kurzfilme. "Mama kann mich mal" ist seine erste Regiearbeit. Dabei hat er auch seine eigenen Erfahrungen mit der afrikanischen Kultur und Identität im französischen Alltag einfließen lassen. Das Ergebnis ist ein gelungenes, äußerst lebensnahes Porträt eines afrikanischen Teenagers in Frankreich.

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20:45
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Cleopatra

Der Monumentalfilm von Joseph L. Mankiewicz erzählt die Geschichte der ägyptischen Herrscherin Cleopatra.

DETAILS

Sonntag, 10. August 2008 um 20.45 Uhr

Wiederholungen:
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Cleopatra
(Usa, 1963, 233mn)
WDR
Regie: Joseph L. Mankiewicz
Musik: Alex North
Darsteller: Elizabeth Taylor (Cleopatra), Rex Harrison (Julius Cäsar), Richard Burton (Marc Antonius)


Der Monumentalfilm von Joseph L. Mankiewicz erzählt die Geschichte der ägyptischen Herrscherin Cleopatra, die zunächst als Geliebte Cäsars triumphal in Rom einzieht, nach dessen Tod nach Ägypten zurückkehrt und in dem römischen Feldherrn Marcus Antonius die Liebe ihres Lebens findet. Doch diese Beziehung steht unter keinem guten Stern. Beide verlieren in den Auseinandersetzungen um die Macht in Rom und Ägypten ihr Leben.

Im Jahre 48 vor Christus steht das Römische Reich in voller Blüte. Cäsar kann Pompejus im Kampf um die Vorherrschaft im Staat besiegen. Doch Pompejus flieht nach Ägypten. Während Cäsar ihn verfolgt, tobt im Land am Nil der Krieg zwischen Cleopatra und ihrem Bruder Ptolemäus, der den Thron nicht mit ihr teilen will. Als Cäsar in Alexandria landet, glaubt Ptolemäus, ihn mit dem Haupt des ermordeten Pompejus zum Empfang als Verbündeten gewinnen zu können. Caesar wehrt jedoch mit Ekel ab.
Cleopatra lässt sich nachts in Cäsars Palast schmuggeln. Schon bei der ersten Begegnung zeigt sich, dass sich beide stark zueinander hingezogen fühlen. Cäsar verhilft Cleopatra zum Sieg gegen Ptolemäus und macht sie zur Königin Ägyptens, die in einem Triumphzug ohnegleichen in Rom einzieht. Angetrieben von seiner Geliebten, strebt Cäsar die Königswürde von Rom an, wird jedoch am Tag der entscheidenden Senatssitzung ermordet.
Zwei Jahre später besiegt Marcus Antonius in Mazedonien Cassius und Brutus, zwei der Mörder Cäsars. Mit Lepidus und Octavian regiert Marcus Antonius von nun an in einem Triumvirat. In finanzielle Schwierigkeiten geraten, wendet er sich an Cleopatra, deren Charme er völlig erliegt. Als Octavian den Senat gegen Marcus Antonius aufzubringen droht, reist der nach Rom und heiratet Octavians Schwester Octavia, um seine Macht zu festigen.
Erst vier Jahre später kehrt er nach Ägypten zurück. Cleopatra verlangt aus Furcht vor Octavians stetig wachsender Macht ein Drittel des Reiches. Marcus Antonius geht auf alle ihre Forderungen ein. Daraufhin erklärt Octavian Ägypten den Krieg und gewinnt eine Schlacht nach der anderen. Noch einmal rafft Marcus Antonius seine Truppen zusammen. Doch seine Soldaten desertieren. Allein steht er seinen Feinden gegenüber. Es gelingt ihm noch, in seinen Palast zurückzukehren. Dort erhält er die falsche Nachricht vom Tod Cleopatras. Verzweifelt stürzt er sich in sein Schwert. Octavian zieht in Alexandria ein und versucht, Cleopatra zum Verlassen des geschützten Tempelbezirks zu bewegen. Doch sie lässt ihm lediglich ihren letzten Wunsch zukommen, neben Marcus Antonius bestattet zu werden, und stirbt den selbst gewählten Tod durch Schlangengift.

Das Drehbuch zu dem Monumentalfilm entstand nach der Romanvorlage von Carlo Maria Franzero.
Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Oscars für die beste Ausstattung, die besten Kostüme, die beste Kameraarbeit und die besten Spezialeffekte.
Aus dem "Lexikon des Internationalen Films": "Die vollständige Fassung ermöglicht erstmals einen Einblick in den kompositorischen Rhythmus des Films, da Dialogszenen und ausufernde Schlachtszenen nun in den Fluss der Handlung eingebunden sind und im filigranen Netz der (Gold-)Symbole als Zeichen für den Übergang und die Übergabe der Macht motiviert erscheinen. Die integrale Fassung wurde im September 1996 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt; die rekonstruierten Teile wurden mit Untertiteln versehen."
ARTE zeigt den mit einem riesigen Ausstattungsbudget in Rom und Hollywood produzierten Monumentalfilm in der vollständigen Cinemascope-Fassung. In Deutschland wird die deutsche Synchronversion ausgestrahlt, bei der die rekonstruierten Teile mit Untertiteln versehen sind, in Frankreich die Originalfassung mit Untertiteln.

00:40
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Elizabeth Taylor gegen Richard Burton

Eine öffentliche Ehekrise

DETAILS
WDR © akg-images

Sonntag, 10. August 2008 um 00.40 Uhr

Wiederholungen:
23.08.2008 um 00:25
25.12.2010 um 13:05
09.01.2011 um 05:00
03.04.2011 um 21:45
12.04.2011 um 10:05
29.12.2012 um 21:45
31.12.2012 um 14:05
Elizabeth Taylor gegen Richard Burton
(Deutschland, 2008, 52mn)
WDR
Regie: Michael Wech

16:9 (Breitbildformat)

Kein Paar beschäftigt die Menschen in den 60er und 70er Jahren so sehr wie Elizabeth Taylor und Richard Burton. Sie ist eine der schönsten Frauen der Welt, er einer der besten Schauspieler. Als sie sich bei den Dreharbeiten zu "Cleopatra" ineinander verlieben und ihre Leidenschaft ungeniert ausleben, sind beide noch mit anderen Partnern verheiratet - seinerzeit ein Skandal. Nach ihren jeweiligen Scheidungen legalisieren sie ihre Beziehung. Doch mit dem Ehealltag beginnt auch ein Ehekrieg, der in aller Heftigkeit auch vor den Augen der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Es kommt zu Trennungen, sogar zur Scheidung, zu einer zweiten Ehe - und einer zweiten Scheidung. Nur auf der Bühne finden beide noch einmal zusammen, in Noël Cowards Stück "Private Lives", das ihnen auf den Leib geschrieben zu sein scheint.

Sie küssten und sie schlugen sich - auch öffentlich. Sie gilt als eine der schönsten Frauen der Welt, er als einer der besten Schauspieler. Die beiden verlieben sich bei den Dreharbeiten zu "Cleopatra". Elizabeth Taylor gibt die Titelheldin, Richard Burton ihren Geliebten Marcus Antonius. Beide spielen voller Hingabe und entdecken die private Leidenschaft füreinander, die sie ungeniert am Filmset ausleben. Dass beide verheiratet sind, ist ein Skandal. Sogar der Vatikan schaltet sich ein. Sie lassen sich von ihren jeweiligen Partnern scheiden und heiraten.
Doch der Ehealltag entwickelt sich zum Alptraum. Burton ist eifersüchtig auf die zwei Oscars seiner Frau. Er selbst wird siebenmal nominiert, ohne je ausgezeichnet zu werden. Angestellte berichten von Alkoholexzessen, Beschimpfungen und Gewaltausbrüchen. Elizabeth Taylor und Richard Burton finden schnell heraus, dass sie neben Liebe auch Hass füreinander empfinden.
Die Spannungen bleiben der Presse nicht verborgen. Dankbar greift sie jeden Streit der beiden auf. Und das Schauspielerduo spielt gerne mit. Die Schlagzeilen steigern den Marktwert. Bald gelten sie nicht nur als schönste und beste, sondern auch als teuerste Schauspieler der Welt. Zehnmal stehen sie gemeinsam vor der Kamera, doch ihre überzeugendsten Auftritte haben sie in ihrem halböffentlichen Privatleben. Peinliche Bloßstellungen und Demütigungen wechseln mit dramatischen Versöhnungsszenen. Ein Psychokrieg mit enormem Kraft- und Finanzaufwand.
Das Duell Taylor gegen Burton wird sogar auf der Leinwand verewigt. In "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" verkörpern beide ein alterndes Akademikerpaar, das sich bis aufs Messer bekriegt.
Zehn Jahre besteht die Ehe von Elizabeth Taylor und Richard Burton, dann bricht sie lautstark auseinander. Doch ein Jahr nach der Scheidung flammt ihre Leidenschaft wieder auf, sie heiraten ein zweites Mal und verfallen erneut den alten Ritualen aus Alkoholexzessen, Zynismus, Langeweile und Rauferei. Diese Ehe hält nur ein knappes Jahr. Dann ist das Eheduell endgültig entschieden. Beide haben verloren, sich physisch und psychisch verausgabt.
Nach mehr als fünf Jahren Funkstille stehen Taylor und Burton 1983 wieder gemeinsam in Noël Cowards Stück "Private Lives" auf der Bühne: Ein geschiedenes Paar begegnet sich in einem Hotel. Beide haben unabhängig voneinander ein Zimmer für die Flitterwochen gebucht. Sie stellen fest, dass sie noch immer nicht voneinander lassen können. Das Stück, 1931 geschrieben, ist die Story ihres Lebens. Sieben Monate touren Taylor und Burton durch Amerika. Doch ein privates Comeback gibt es nicht. Noch auf der Tour heiratet Richard Burton eine andere. Ein Jahr später stirbt er in einem Dorf am Genfer See. Elizabeth Taylor hat ihn überlebt. Doch Glück in der Ehe hat sie - trotz acht Hochzeiten - bis heute nicht gefunden.

02:30
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Der Traum

Sally verbringt die Sommerferien mit ihrem blinden Vater und ihrer Tochter in einer malerischen Holzhütte am Ufer eines Flusses.

DETAILS

Sonntag, 10. August 2008 um 02.30 Uhr

Wiederholungen:
13.08.2008 um 11:35
14.08.2008 um 04:35
03.12.2008 um 11:35
21.12.2008 um 11:35
26.12.2008 um 02:20
17.11.2009 um 04:35
20.11.2009 um 16:25
10.12.2009 um 16:30
14.12.2009 um 09:55
03.02.2010 um 02:20
Der Traum
(Belgien, 2006, 23mn)
ARTE
Regie: Philippe Reypens
Kamera: Remon Fromont
Schnitt: Jean Thomé
Darsteller: Catherine Aymerie (Sally), Christophe Vienne (Pierres Stimme), Gaston Bertin (Großvater), Vadim de Waart-Hottart (Vadim), Violette Gochel (Violette)
Autor: Loïc Porcher, Philippe Reypens
Produktion: King's Group
Produzent: Eric Deschamps, Philippe Reypens
Ton: Hugo Fernandez

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Sally verbringt die Sommerferien mit ihrem blinden Vater und ihrer Tochter in einer malerischen Holzhütte am Ufer eines Flusses. An einem sonnigen Morgen kommt sie vom Markt zurück und entdeckt, dass ihr Vater in ihrer Abwesenheit gestürzt ist. Noch aufgewühlt erhält sie einen Anruf, durch den sie von einer wenig schmeichelhaften Kritik ihrer neuen Fotoausstellung erfährt.
Doch ein unerwarteter und eigenartiger Besucher wendet das Blatt: Vadim, ein Freund ihrer Tochter Violette, erscheint der Künstlerin mit seinen engelsgleichen Zügen wie eine Offenbarung. Inspiriert durch diese kindliche Muse, verspürt Sally das Bedürfnis, erneut zur Fotokamera zu greifen.

Philippe Reypens, Jahrgang 1969, studiert Journalismus und Kommunikation und macht seinen Abschluss in französischer Literatur an der Freien Universität in Brüssel. Im Anschluss besucht er Kurse in Drehbuchschreiben und Filmanalyse, bei so namhaften Filmemachern wie etwa den Dardenne-Brüdern. 1996 gründet er seine eigene Produktionsfirma "King's Group" und realisiert die Dokufiktion "Das Gold der Engel" über die großen Musikschulen Europas. Es folgen der Dokumentarfilm "Rejoice" (2002) und der Kurzfilm "Un peu de fièvre" (2003). "Der Traum" ist sein bis dato letzter Film.

03:00
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Öffne meine Augen

In einer Winternacht flieht Pilar mit ihrem Sohn von zu Hause vor ihrem Mann Antonio.

DETAILS

Sonntag, 10. August 2008 um 03.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Öffne meine Augen
(Spanien, 2003, 101mn)
ARTE F
Regie: Iciar Bollain
Kamera: Carles Gusi
Musik: Alberto Iglesias
Schnitt: Ángel Hernández Zoido
Darsteller: Candela Peña (Ana), Laia Marull (Pilar), Luis Tosar (Antonio)
Autor: Alicia Luna, Icíar Bollaín
Produktion: Alta Producción S.L., Producciones La Iguana S.L.
Produzent: Enrique Gonzáles Macho, Santiago García de Leániz

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

In einer Winternacht flieht Pilar mit ihrem Sohn von zu Hause vor ihrem Mann Antonio. Hinter ihr liegen knapp zehn Jahre Ehe und fast tägliche Misshandlungen. Standhaft ignoriert Pilar das Flehen ihres Mannes, ihn nicht zu verlassen. Um sie zurückzuerobern, versucht Antonio seine Wutausbrüche, die unweigerlich in körperliche Gewalt münden, beherrschen zu lernen. Gruppentherapie, Selbstbesinnung. Während der Zeit der Trennung macht Pilar ihrerseits eine wichtige Entwicklung durch. Der mehrfach ausgezeichnete Spielfilm greift das Thema Gewalt in der Ehe auf einfühlsame Weise auf und versucht zu verstehen, weshalb Frauen bei Männern bleiben, obwohl sie von diesen geschlagen werden.

Nach fast zehn Jahren Ehe und beinahe täglichen Misshandlungen, flieht Pilar eines Nachts mit ihrem Sohn Juan zu ihrer Schwester. Antonio, ihr Mann, fleht sie an, zu ihm zurückzukehren. Doch Pilar hat Angst. Zu gut kennt sie ihren unberechenbaren Ehemann und dessen Wutausbrüche. Sie bleibt mit ihrem Kind bei ihrer Schwester, die ihr hilft, einen Job in einem Museum zu finden. Dennoch ist die Unfähigkeit ihres sozialen Umfelds, ihre Situation zu verstehen, offensichtlich. Antonio seinerseits beginnt eine Gruppentherapie, um seine Aggressionen beherrschen zu lernen.
Beide versuchen, getrennt den Alltag zu meistern, treffen jedoch immer wieder aufeinander. Pilar schwankt zwischen Liebe und Angst. Beide nähern sich langsam wieder einander an, bis Pilar schließlich zu ihm zurückkehrt. Kaum wohnt sie wieder mit Antonio zusammen, beginnt dieser von Eifersucht und der Angst verlassen zu werden getrieben, ihr zu misstrauen und sie zu kontrollieren, da er Veränderungen an ihr wahrnimmt. Und bald beginnt der Teufelskreis wieder von vorne...

Der mehrfach ausgezeichnete Film von Icíar Bollaín greift das Thema von Gewalt in der Ehe auf einfühlsame Weise auf. Mit Alicia Luna, ihrer Koautorin, hatte die Spanierin dieses Thema bereits in dem Kurzfilm "Amores que matan" (2000) behandelt. Laut Bollaín blieben damals aber einige Fragen offen, da sie sich vor allem mit der Psychologie des Täters beschäftigte. Diesmal liegt der Fokus auf der Rolle des Opfers: Warum bleibt eine Frau an der Seite eines Mannes, der sie beinahe täglich misshandelt? Warum glaubt sie, ihn immer noch zu lieben? Vermutlich aus der Hoffnung heraus, er werde sich ändern. Für die Arbeit am Buch befragten die Autorinnen Betroffene und Therapeuten und nahmen auch an Gruppensitzungen teil.

Alle Spielfilme des Monats

Montag
14:55
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Asphaltblüten

Zwei geborene Verlierer treffen sich beim Trampen. Max ist ehemaliger Häftling und träumt davon, seine eigene Wagenwaschanlage zu besitzen. Mit dem Spaßvogel Lion, einem Seemann, der in die Marine eingetreten ist, um seiner Vaterschaft zu entfliehen, macht er sich querfeldein auf den Heimweg.

DETAILS

Montag, 11. August 2008 um 14.55 Uhr

Wiederholungen:
21.08.2008 um 14:55
Asphaltblüten
(Usa, 1973, 107mn)
ARTE F
Regie: Jerry Schatzberg
Kamera: Vilmos Zsigmond
Musik: Fred Myrow
Schnitt: Evan A. Lottmann
Darsteller: Al Pacino (Francis Lionel �Lion' Delbuchi), Ann Wedgeworth (Frenchy), Dorothy Tristan (Coley), Gene Hackman (Max Millan)
Autor: Garry Michael White
Produktion: Warner Bros. Pictures
Produzent: Robert M. Sherman

16:9 (Breitbildformat)

Zwei geborene Verlierer treffen sich beim Trampen. Max ist ehemaliger Häftling und träumt davon, seine eigene Wagenwaschanlage zu besitzen. Mit dem Spaßvogel Lion, einem Seemann, der in die Marine eingetreten ist, um seiner Vaterschaft zu entfliehen, macht er sich querfeldein auf den Heimweg. Schon bald verbindet die beiden eine einzigartige Freundschaft, die sie vieles über das Leben, die Liebe und Rücksichtnahme lehrt. Am Ende des gemeinsamen Weges wartet jedoch Ernüchterung auf beide Männer...

Der streitsüchtige Max ist nach mehreren Jahren Haft wieder auf freiem Fuß. Auf einer einsamen Straße in Nord-Kalifornien trifft er den liebenswerten Lion, der nach sechs Jahren Weltumseglung auf dem Weg zu seiner Frau ist, die er Jahre zuvor schwanger hatte sitzen lassen. Gemeinsam machen sich die Männer per Anhalter auf den Weg.
Trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere fühlen sich die beiden schon bald einander verbunden. Max findet Lion unterhaltsam und erkennt, dass sein Weggefährte einer der wenigen Menschen ist, denen er tatsächlich vertrauen kann. Er bietet Lion eine Mitinhaberschaft in seiner Autowaschanlage an, die er in Pittsburgh eröffnen möchte. So wie Max lernt, sein hitziges Temperament zu zähmen, so lernt Lion echte Verantwortung zu übernehmen.
Ihre Abschiedsparty in Denver, wo sie einen Zwischenstopp bei Max' Schwester Coley machen, endet dann in einem Fiasko. Max und Lion werden verhaftet und zu 30 Tagen Strafarbeit auf einer Farm verurteilt. Ein Mitgefangener schließt mit Lion Freundschaft, allerdings nicht ohne Hintergedanken. Als er merkt, dass er Lion für seine sexuellen Neigungen nicht gefügig machen kann, prügelt er diesem die Seele aus dem Leib.
Endlich in Detroit angekommen, ruft Lion seine Frau Annie an, in der Hoffnung seinen Sohn sehen zu können. Er ist jedoch nicht auf deren verbale Attacken vorbereitet. Um sich an ihm zu rächen, erzählt sie ihrem Ex-Mann, sein Sohn sei nie geboren worden, sie habe im achten Monat eine Fehlgeburt erlitten. Diese Nachricht stürzt Lion in eine tiefe Krise und Max kann nichts tun, um seinem Freund zu helfen...

Ab Ende der 60er Jahre tauchen viele junge Regisseure in den USA auf, die dem amerikanischen Kino neuen Schwung geben. Zu ihnen gehören Scorsese, Schlesinger, Penn und Schatzberg. Sie alle richten ihr Augenmerk auf die Kehrseite des "American way of life". Schatzberg nimmt unter ihnen einen besonderen Platz ein. Nicht nur, weil er zunächst als Modefotograf für die "Vogue" und "McCall's" arbeitete, sondern auch weil sein Werk sich immer mit dem Thema Einsamkeit beschäftigt. So auch seine ersten beiden Filme "Puzzle of a Downfall Child" (1970) und "The Panic in Needle Park" (1971).
In "Asphaltblüten" fühlen sich beide Protagonisten verloren und teilen das Gefühl der Einsamkeit. Anders als in den oben genannten Filmen träumen die "Helden" hier davon, sich ihrer Umwelt anzupassen. Umso tragischer ist, dass ihr Versuch, sich zu integrieren fehlschlägt. Ein schönes Road-Movie, derb und lustig zugleich.
"Asphaltblüten" gewinnt 1973 eine Goldene Palme in Cannes, sowie eine spezielle Auszeichnung für die außerordentliche schauspielerische Leistung von Gene Hackman und Al Pacino.
Schon als Kind ist es eine von Al Pacinos Lieblingsbeschäftigungen, Handlungen aus Filmen, nachzuspielen und die Stimmen der verschiedenen Charaktere zu imitieren. In seiner ersten Zeit als Schauspieler kämpft er mit vielen Rückschlägen und Armut. 1966 wird er in die Schauspielschule "The Actors Studio" von Lee Strasberg, dem Erfinder des "Method Approach", der das Markenzeichen vieler Schauspieler der 70er Jahre werden soll, aufgenommen. Seinen Durchbruch schafft Al Pacino dann zunächst auf der Bühne mit "The Indian Wants the Bronx", später mit seiner Rolle des Michael Corleones in "Der Pate" (1972). Heute ist Al Pacino eine der Ikonen Hollywoods und ist aus amerikanischen Filmen nicht mehr wegzudenken.

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Die Verlobung des Monsieur Hire

Auf Monsieur Hire lastet die Einsamkeit. Der Schneider hat keine Freunde, ist nicht gesellig und den Nachbarn verhasst...

DETAILS

Montag, 11. August 2008 um 21.15 Uhr

Wiederholungen:
15.08.2008 um 14:55
20.08.2008 um 14:55
25.08.2008 um 14:55
30.09.2012 um 20:15
17.10.2012 um 02:10
Die Verlobung des Monsieur Hire
(Frankreich, 1989, 76mn)
ARTE F
Regie: Patrice Leconte
Drehbuch: Patrice Leconte, Patrick Dewolf
Kamera: Denis Lenoir
Musik: Michael Nyman
Schnitt: Joëlle Hache
Darsteller: Michel Blanc (Monsieur Hire), Sandrine Bonnaire (Alice), Luc Thuillier (Emile), André Wilms (Polizeiinspektor)
Autor: Georges Simenon
Produktion: Cinéa, France 3 Cinéma, Europe 1, Hachette Première
Produzent: Philippe Carcassonne, René Cleitman

16:9 (Breitbildformat)

Auf Monsieur Hire lastet die Einsamkeit. Der Schneider hat keine Freunde, ist nicht gesellig und den Nachbarn verhasst. Patrice Lecontes spannender Film mit Sandrine Bonnaire und Michel Blanc basiert auf dem Kriminalroman "Die Verlobung des Monsieur Hire" von Georges Simenon.

Bei der Aufklärung des Mordes an einem jungen Mädchen führt die Spur schon bald zu Monsieur Hire, dem seltsamen Schneider, der den Nachbarn ein Dorn im Auge ist. Er könnte der mysteriöse Unbekannte im schwarzen Mantel sein, der am Tatabend gesehen wurde.
In der Dunkelheit beobachtet Monsieur Hire abends das Fenster gegenüber, wo Alice sich entkleidet oder Emile, ihren Liebhaber, empfängt. Als diese merkt, dass der Nachbar sie ausspioniert, reagiert sie nicht etwa mit Wut, sondern versucht im Gegenteil Monsieur Hire kennenzulernen. Zunächst weist dieser sie brutal ab, doch schon bald knüpfen sich seltsame Bande zwischen den beiden. Schließlich gesteht er Alice, dass er den Mörder, der niemand anderes als Alices Geliebter Emile ist, gesehen hat. Allerdings kann er diesen nicht anzeigen, ohne Alice zu kompromittieren. Er bittet sie deshalb, mit ihm nach Lausanne zu gehen, wohl wissend, dass sie seine Gefühle nicht erwidert. Doch vergeblich wartet er am Bahnhof auf Alice. Als er zu seiner Wohnung zurückkehrt, wartet dort die Polizei auf ihn. Man hat die Leiche des Mädchens bei ihm gefunden ...

"Ein trister Film über ein erstarrtes Leben, undurchsichtige Gefühle und trügerische Hoffnungen, der geschickt die Sympathie der Zuschauer lenkt", so urteilt das Lexikon des Internationalen Films. Der Film basiert auf dem Roman von Georges Simenon "Die Verlobung des Monsieur Hire". Simenon, der geistige Vater des berühmten Kommissars Maigret, schrieb über 400 Bücher, von denen sich weltweit mehr als sechs Millionen Exemplare verkauft haben und die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden.
Patrice Leconte beginnt seine Karriere als Regisseur 1975 mit einer Comic-Verfilmung; der Durchbruch gelingt ihm dann mit "Monsieur Hire". Für seinen Film "Ridicule" wird er 1997 für einen Oscar nominiert. Zu seinem Werk zählen ebenfalls die bekannten "Les Bronzés"-Filme, bei denen er nicht nur Regie führte, sondern auch am Drehbuch mitarbeitete.
Patrice Leconte wurde 1989 als bester Regisseur für eine Goldene Palme in Cannes nominiert, 1990 erhielt "Monsieur Hire" einen César für die beste Filmmusik.

Dienstag
14:55
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Leben im Schloss

Jérôme bewohnt mit seiner Frau Marie und seiner Mutter ein Schloss in der Basse-Normandie...

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Dienstag, 12. August 2008 um 14.55 Uhr

Wiederholungen:
22.08.2008 um 14:55
27.08.2008 um 14:55
Leben im Schloss
(Frankreich, 1965, 95mn)
ARTE F
Regie: Jean-Paul Rappeneau
Kamera: Pierre Lhomme
Musik: Michel Legrand
Schnitt: Pierre Gillette
Darsteller: Carlos Thompson (Klopstock), Catherine Deneuve (Marie), Henri Garcin (Julien), Mary Marquet (Charlotte), Philippe Noiret (Jérôme), Pierre Brasseur (Dimanche)
Autor: Alain Cavalier, Claude Sautet, Daniel Boulanger, Jean-Paul Rappeneau
Vertreiber: Tf1 International
Produktion: Ancinex, Cobela Films, Les Productions de la Guéville
Produzent: Nicole Stéphane

16:9 (Breitbildformat)

Basse-Normandie, 1944. Ein Widerstandskämpfer der französischen Resistance hängt eines Morgens mit seinem Fallschirm auf dem Grundstück des Schlosses, das Jérôme mit seiner Frau Marie und seiner Mutter bewohnt, in einem Baum fest. Inzwischen ist jedoch auch dieses Anwesen von den Deutschen besetzt. Voller Begeisterung versuchen die drei bei der Vorbereitung der kurz bevorstehenden Landung der Alliierten zu helfen. Alles könnte glatt gehen, wenn da nicht die schöne Marie wäre, auf die sowohl der deutsche General als auch der Widerstandskämpfer Julien ein Auge geworfen haben...

Jérôme bewohnt mit seiner Frau Marie und seiner Mutter ein Schloss in der Basse-Normandie, in der Umgebung von Arromanches. Ein Widerstandskämpfer der Résistance fällt eines Morgens regelrecht vom Himmel - er hängt mit einem Fallschirm in einem Baum im Garten fest. Julien kommt direkt aus England und soll die letzten Vorkehrungen für die Landung amerikanischer Fallschirmspringer treffen. Diese sollen durch einen gezielten Angriff auf einen der Bunker, die die Küste säumen, den Weg für die Landung der Alliierten vom Meer aus frei machen.
Marie, jung, hübsch und voller Energie, langweilt sich schrecklich auf dem flachen Land und träumt von einem mondänen Leben in der Hauptstadt. Der ruhige und häusliche Jérôme, Inkarnation eines Schlossherren in einer Welt wie aus Dornröschen, beteiligt sich nicht aktiv am Zweiten Weltkrieg, was nicht nur den Schwiegervater konsterniert, sondern vor allem Marie. Sie träumt davon, einen heldenhaften Ehemann zu haben. Genau diese Art von Held scheint der Widerstandskämpfer Julien zu verkörpern.
Der Versuchung, sich auf ein Abenteuer einzulassen, ist kaum zu widerstehen. Aber da gibt es auch noch den deutschen Offizier, der seit kurzem mit seiner Einheit das Schloss besetzt hält und ihr beinahe aufdringlich den Hof macht. Als Hauptmann Klopstock Julien, der sich als Bruder Maries ausgibt, mit dieser bei einem leidenschaftlichen Kuss erwischt, überschlagen sich die Ereignisse. In ihrem Konkurrenzkampf um Marie gerät der minutiös entworfene Plan für die Landung der amerikanischen Fallschirmspringer völlig in Vergessenheit...

Die Idee für das Drehbuch hat Jean-Paul Rappeneau, als er zusammen mit Louis Malle, mit dem er "Zazie dans le métro" (1960) dreht, auf der Suche nach geeigneten Drehplätzen unterwegs ist. Als er an dem Buch schreibt, kommt ihm schon bald die Idee, die Geschichte im Frühjahr 1944 spielen zu lassen, eine Zeit, an die er zahlreiche Kindheitserinnerungen hat, und die er gerne vor der Kamera noch einmal lebendig werden lassen möchte.
Die Entscheidung, für seinen Erstling eine während des Krieges spielende Komödie zu wählen, macht es ihm nicht leicht, eine Produktionsfirma zu finden. Auch die Besetzung der Rollen ist nicht unkompliziert. Rappeneau möchte idealerweise Louis Jourdan und Françoise Dorléac in den Hauptrollen. Dialogschreiber Claude Sautet rät ihm davon ab und ermuntert ihn, Philippe Noiret für den männlichen Part zu engagieren. Da Rappeneau die sehr gefragte Dorléac nicht haben kann, unterbreitet man ihm schließlich den Vorschlag, es mit deren jüngeren Schwester, Catherine Deneuve, zu versuchen.
"Leben im Schloss" ist die erste von zahlreichen Komödien, die den Zweiten Weltkrieg als Kulisse für ihre Handlung nutzen. In dieser Tradition stehen "La grande Vadrouille" (Gérard Oury) oder auch "Monsieur Batignolle" (Gérard Jugnot). Rappeneaus Filme wurde 1965 mit dem Prix Louis Delluc ausgezeichnet. Auch an der Kinokasse hat der Film großen Erfolg. Das liegt an der geschickten Kombination mehrerer Elemente: eine wagemutige Inszenierung, die Originalität des Drehbuchs und die unglaublichen Frische der Figuren durch die Rollenbesetzung. Spätestens seit seiner Verfilmung von Rostands "Cyrano von Bergerac" (1990), die ihm zehn Césars einbrachte, ist er zu einer bekannten Größe des französischen Kinos geworden. Obwohl er in 40 Berufsjahren nur sieben Filme gemacht hat.

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Abschlussklasse

Vier Freunde treffen sich Jahre nach dem Abitur auf dem Flur einer Entbindungsstation wieder. Während sie auf die Geburt des Kindes ihres verstorbenen Freundes warten, kommen die Erinnerungen an die wilde Jugend ihrer Abschlussklasse hoch.

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Dienstag, 12. August 2008 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
14.08.2008 um 14:55
03.09.2008 um 14:55
08.09.2008 um 14:55
Abschlussklasse
(Frankreich, 1993, 101mn)
ARTE F
Regie: Cedric Klapisch
Kamera: Dominique Colin
Musik: François Waledisch
Schnitt: Francine Sandberg
Darsteller: Elodie Bouchez (Sophie), Hélène Medigue (Biologielehrerin), Hélène de Fougerolles (Christine), Julie Anne Rauth (Marie), Julien Lambroschini (Bruno), Nicolas Koretsky (Momo), Romain Duris (Tomasi), Vincent Elbaz (Alain)
Autor: Alexis Galmot, Cédric Klapisch, Daniel Thieux, Santiago Amigorena
Produktion: Caméras Continentales, La Sept-Arte, Vertigo
Produzent: Aïssa Djabri, Farid Lahouassa, Vertigo Productions


Vier Freunde treffen sich Jahre nach dem Abitur auf dem Flur einer Entbindungsstation wieder. Während sie auf die Geburt des Kindes ihres verstorbenen Freundes warten, kommen die Erinnerungen an die wilde Jugend ihrer Abschlussklasse hoch.

Bruno, Momo, Alain und Leon treffen sich ein paar Jahre nach Ende ihrer Schulzeit im Krankenhaus wieder. Sie sind gekommen, um Sophie, der Freundin ihres besten Freundes Tomasi, der eine Woche zuvor an einer Überdosis gestorben ist, bei der Geburt ihres Kindes beizustehen. Im Wartesaal der Frauenklinik rufen sie sich das Jahr 1975 am Gymnasium Montesquieu ins Gedächtnis: die erste Freundin, der erste Joint, die Freundschaft zu dem Aufseher Jean-Louis Rouvel, einem sympathischen Vertreter 68er, die letzten Schülervollversammlungen, die Demonstrationen und schließlich das Abitur, der Beginn des Studiums und das Ende des lockeren Lebens.
Gemeinsam versuchen sie, Tomasis Tod zu verstehen. Die Geburt seines Kindes vor Augen, erzählt jeder eine andere Version von der Geschichte ihrer Clique in diesem letzten, mythischen Schuljahr. Die einen sehen diese Zeit im Nachhinein als Ende der Revolte und der Illusionen, die anderen als Anfang einer Zeit der Studien und des Aufbaus.
Doch in einem Punkt sind sich alle einig: 1975 war ein Wendepunkt in ihrem Leben. Und sie erinnern sich auch an den Biologieunterricht, in dem seit der sechsten Klasse in schöner Regelmäßigkeit Sexualkunde behandelt wurde - und dazu gehörte auch die Vorführung eines Lehrfilms, der zeigte, wie ein Mann bei der Geburt seines Kindes in Tränen ausbricht. Zu Schulzeiten hatten sie sich immer darüber lustig gemacht ...

"Wilde Jugend" ist ein nostalgischer Film über das Ende der Jugend, über die Freundschaft, die mehr schlecht als recht die Zeit überdauert und schließlich nur noch besteht, weil man sich schon ewige Zeiten kennt. "Eigentlich sollte es ein trauriger Film werden, aber heute lachen alle, die ihn sich anschauen. Das ist traurig", meinte der Regisseur damals.

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What a Flash

Etwa 200 Personen sind für 72 Stunden in einem Filmstudio eingeschlossen...

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Dienstag, 12. August 2008 um 00.25 Uhr

Wiederholungen:
29.08.2008 um 03:00
01.09.2008 um 01:00
29.05.2009 um 00:50
05.06.2009 um 03:00
10.06.2009 um 03:00
What a Flash
(Frankreich, 1971, 86mn)
ARTE F
Regie: Jean-Michel Barjol
Kamera: Renan Pollès
Schnitt: Chantal Durand
Darsteller: Alain Bellaïche, Bernadette Lafont, Diane Kurys, Georges Bécot, Jean-Michel Boissier, Jérôme Bavoulène, Kavi Alexandre, Tonie Marshall
Produktion: Bqhl productions, Les Films Marquise
Produzent: Jacques Portet, Les Films Marquises

Original mit Untertitel Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Etwa 200 Personen sind für 72 Stunden in einem Filmstudio eingeschlossen. Dort sind sie fortwährend visuellen und akustischen Einflüssen ausgesetzt. Die Schauspieler, die sich selbst überlassen und rund um die Uhr von Mikrofonen und Kameras umgeben sind, organisieren in ihrem Delirium eine Party. Ein einzigartiges Happening.

Drei Tage und drei Nächte werden 200 Personen - Schauspieler, Sänger, Musiker, eine Rockgruppe, Maler, Bühnenbildner, Requisiteure, Akrobaten sowie Bild- und Tontechniker - in ein Filmstudio eingeschlossen. Jeder Teilnehmer darf eigenes "Zubehör" wie Kostüme, Schminke, Texte und Instrumente mitbringen. Dann liegt es an ihnen, ihren Begierden und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen ...
Manche der Darsteller scheinen überzeugt davon zu sein, sich in einer Raumkapsel zu befinden, die kurz davor ist, zerstört zu werden - ihnen bleiben nur wenige Stunden zu leben. Andere sind sich weiterhin bewusst, dass sie lediglich an einem Dreh teilnehmen. Alle enthüllen jedoch ihre "wahre Persönlichkeit". Am Ende wird diese außergewöhnliche Erfahrung die Teilnehmer verändert und bereichert haben.

Barjol ist 1970 der erste Filmemacher, der die Idee für ein derart gewagtes Projekt hat. Dennoch entspricht es dem Geist der Zeit, in der eines der Leitmotive ist, die Macht der Fantasie zu überlassen.
Die Drehvorbereitungen dauern mehr als fünf Wochen, da es viele technische Probleme zu lösen gilt. Das Studio wird in acht Bereiche unterteilt. Für jeden dieser Bereiche sind ein bis zwei Kamerateams zuständig, um zu jedem Zeitpunkt filmen zu können. Zudem wird nicht auf traditionelle Weise beleuchtet, was bedeutet hätte, die Dreharbeiten immer wieder unterbrechen zu müssen, um die Scheinwerfer umzustellen. Das ganze Studio wird mit Lichtorgeln ausgestattet. Die Teilnehmer können auf einer großen Leinwand mitverfolgen, was gefilmt wird und direkt darauf reagieren. Während der Dreharbeiten müssen außerdem Ärzte und Psychologen, die auf Gruppenphänomene spezialisiert sind, zugegen sein.
Was Barjol selbst betrifft, so hat seine Idee wenig mit der Strömung der Zeit zu tun, sondern er versucht eine Antwort auf die Frage "Wo ist das Kino?" zu finden. Eine Frage, die er bereits in "La peau dure" (1969) und in "Das Schwein" (1970) stellt. Findet man das Kino in der Fiktion oder im Leben? Geht es vom einen ins andere über? Genau dieses Fehlen von klaren Grenzen zwischen Film und Realität bereitet vielen Teilnehmern großes Unbehagen. Barjol schreibt: "Bei seinem Start wurde der Film als provokant, dämonisch, genial, miserabel, grausam, wahnsinnig und surrealistisch qualifiziert. Und dennoch ist es vor allem einfach ein Film über das Kino."
"What a flash" war 1972 bei den Filmfestspielen in Venedig zu sehen.

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XXXHolic, ein Sommernachtstraum

Watanuki ist ein Jugendlicher, der die Gabe besitzt, Geister zu sehen. Diese Gabe ist für ihn allerdings eher ein Fluch...

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"KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

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Dienstag, 12. August 2008 um 01.55 Uhr

Wiederholungen:
16.08.2008 um 03:50
17.08.2008 um 13:00
24.08.2008 um 01:45
09.06.2009 um 00:35
13.06.2009 um 05:00
23.06.2009 um 15:55
24.06.2009 um 05:00
XXXHolic, ein Sommernachtstraum
(Japan, 2005, 57mn)
ARTE F
Regie: Tsutomu Mizushima
Kamera: Hisashi Ezura
Musik: Tsuneyoshi Saito
Schnitt: Taeko Hamauzu
Animation: Kazuchika Kise
Autor: Junichi Fujisaku, Yoshiki Sakurai
Ausstattung: Takashi Watabe
Vertreiber: UMedia
Zeichner, Grafiker: Minoru Ueta
Ton: Kazuhiro Wakabayashi

16:9 (Breitbildformat)

Watanuki ist ein Jugendlicher, der die Gabe besitzt, Geister zu sehen. Diese Gabe ist für ihn allerdings eher ein Fluch, denn sie zieht alle möglichen Gestalten des Jenseits an. Eines Tages geht er an dem Geschäft von Yuko vorbei. Dort fällt ihm ein Schild mit der Aufschrift "Hier gehen Wünsche in Erfüllung" ins Auge. Watanuki betritt das Geschäft und äußert vor Yuko laut seinen größten Wunsch - ohne die Konsequenzen auch nur im Entferntesten zu erahnen ...

Auf den ersten Blick wirkt Watanuki wie ein normaler Jugendlicher, aber er kommt aus einer Familie, die die Gabe besitzt, Geister zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren. Seine Gabe ist für Watanuki aber mehr ein Fluch, denn alle anderen, die die Geister nicht sehen können, halten ihn für verrückt, wenn er anscheinend mit sich selbst redet oder in die Luft schlägt. Als er eines Tages an einem Geschäft vorbeikommt, fällt ihm ein Schild mit dem Hinweis "Hier gehen Wünsche in Erfüllung" ins Auge.
Ehe er weiß, wie ihm geschieht, steht er schon im Laden. Die Geschäftsführerin begrüßt ihn mit den Worten, dass sein Besuch unvermeidlich war und das Schicksal ihn zu ihr geführt hat. Naiv und arglos nennt Watanuki seinen Namen und sein Geburtsdatum. Sein Gegenüber stellt sich daraufhin als Yuko Ichihara vor, fügt aber sogleich hinzu, dass es sich um ein Pseudonym handelt. Seine wahre Identität zu nennen, heiße nämlich, seine Seele angreifbar zu machen.
Sie erfüllt Wünsche für eine faire Gegenleistung. Geschickt bringt sie Watanuki dazu, offen den Wunsch zu äußern, dass er seine lästige Gabe loswerden möchte. Kaum dass er dies gesagt hat, ist der Vertrag auch schon geschlossen und nicht mehr rückgängig zu machen. Nun sitzt Watanuki in der Falle und muss Yuko so lange dienen, bis er durch seine Arbeit genug Geld angespart hat, um für die Erfüllung seines Wunsches zu bezahlen. Im Haus von Yuko erlebt er die seltsamsten Abenteuer.

"XXXHolic, ein Sommernachtstraum" ist die filmische Adaptierung des gleichnamigen Mangas der Künstlergruppe CLAMP, die sich aus den vier Zeichnerinnen Ageha Okawa, Mokona, Satsuki Igarashi und Tsubaki Nekoi zusammensetzt. Regisseur Tsutomu Mizushima stand vor einer schwierigen Aufgabe, als es darum ging, die Zeichnungen in bewegte Bilder umzusetzen, weil der Manga sich in keine Kategorie einordnen lässt. Genau das war allerdings die Herausforderung, die ihn reizte. Besonders lange überlegte der 1965 geborene Filmemacher, wie er die Geister im Film darstellen sollte. Ziemlich schnell stand hingegen fest, dass er lieber handgemalte als computergenerierte Bilder verwenden wollte. Im ganzen Film gab es nur eine einzige Sequenz, die am Computer entstand. Tsutomu Mizushima blickt auf eine beachtliche Filmkarriere zurück - unter anderem zeichnet er für die "Crayon Shin-chan"-Trilogie verantwortlich. 2006 realisiert er im Anschluss an den Film auch noch die Fernsehserie von "XXXHolic".

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Die Ausgebufften

Zwei exzentrische Landstreicher ziehen zusammen mit einer von der Liebe enttäuschten Friseuse durch verlassene französische Feriendörfer, wo sie sich mit Gelegenheitseinbrüchen und Autodiebstählen durchschlagen...

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Dienstag, 12. August 2008 um 03.00 Uhr

Wiederholungen:
17.08.2008 um 00:40
Die Ausgebufften
(Frankreich, 1974, 113mn)
ARTE F / ARD
Regie: Bertrand Blier
Musik: Stéphane Grappelli
Schnitt: Kenout Peltier
Darsteller: Brigitte Fossey (Mutter), Gérard Depardieu (Jean Claude), Isabelle Huppert (Jacqueline), Jacques Chailleux (Jacques), Jacques Rispal (Frisör), Jeanne Moreau (Jeanne), Michel Peyrelon (Chirurg), Miou-Miou (Marie-Ange), Patrick Dewaere (Pierrot)
Autor: Bertrand Blier, Philippe Damarçay
Vertreiber: Le Petit Bureau
Produktion: C.A.P.A.C./Uranus, Société Nouvelle Prodis, Universal Pictures France

16:9 (Breitbildformat)

Zwei exzentrische Landstreicher ziehen zusammen mit einer von der Liebe enttäuschten Friseuse durch verlassene französische Feriendörfer, wo sie sich mit Gelegenheitseinbrüchen und Autodiebstählen durchschlagen. Auf der Suche nach erotischer Erfüllung freunden sich die vom Lebensüberdruss geplagten Gammler mit einer aus dem Gefängnis entlassenen älteren Frau an, worauf ihr Leben eine überraschende Wendung nimmt...

Jean-Claude und Pierrot ziehen ziellos umher und nehmen sich, was sie gerade brauchen. Als sie das Auto eines Friseurs stehlen wollen, werden sie vom Besitzer überrascht. Zusammen mit Marie-Ange, der lethargischen Freundin des Friseurs, gelingt ihnen die Flucht, wobei Pierrot angeschossen wird. Jean-Claude lässt seinen Freund von einem Chirurg verarzten und raubt ihn "zum Dank" hinterher aus. Die beiden trennen sich von Marie-Ange und nisten sich in einem verlassenen Ferienort häuslich ein, wo sie bald wieder von der Langeweile eingeholt werden.
Auf der Suche nach einem erotischen Abenteuer kehren sie zu Marie-Ange zurück. Zu ihrer großen Enttäuschung lässt die hübsche junge Frau den Geschlechtsakt vollkommen gleichgültig und gefühlskalt über sich ergehen. Da Jean-Claude und Pierrot in Geldnot sind, räumen sie die Kasse von Marie-Anges Chef aus und lassen es sich eine Weile gutgehen. Jean-Claude hat die glorreiche Idee, dass eine Frau, die gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, bestimmt größere Lust auf ein erotisches Abenteuer verspürt.
Unweit der Gefängnismauer sprechen sie Jeanne an, mit der sie in einem Luxushotel endlich das ersehnte Liebesglück erleben. Zu ihrer großen Bestürzung erschießt sich Jeanne daraufhin im Nebenzimmer. Betroffen kümmern Jean-Claude und Pierrot sich um Jeannes erwachsenen Sohn Jacques. Diesem gelingt es auch, Marie-Anges schlafende erotische Empfindungen zu erwecken. Als Jacques einen Gefängniswärter erschießt, werden Jean-Claude und Pierrot wegen Beihilfe zum Mord gesucht. Auf der Flucht wandelt sich ihr rüdes Verhältnis zu Marie-Ange langsam in eine zärtliche Beziehung. Als sie einem campierenden Ehepaar das Auto stehlen, schließt sich deren rebellische Tochter Jacqueline den drei Paradiesvögeln an...

"Die Ausgebufften" ist eine weithin unterschätzte erotische Komödie von Bertrand Blier ("Der Abendanzug"). Der mit Gérard Depardieu, Miou-Miou, Jeanne Moreau, Isabelle Huppert und Patrick Dewaere hochkarätig besetzte Film führt den Zeitgeist der "sexuellen Befreiung" ad absurdum und zeichnet ein groteskes Zerrbild der bürgerlichen Gesellschaft.

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Mittwoch
11:35
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Der Traum

Sally verbringt die Sommerferien mit ihrem blinden Vater und ihrer Tochter in einer malerischen Holzhütte am Ufer eines Flusses.

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Mittwoch, 13. August 2008 um 11.35 Uhr

Wiederholungen:
14.08.2008 um 04:35
03.12.2008 um 11:35
21.12.2008 um 11:35
26.12.2008 um 02:20
17.11.2009 um 04:35
20.11.2009 um 16:25
10.12.2009 um 16:30
14.12.2009 um 09:55
03.02.2010 um 02:20
Der Traum
(Belgien, 2006, 23mn)
ARTE
Regie: Philippe Reypens
Kamera: Remon Fromont
Schnitt: Jean Thomé
Darsteller: Catherine Aymerie (Sally), Christophe Vienne (Pierres Stimme), Gaston Bertin (Großvater), Vadim de Waart-Hottart (Vadim), Violette Gochel (Violette)
Autor: Loïc Porcher, Philippe Reypens
Produktion: King's Group
Produzent: Eric Deschamps, Philippe Reypens
Ton: Hugo Fernandez

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Sally verbringt die Sommerferien mit ihrem blinden Vater und ihrer Tochter in einer malerischen Holzhütte am Ufer eines Flusses. An einem sonnigen Morgen kommt sie vom Markt zurück und entdeckt, dass ihr Vater in ihrer Abwesenheit gestürzt ist. Noch aufgewühlt erhält sie einen Anruf, durch den sie von einer wenig schmeichelhaften Kritik ihrer neuen Fotoausstellung erfährt.
Doch ein unerwarteter und eigenartiger Besucher wendet das Blatt: Vadim, ein Freund ihrer Tochter Violette, erscheint der Künstlerin mit seinen engelsgleichen Zügen wie eine Offenbarung. Inspiriert durch diese kindliche Muse, verspürt Sally das Bedürfnis, erneut zur Fotokamera zu greifen.

Philippe Reypens, Jahrgang 1969, studiert Journalismus und Kommunikation und macht seinen Abschluss in französischer Literatur an der Freien Universität in Brüssel. Im Anschluss besucht er Kurse in Drehbuchschreiben und Filmanalyse, bei so namhaften Filmemachern wie etwa den Dardenne-Brüdern. 1996 gründet er seine eigene Produktionsfirma "King's Group" und realisiert die Dokufiktion "Das Gold der Engel" über die großen Musikschulen Europas. Es folgen der Dokumentarfilm "Rejoice" (2002) und der Kurzfilm "Un peu de fièvre" (2003). "Der Traum" ist sein bis dato letzter Film.

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Balzac und die kleine chinesische Schneiderin

Zwei chinesische Oberschüler werden während der Kulturrevolution aufs Land geschickt. Dort soll das einfache Leben den Einfluss ihrer bourgeoisen Familien zurückdrängen. In einem kleinen Bergdorf lernen die beiden die Enkelin eines Schneiders kennen. Gemeinsam mit der kleinen Schneiderin stoßen sie auf einen Koffer verbotener Bücher klassischer europäischer Autoren. Fortan verfallen alle drei dem Einfluss der Literatur und lernen, sich selbst ganz neu zu sehen.

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Mittwoch, 13. August 2008 um 14.55 Uhr

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Balzac und die kleine chinesische Schneiderin
(Frankreich, 2002, 105mn)
ZDF
Regie: Dai Sijie
Kamera: Jean-Marie Dreujou
Musik: Wang Pujian
Schnitt: Julia Gregory, Luc Barnier
Darsteller: Cong Zhijun (Der alte Schneider), Kun Chen (Luo Ming), Liu Ye (Ma Jianling), Wang Hongwei (Vier-Auge), Wang Shuangbao (Der Brigadier), Zhou Xun (Kleine Schneiderin)

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Zwei chinesische Oberschüler werden während der Kulturrevolution aufs Land geschickt. Dort soll das einfache Leben den Einfluss ihrer bourgeoisen Familien zurückdrängen. In einem kleinen Bergdorf lernen die beiden die Enkelin eines Schneiders kennen. Gemeinsam mit der kleinen Schneiderin stoßen sie auf einen Koffer verbotener Bücher klassischer europäischer Autoren. Fortan verfallen alle drei dem Einfluss der Literatur und lernen, sich selbst ganz neu zu sehen.

China, 1971: Maos Kulturrevolution hat einiges an Schärfe verloren, doch die Universitäten sind noch geschlossen. Nach Abschluss der Oberschule werden der 17-jährige Ma und der 18-jährige Luo wie viele andere junge Städter zur Umerziehung durch die revolutionären Bauern aufs Land geschickt. Die beiden Freunde verschlägt es in ein einsames Bergdorf. Dort unterstützen sie die Dorfbewohner bei der harten Feldarbeit und im dorfeigenen Kupferbergwerk.

Der Dorfvorsteher beauftragt die beiden wortgewandten Städter, auch für die Unterhaltung der Dorfbewohner zu sorgen. So sehen sie sich in der Kreisstadt einen nordkoreanischen Film an, um ihn anschließend den Dörflern zu erzählen. Dank Luos Erzähltalent wird diese erzählte Filmvorführung ein großer Erfolg.

Eines Tages lernen die zwei die entzückende Enkelin des Schneiders aus dem Nachbardorf kennen und verlieben sich in das Mädchen. Luo entdeckt, dass er mit erzählten Geschichten eine Chance bei der begehrten kleinen Schneiderin hat. Aber woher immer neue Geschichten nehmen? Die Enkelin des Schneiders erzählt den jungen Männern, dass der ebenfalls verbannte "Vier-Auge" einen ganzen Koffer verbotener europäischer Literatur mitgebracht hat. Als Vier-Auge in seine Heimatstadt zurückkehren darf, beschließen die drei, den Bücherkoffer zu stehlen. Von nun an schwelgen die drei Freunde in den Geschichten klassischer europäischer Autoren.

Aus "Ursula Mirouet", einem schmalen Band von Balzac, erfahren die beiden jungen Männer zum ersten Mal etwas über die Liebe. Luo gelingt es, mit dem Roman endgültig das Herz der kleinen Schneiderin zu gewinnen. Doch ihr gemeinsames Glück währt nicht lange. Als Luos Vater erkrankt, darf Luo für drei Monate in die Stadt zurückkehren. Schweren Herzens verlässt er seine Geliebte und seinen Freund. Kurz nach der Abreise Luos entdeckt die kleine Schneiderin, dass sie von ihm schwanger ist, und bittet Ma, ihr zu helfen. Als Luo nach drei Monaten zurückkommt, hat sich vieles verändert...

Autor und Filmemacher Dai Sijie wurde 1954 in der Provinz Fujian in China geboren. Als er zwölf Jahre alt war wurden seine Eltern, beide Ärzte, als Volksfeinde verhaftet. Dai Sijie war, mit Hilfe seiner Nachbarn, auf sich allein gestellt. Von 1971 bis 1974 wurde er im Zuge des Programms zur kulturellen "Umerziehung" - wie die Protagonisten seines Romans und seines Films - in ein entlegenes Bergdorf in der Provinz Sichuan verschickt. Nach Maos Tod studierte Dai Sijie Kunstgeschichte. Im Rahmen eines Stipendiums emigrierte er 1984 nach Paris.

Bisher hat sich Dai Sijie vor allem als Filmemacher in Frankreich einen Namen gemacht. ("China, ma douleur" 1989, "Le mangeur de lune" 1994, "Tang le onzième" 1998). In seinem ersten langen Spielfilm "China ma douleur" erzählt er die authentische und autobiografische Geschichte eines 13-jährigen Jungen während der Kulturrevolution und der anschließenden Umerziehung. Für diesen ungeschönt zeitkritischen Film erhält Dai Sijie den Jean-Vigo-Preis. "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" ist Dai Sijies erster Roman. Er wurde in Französisch geschrieben, erschien im Herbst 2000 in Frankreich und war dort mit 250.000 verkauften Exemplaren ein großer Erfolg. In Deutschland erschien der Roman im Herbst 2001 und hat sich fast 300.000 Mal verkauft.

Die Darstellerin Zhuo Xun, geboren 1976, gilt als Stern am Himmel des chinesischen Films. Einem westlichen Publikum ist sie bekannt durch ihre Rollen in "The Emperor and the Assassin" (1999) von Chen Kaige, "Beijing Bicycle" (2000) von Wang Xiaoshuai und "Suzhou River" von Lou Le, mit dem sie 2000 den Preis als beste Schauspielerin des Filmfestes von Paris gewann. In China machte sie vor allem die TV-Serie "Storms and Tempests" populär.

Chen Kun, Jahrgang 1976, hatte das Glück, direkt nach Abschluss der Filmhochschule von Beijing, für die Hauptrolle des Films "National Anthem" gecastet zu werden, der in China ein großer Erfolg war. "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" war erst sein zweiter langer Spielfilm. In den Jahren 2004 und 2007 wurde er beim Beijing Student Film Festival mit dem Students Choice Award ausgezeichnet.

Liu Ye, geboren 1978, gelang es mit Spielfilmen wie "Lan Yu" (2000) von Stanley Kwan, der im offiziellen Wettbewerb "Un Certain Regard" in Cannes 2000 zu sehen war, und Huo Janquis über China hinaus bekannter Film "Postmen in the Mountains" (1999) einen sensiblen und introvertierten Stil im chinesischen Schauspiel zu etablieren. In "Purple Butterfly" (2003) von Lou Ye ist er neben Zhang Ziyi zu sehen. Für "Mei ren cao" wurde Ye Liu 2004 mit dem Golden Rooster ausgezeichnet, einem der wichtigsten chinesischen Filmpreise.

Internationale Pressestimmen sagen: "Eine mit Ironie auf die politischen Verhältnisse gespickte poetische Liebesgeschichte [...] komisch und bewegend zugleich [...] eine Hymne an die Kraft der Kunst und der Poesie.", so Programmkino.de und "La Libération" schreibt: "Ein chinesischer 'Jules und Jim'." Das "Figaro Magazin" fährt fort: "'Balzac und die kleine chinesische Schneiderin' verkörpert die Möglichkeit des Kinos einen Dialog der Kulturen zu eröffnen ohne einen anderen Diskurs als den von Sinneseindrücken und Gefühlen." "Paris Match" schreibt: "Keine chinesische Mauer, wo auch immer sie sei auf der Welt, keine Diktatur, kann Wissensdurst und Freiheitssinn aufhalten. Das ist die wichtige Botschaft, die uns 'Balzac und die kleine chinesische Schneiderin' perfekt passend zuschneidert.", während "The Guardian" ergänzt: "Romantisch, satirisch und von unnachahmlicher Leichtigkeit [...] nach einem Roman, den man überall auf der Welt lesen kann außer in China." Und zum Abschluss die "Toronto Sun": "Ein Film über Liebe, Jugend und Mut, vor allem aber über die verändernde Kraft der Literatur [...] Ein wunderbarer, leichter Film, über dem bittersüß das Thema verlorener Jugend schwebt."

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Das schlafwandelnde Land

Mitten im mosambikanischen Bürgerkrieg irrt der kleine Muidinga durch das verwüstete Land, um seine Eltern zu finden.

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Mittwoch, 13. August 2008 um 22.45 Uhr

Wiederholungen:
19.08.2008 um 14:55
Das schlafwandelnde Land
(Portugal, Mosambik, 2002, 95mn)
ZDF
Regie: Teresa Prata
Kamera: Dominique Gentil
Musik: Alex Goretzki
Schnitt: Jacques Witta, Paulo Rebelo
Darsteller: Aladino Jasse (Tuahir), Ernesto Lemos Macuacua (Siqueleto), Helio Fumo (Kindzu), Ilda Gondzales (Farida), Laura Soveral (Dona Virginia), Nick Lauro Teresa (Muidinga)
Autor: Teresa Prata nach dem Roman "Das schlafwandelnde Land" und der Erzählung "A meni
Produktion: Animatografo 2 (Portugal), Ebano Multimedia (Mosambik), Filmes de Fundo
Produzent: António da Cunha Telles, Pandora Films, Pandora da Cunha Telles

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Mitten im mosambikanischen Bürgerkrieg irrt der kleine Muidinga durch das verwüstete Land, um seine Eltern zu finden. "Onkel" Tuahir, ein alter Mann, der sich seiner angenommen hat, begleitet ihn. Trotz des alltäglichen Überlebenskampfes ist Muidinga voller Hoffnung und Optimismus. Er ist überzeugt, dass seine Mutter am Leben ist und er sie finden wird ... Einen weiteren Film, der in Mosambik spielt, zeigt ARTE am morgigen Donnerstag, den 14. August mit "Es war einmal in Afrika" um 23.45 Uhr.

Mosambik Anfang der 90er Jahre. Das Land ist vom Bürgerkrieg verwüstet. Muidinga, ein kleiner, zerbrechlich aussehender Junge, ist auf der Suche nach seinen Eltern. Begleitet wird er von Tuahir, einem Greis, der für den elternlosen Jungen die Rolle des Beschützers übernommen hat und ihn mehr als einmal vor Landminen, Fallen oder herumziehenden Banden rettet. Am Wegesrand stoßen die beiden auf einen ausgebrannten Bus, den marodierenden Soldaten überfallen und dessen Insassen sie ausgeraubt und getötet haben. Tuhair und Mudinga suchen in dem Wrack Schutz vor der brennenden Sonne und schlagen in ihm schließlich für einige Zeit ihr Lager auf. In den Habseligkeiten eines Toten findet Mudinga ein Tagebuch. Er liest dem Alten, der selbst des Lesens und Schreibens unkundig ist, daraus vor.
Die Aufzeichnungen erzählen die Geschichte von Kindzu, einem jungen Mann, dessen Familie im Krieg brutal und sinnlos ermordet wurde. Kindzu flieht in einem Boot aufs Meer hinaus, wo er auf einem verlassenen Handelsschiff auf die Flüchtlingsfrau Farida trifft, die dort auf die Rückkehr ihres verschollenen Sohnes wartet. Er verliebt sich in Farida, möchte mit ihr in ein Land fernab von Krieg und Blutvergießen fliehen, aber sie weigert sich, das Schiff zu verlassen, bevor sie wieder mit ihrem Sohn vereint ist. Kindzu bietet ihr schließlich an, nach ihm zu suchen.
Während Muidinga Kindzus Geschichte liest, gelangt er mehr und mehr zu der Überzeugung, dass er selbst Faridas verlorener Sohn ist. Gegen Tuahirs Rat will er aufbrechen, um seine Mutter zu finden ...

Drehbuch nach dem Roman "Das schlafwandelnde Land" und der Erzählung "A menina de futuro torcido"
Mit den Stilmitteln des magischen Realismus erzählt die junge portugiesische Regisseurin Teresa Prata in ihrem ersten Spielfilm "Das schlafwandelnde Land" von der Suche eines Jungen nach seiner Mutter, seiner Identität und nach Frieden in einem durch Krieg und unbeschreibliches Leid traumatisierten Land. Zusammen mit einem alten Mann irrt der kleine Muidinga wie viele andere Flüchtlinge quer durch das verwüstete Mosambik. Dabei hat die Straße, der sie folgen, ihren eigentlichen Sinn verloren, weil sie nirgendwo mehr hinführt. Sie wird zur Metapher für die Ziellosigkeit aller Menschen in allen Kriegen. Aber sie erhält auch eine neue Bedeutung: Sie wird zum Transportweg der Träume von einem besseren Leben.
"Das schlafwandelnde Land" basiert auf dem gleichnamigen Roman des mosambikanischen Schriftstellers Mia Couto - eigentlich António Emílio Leite Couto - sowie seiner Erzählung "A menina de futuro torcido". Teresa Pratas bildgewaltiges Regiedebüt wurde kürzlich beim Internationalen Filmfestival in Kerala mit dem FIPRESCI-Preis und beim Pune Film Festival mit dem Regiepreis ausgezeichnet.

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KurzSchluss - Das Magazin

Das Magazin zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen.

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"KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

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Mittwoch, 13. August 2008 um 00.20 Uhr

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(75mn)
ZDF


ARTE hat als einziger Fernsehsender ein eigenes Kurzfilm-Magazin. "KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

(1): Zoom - Simon Ellis
16 Kurzfilme in zehn Jahren - Simon Ellis liebt die kurze Form. Ob Musikvideos, Fotografie oder Filme, der Absolvent der Nottingham-Trent-Universität möchte knapp und präzise sein. "Meiner Meinung nach sind die meisten Kurzfilme zu lang" sagt er und scheut sich fast, mit seinem Film "Soft" die magische Zehn-Minuten-Marke zu durchbrechen. Im Anschluss an die Ausstrahlung seines Films gibt der vielfache Festivalpreisträger Auskunft über seine Absichten und die Hintergründe von "Soft".

(2): Begegnungen - Mexikanische Kurzfilmdebüts
Ramón Orozco Stoltenberg und Karla Castañeda sind zwei junge Filmemacher, die in Mexiko leben und arbeiten. Der eine ist studierter Fotograf und Kameramann, die andere hatte bisher mit Film "nichts am Hut", aber Stop-Motion-Spezialistin ist sie trotzdem. Beide sind - jeder für sich - bei nationalen und internationalen Filmfesten sehr erfolgreich. In Mexiko hat "KurzSchluss - Das Magazin" nachgeforscht, unter welchen Bedingungen sie arbeiten, wer ihnen hilft und wann ihre Filme in Europa zu sehen sein werden.

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Soft

"Soft" ist ein beklemmender Film über jugendliche Gewalttäter und den Umgang mit diesem Problem.

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Mittwoch, 13. August 2008 um 00.20 Uhr

Wiederholungen:
17.08.2008 um 02:35
18.12.2011 um 04:25
21.12.2011 um 03:25
Soft
(Grossbritannien, 2006, 14mn)
ZDF
Regie: Simon Ellis
Kamera: Chris Ross
Musik: Tom Bailey
Schnitt: Simon Ellis
Darsteller: Jonny Phillips (Iain), Matthew O'Shea (Scott), Michael Socha (Schläger)
Autor: Simon Ellis
Produktion: Network Ireland Television
Produzent: Jane Hooks
Ton: Susan Pennington

Original mit Untertitel Stereo 16:9 (Breitbildformat)

"Soft" ist ein beklemmender Film über jugendliche Gewalttäter und den Umgang mit diesem Problem. Und ein Film über eine Vater-Sohn-Beziehung, die von einem Tag zum anderen auf den Kopf gestellt wird.

Ein Teenager aus einer Mittelstandsfamilie wird zum Opfer einer gewalttätigen Gang. Mit sichtbaren Wunden im Gesicht wartet er zu Hause auf Trost und Unterstützung von seinem Vater. Der kommt gestresst aus dem Büro und ist genervt, weil der Sohn wieder einmal die letzte Milch getrunken hat, ohne neue zu besorgen.
Er macht sich auf den Weg zum Lebensmittelhändler, vor dessen Türen die jugendlichen Schläger auf neue Opfer warten. Der Spießer mit der Milch kommt ihnen gerade recht. Sie verfolgen ihn unter Beleidigungen und Schlägen bis nach Hause. Anstatt sich zur Wehr zu setzten, appelliert der Vater zu Hause an seinen Sohn, sich nicht provozieren zu lassen. Der Sohn ist fassungslos. Die Situation eskaliert.

Der in Coventry geborene Filmemacher Simon Ellis bezeichnet sich selbst scherzhaft als einen "im Körper eines Filmemachers gefangenen Musiker". Nach dem Studium arbeitet er zunächst als Fotograf und Kameramann für verschiedene Lokalsender. Die Wende zum Filmemachen kommt erst, nachdem sein zweiter Kurzfilm "Thicker than Water" einen Preis gewinnt. Es folgen so unterschiedliche Filme wie "The Fiver Thing" (2000), "Telling Lies" (2001), "10 Again" (2002) und "What About the Bodies" (2003). "Soft" wird vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ersten Preis im Nationalen Wettbewerb beim Internationalen Kurzfilmfestival in Bristol und dem ersten Preis im Internationalen Wettbewerb bei Toronto's Worldwide Film Festival, beide 2007.

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Instructions for a Light and Sound Machine

Der 17-minütige Kurzfilm "Instructions for a Light and Sound Machine" ist ein schwarz-weißer Albtraum...

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Mittwoch, 13. August 2008 um 00.40 Uhr

Wiederholungen:
19.08.2008 um 16:30
Instructions for a Light and Sound Machine
(Österreich, 2005, 16mn)
WDR
Regie: Peter Tscherkassky

Stereo

Der 17-minütige Kurzfilm "Instructions for a Light and Sound Machine" ist ein schwarz-weißer Albtraum des renommierten Filmkünstlers Peter Tscherkassky. Im Film findet sich ein Westernheld plötzlich im Schattenreich der Filmtoten wieder. Dieser "Versuch, einen römischen Western in eine griechische Tragödie zu transformieren" ist eine ebenso eindrucksvolle und rasante wie für den Betrachter anstrengende Beschäftigung mit dem Medium Film, die sicher ihre Fans in der Avantgarde-Szene finden wird.

Der 17-minütige Kurzfilm "Instructions For A Light And Sound Machine" des 1958 in Wien geborenen renommierten Filmkünstlers Peter Tscherkassky ist ein schwarz-weißer Albtraum, bei dem sich ein Westernheld plötzlich im Schattenreich der Filmtoten wieder findet. Dieser "Versuch, einen römischen Western in eine griechische Tragödie zu transformieren" ist eine ebenso eindrucksvolle wie avantgardistische Filmarbeit.

Seit über zehn Jahren fertigt der 1958 in Wien geborene Peter Tscherkassky seine Filme ohne Kamera oder andere optische Geräte an. Stattdessen bearbeitet er in der Dunkelkammer jedes einzelne Bild des Filmstreifens mit einer aufwendigen Belichtungstechnik von Hand. Als Ausgangsmaterial dient ihm hierbei gefundenes Filmmaterial, das so genannte "Found Footage", das in den meisten Fällen Hollywood-Produktionen entstammt. Aus diesen Bildvorlagen kopiert Tscherkassky - Frame für Frame - Details und Fragmente: isolierte Raumansichten, einzelne Darsteller, Körperteile, Objekte im Raum. Diese Bruchstücke fügt er entlang einer detaillierten Dramaturgie zu gänzlich neuen Erzählungen zusammen. Seine Weltpremiere erlebt "Instructions for a Light and Sound Machine" 2005 beim Filmfestival von Cannes in der Reihe "Quinzaine des réalisateurs".

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Donnerstag
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Abschlussklasse

Vier Freunde treffen sich Jahre nach dem Abitur auf dem Flur einer Entbindungsstation wieder. Während sie auf die Geburt des Kindes ihres verstorbenen Freundes warten, kommen die Erinnerungen an die wilde Jugend ihrer Abschlussklasse hoch.

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Donnerstag, 14. August 2008 um 14.55 Uhr

Wiederholungen:
03.09.2008 um 14:55
08.09.2008 um 14:55
Abschlussklasse
(Frankreich, 1993, 101mn)
ARTE F
Regie: Cedric Klapisch
Kamera: Dominique Colin
Musik: François Waledisch
Schnitt: Francine Sandberg
Darsteller: Elodie Bouchez (Sophie), Hélène Medigue (Biologielehrerin), Hélène de Fougerolles (Christine), Julie Anne Rauth (Marie), Julien Lambroschini (Bruno), Nicolas Koretsky (Momo), Romain Duris (Tomasi), Vincent Elbaz (Alain)
Autor: Alexis Galmot, Cédric Klapisch, Daniel Thieux, Santiago Amigorena
Produktion: Caméras Continentales, La Sept-Arte, Vertigo
Produzent: Aïssa Djabri, Farid Lahouassa, Vertigo Productions


Vier Freunde treffen sich Jahre nach dem Abitur auf dem Flur einer Entbindungsstation wieder. Während sie auf die Geburt des Kindes ihres verstorbenen Freundes warten, kommen die Erinnerungen an die wilde Jugend ihrer Abschlussklasse hoch.

Bruno, Momo, Alain und Leon treffen sich ein paar Jahre nach Ende ihrer Schulzeit im Krankenhaus wieder. Sie sind gekommen, um Sophie, der Freundin ihres besten Freundes Tomasi, der eine Woche zuvor an einer Überdosis gestorben ist, bei der Geburt ihres Kindes beizustehen. Im Wartesaal der Frauenklinik rufen sie sich das Jahr 1975 am Gymnasium Montesquieu ins Gedächtnis: die erste Freundin, der erste Joint, die Freundschaft zu dem Aufseher Jean-Louis Rouvel, einem sympathischen Vertreter 68er, die letzten Schülervollversammlungen, die Demonstrationen und schließlich das Abitur, der Beginn des Studiums und das Ende des lockeren Lebens.
Gemeinsam versuchen sie, Tomasis Tod zu verstehen. Die Geburt seines Kindes vor Augen, erzählt jeder eine andere Version von der Geschichte ihrer Clique in diesem letzten, mythischen Schuljahr. Die einen sehen diese Zeit im Nachhinein als Ende der Revolte und der Illusionen, die anderen als Anfang einer Zeit der Studien und des Aufbaus.
Doch in einem Punkt sind sich alle einig: 1975 war ein Wendepunkt in ihrem Leben. Und sie erinnern sich auch an den Biologieunterricht, in dem seit der sechsten Klasse in schöner Regelmäßigkeit Sexualkunde behandelt wurde - und dazu gehörte auch die Vorführung eines Lehrfilms, der zeigte, wie ein Mann bei der Geburt seines Kindes in Tränen ausbricht. Zu Schulzeiten hatten sie sich immer darüber lustig gemacht ...

"Wilde Jugend" ist ein nostalgischer Film über das Ende der Jugend, über die Freundschaft, die mehr schlecht als recht die Zeit überdauert und schließlich nur noch besteht, weil man sich schon ewige Zeiten kennt. "Eigentlich sollte es ein trauriger Film werden, aber heute lachen alle, die ihn sich anschauen. Das ist traurig", meinte der Regisseur damals.

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Sackratten

Um endlich wieder einen vernünftigen Job zu bekommen, muss Harry den Kampf gegen bösartige Parasiten auf sich nehmen...

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Donnerstag, 14. August 2008 um 16.35 Uhr

Wiederholungen:
13.08.2011 um 04:35
18.08.2011 um 05:00
Sackratten
(Deutschland, 2006, 12mn)
WDR
Regie: Aleksandar Jovanovic
Kamera: David Schultz
Musik: Arne Augustin, Björn Wiese, Nils Tegen
Schnitt: Andreas Radtke
Darsteller: Aleksandar Jovanovic (John), Claudia Michelsen (Casterin), Matthias Klimsa (Jim), Nadja Petri (Sekretärin), Nick Rom (Jack), Peggy Lukac (Ärztin), Stephan Grossmann (Harry)
Autor: Aleksandar Jovanovic
Kostüme: Majie Pötschke
Herstellungsleitung: Andreas Westphal
Maske: Anne Reinhold
Ton: Jens Maier-Rothe, Philipp Schäfer

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Um endlich wieder einen vernünftigen Job zu bekommen, muss der arbeitslose Schauspieler Harry den Kampf gegen bösartige Parasiten auf sich nehmen. Aber die lassen sich leider nicht so leicht wieder loswerden, wie Harry gehofft hatte...

Nach jahrelanger Schufterei als Tellerwäscher und zahlreichen Erniedrigungen als Geburtstagsclown für arrogante Gören bekommt Harry, ein arbeitsloser Schauspieler, die Chance auf einen Werbevertrag mit einem führenden Getränkehersteller. Lang ist es her, dass er zu einem Casting eingeladen wurde, und noch nie zuvor ging es um 25.000 Euro. Grund genug, vor lauter Aufregung nicht einschlafen zu können. Und so macht sich Harry in dieser regnerischen Nacht auf den Weg zu einer Prostituierten, in der Hoffnung, dass sie ihn in den ersehnten Schlaf "reitet". Gesagt, getan. In der Nacht tauchen allerdings neue Probleme auf: irgendwas juckt und brennt zwischen seinen Beinen. Pedikulodis Pubis. Zu Deutsch: Sackratten. John, Jack und Jim sind drei kleine Punker-Parasiten auf der Suche nach Futter und ein bisschen Radau. Sie saugen ihm das Blut aus und setzen ihm die Sackhaare in Flammen.
Doch von Parasiten lässt sich Harry seine beruflichen Chancen nicht ruinieren. Und so erweisen sich die Sackratten zuletzt als Retter, die ihn zu schauspielerischen Hochleistungen treiben und ihm so helfen, den Job seines Lebens zu bekommen.

Aleksandar Jovanovic ist 1971 in Rottweil geboren. Inspiriert durch die Technicolor-Farben der Science-Fiction-Klassiker der 60er Jahre, die er kiloweise konsumierte, während der Schauspieler in ihm auf Rollenangebote wartete, möchte der Regisseur die Zuschauer mit "Sackratten" in die nostalgisch-melancholische Welt von Harry entführen. In eine Welt voller Wunder, Abenteuer und bösartiger Monster, die Harry besiegen muss, um seinen Traum zu verwirklichen.

23:40
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Es war einmal in Afrika

Mosambik, 1970. Evita ist gerade aus Lissabon in der afrikanischen Kolonie eingetroffen, um den Mathematikstudenten Luis zu heiraten.

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Donnerstag, 14. August 2008 um 23.40 Uhr

Wiederholungen:
28.08.2008 um 14:55
Es war einmal in Afrika
(Portugal, 2004, 114mn)
ZDF
Regie: Margarida Cardoso
Kamera: Lisa Hagstrand
Musik: Bernardo Sassetti
Schnitt: Pedro Marques
Darsteller: Adriano Luz (Jamie Forza Leal), Beatriz Batarda (Evita), Filipe Duarte (Luis), Luís Sarmento (Alvaro), Monica Calle (Helena)
Autor: Cedric Basso, Margarida Cardoso
Produktion: Filmes do Tejo, Les Films d'Après-midi, ZDF/ARTE
Produzent: Alexander Bohr, João Ribeiro, Maria João Mayer

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Mosambik, 1970. Evita ist gerade aus Lissabon in der afrikanischen Kolonie eingetroffen, um den Mathematikstudenten Luis zu heiraten. Doch schon nach kürzester Zeit holt der blutige Kolonialkrieg das junge Paar ein. Luis, der seinen Militärdienst ableistet, wird zu einem Kampfeinsatz abkommandiert und Evita bleibt allein zurück. Ihre einzige Verbündete ist Helen, die vom Krieg zermürbte Frau des Kommandeurs. Sie enthüllt Evita eine erschreckende Seite ihres frisch angetrauten Gatten. Evitas Einsamkeit treibt sie schließlich in die Arme des Journalisten Alvaro und schon bald werden politische Zusammenhänge klarer ...

Vor der Kulisse des Indischen Ozeans feiern Evita und Luis eine romantische Hochzeit. Erstmals mit den seit Mitte der 60er Jahre andauernden blutigen Kolonialkriegen direkt konfrontiert, erfährt Evita die Instabilität und Gewalttätigkeit dieser historischen Umbruchsituation. Langsam wird ihr aber auch die Verwandlung ihres Mannes in einen traurigen und faschistischen Büttel des Kommandeurs Forza Leal bewusst.
Als die Männer zu einem Kampfeinsatz in den Norden der Kolonie beordert werden, wendet sich Evita in ihrer Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit an Helena, Forza Leals Frau, um nach Erklärungen für die negative Veränderung ihres Mannes Luis zu suchen. In Helena findet sie eine gebrochene Frau, die sich wie eine Gefangene in ihr Strandhaus zurückgezogen hat, des Krieges überdrüssig und voller Furcht und Hass gegenüber ihrem Mann. Helena zeigt Evita eine Reihe von Fotos, die eine völlig andere Seite ihrer beider Männer offenbart: Auf den Bildern erkennt man Forza Leal und Luis beim Foltern schwarzer Gefangener.
In ihrer Verzweiflung sucht die junge Portugiesin Trost bei Alvaro, den sie in einer Bar kennengelernt hat. Durch ihre Begegnung mit dem in Mosambik geborenen Journalisten, der mit verschlüsselten Texten in seiner Zeitungskolumne gegen die Kolonialherrschaft kämpft, erkennt Evita plötzlich die politischen Zusammenhänge. Der Wahnsinn des Kolonialkrieges wird ihr mehr und mehr bewusst.
Zwar verbreitet eine eiligst einberufene Pressekonferenz die Nachricht vom Sieg über die Aufständischen im Norden, in Wirklichkeit ist die Militäroperation jedoch ein absoluter Fehlschlag. Die Truppen kehren in desolatem Zustand in die Hauptstadt Mosambiks zurück, unter ihnen ist auch Luis. Doch drei Tage später wird sein Leichnam an den Strand gespült.

Der Film basiert auf dem 1988 erschienen Roman "A Costa dos Murmúrios" - auf Deutsch: "Die Küste des Raunens"-, in dem Lídia Jorge mehr als zehn Jahre nach dem Ende der portugiesischen Kolonialherrschaft in Angola und Mosambik ein Stück eigene Biografie verarbeitet und sich gleichzeitig an ein internationales Tabuthema herantastet. Die Schilderung des Kolonialkrieges in Afrika aus der Perspektive der jungen Frau eines kriegsbegeisterten Offiziers, dessen Verwandlung in eine Bestie sie miterlebt, handelt vor allem von den Wunden, die der Krieg in Körper und Psyche hinterlässt. "Mit der 'Küste des Raunens' ist Lídia Jorge einer der bedeutendsten Beiträge der portugiesischen Gegenwartsliteratur gelungen", urteilt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (6.11.1993).
Die 1963 in Tomar geborene Regisseurin Margarida Cardoso gilt als eines der explosivsten Talente des portugiesischen Kinos. In den vergangenen Jahren hat sie fünf Filme, zwei Kurz- und drei Dokumentarfilme realisiert, für die sie mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Mit ihrem Spielfilmdebüt "Es war einmal in Afrika" präsentiert sich Margarida Cardoso als eine Regisseurin von ungeheurer Visualität. Neben ihren filmgestalterischen Fähigkeiten scheint sie auch aufgrund ihrer Biografie geradezu prädestiniert dafür, Lídia Jorges komplexen Roman für die Leinwand zu adaptieren. Während des Kolonialkrieges lebte sie als Kind in Lourenco Marques, dem heutigen Maputo, im selben Gebäude wie Lídia Jorge. Die Atmosphäre, die deren Roman "A Costa dos Murmúrios" atmet, ist ihr daher seit ihrer Kindheit vertraut.
Die Hauptdarstellerin Beatriz Batarda bekam 2005 einen Golden Globe für ihre Rolle in "Es war einmal in Afrika".

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Palindrome

Seit sie denken kann, hat die zwölfjährige Aviva nur eines im Sinn: Sie will Mutter werden...

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Donnerstag, 14. August 2008 um 03.00 Uhr

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Palindrome
(Usa, 2004, 94mn)
ARD
Regie: Todd Solondz
Kamera: Tom Richmond
Musik: Nathan Larson
Schnitt: Kevin Messman, Mollie Goldstein
Darsteller: Angela Pietropinto (Mrs. Wiener), Bill Buel (Mr. Wiener), Debra Monk (Mama Sunshine), Ellen Barkin (Joyce Victor), Emani Sledge ('Dawn' Aviva), Hannah Freiman ('Henry' Aviva), Jennifer Jason Leigh ('Mark' Aviva ), Matthew Faber (Mark Wiener), Rachel Corr ('Henrietta' Aviva), Richard Masur (Steve Victor), Sharon Wilkins (Mama Sunshine Aviva), Shayna Levine ('Bob' Aviva), Stephen Adly Guirgis (Joe/Earl/Bob), Stephen Singer (Dr. Fleischer), Valerie Shusterov ('Judah' Aviva), Will Denton ('Huckleberry' Aviva)
Autor: Todd Solondz
Produktion: Extra Large Pictures
Produzent: Derrick Tseng, Mike S. Ryan, Timothy Bird

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Seit sie denken kann, hat die zwölfjährige Aviva nur eines im Sinn: Sie will Mutter werden und setzt alles daran, sich diesen Wunsch baldmöglichst zu erfüllen. Als sie tatsächlich schwanger wird, zwingen ihre Eltern sie dazu, das Kind abtreiben zu lassen. Nach dem Eingriff läuft Aviva von zu Hause weg und begibt sich auf eine ziellose Reise. Sie hofft, dass sie wieder schwanger wird, ganz egal wo und von wem. Schließlich landet sie bei christlichen Fundamentalisten, die gottergeben leben und gegen das Unrecht der Abtreibung ankämpfen, auch mit Gewalt. Als Aviva so in das Attentat auf jenen Gynäkologen verwickelt wird, bei dem sie abtreiben musste, bahnt sich die Katastrophe an...

Die zwölfjährige Aviva will unbedingt ein Kind bekommen, damit sie, so ihr naiver Glaube, immer jemanden hat, der sie liebt. Als sie von ihrem kaum älteren Cousin Judah schwanger wird, zwingt ihre Mutter sie zur Abtreibung. Um sich ihren Kinderwunsch doch noch zu erfüllen, reißt Aviva von zu Hause aus. Auf ihrer Odyssee gerät sie an den pädophilen Lastwagenfahrer Joe und landet schließlich in Mama Sunshines christlich-fundamentalistischer Familie auf dem Land. Im Kreis der familiären Gemeinde, die ein Dutzend behinderter und kranker Kinder adoptiert hat, lebt Aviva scheinbar in einem kleinen Paradies. Sie leistet jeden Morgen den Fahneneid, nimmt an den Proben der Gospelband "Jesus Freaks" teil - und verliebt sich. Doch den fanatischen Gegnern des Schwangerschaftsabbruchs kommen Gerüchte über Avivas unmoralischen Lebenswandel zu Ohren. Außerdem planen sie den Mord an einem bekannten Abtreibungsarzt. Damit schließen sich die Kreise: Mit dem Attentat wird jener pädophile Lastwagenfahrer beauftragt, in den Aviva noch immer verliebt ist. Und das Opfer, Doktor Fleisher, ist kein anderer als jener Gynäkologe, bei dem Aviva abtreiben musste...
"Palindrome" ist eine überzeugende Mischung aus Drama und Satire und zugleich ein verblüffendes Kinoexperiment: Die Besetzung der Hauptfigur mit acht verschiedenen Darstellerinnen unterbindet jeden Identifikationsprozess mit der verführerischen Lolita.

Independent-Regisseur Todd Solondz ("Willkommen im Tollhaus", "Storytelling"), ein ausgewiesener Ethnograph der Abgründe des amerikanischen Alltags, hat mit seinem ebenso verstörenden wie faszinierenden Film erneut eine Kontroverse ausgelöst. "Palindrome" ist eine schillernde Mischung aus Satire und Drama, die einen extremen thematischen Bogen spannt, der die Kinderliebe christlich-militanter Abtreibungsgegner provokant mit der "Kinderliebe" pädophiler Männer ineinander spiegelt. Diese Spiegelung symbolisiert bereits der Titel: Palindrome sind Sätze und Wörter, die - wie "Aviva" - vor- und rückwärts gelesen denselben Sinn ergeben. Aviva steht so symbolhaft für einen Charakter, dessen Kern immer gleich bleibt, egal, was geschieht. Um eine Identifikation des Zuschauers mit dieser Lolitafigur zu unterbinden, lässt Solondz sie von acht verschiedenen Schauspielern verkörpern: Sie ist abwechselnd schwarz, weiß, dick, rothaarig, mal wird sie von einem kleinen Jungen und am Ende von der 40-jährigen Jennifer Jason Leigh ("Short Cuts") gespielt. Doch sie bleibt das verletzliche Mädchen auf der Suche nach Liebe, das von beklemmend unreif erscheinenden Erwachsenen auf die eine oder andere Weise ausgebeutet wird. In der Rolle ihrer verständnislosen Mutter brilliert Hollywoodstar Ellen Barkin ("Sea of Love - Melodie des Todes").

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04:35
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Der Traum

Sally verbringt die Sommerferien mit ihrem blinden Vater und ihrer Tochter in einer malerischen Holzhütte am Ufer eines Flusses.

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Donnerstag, 14. August 2008 um 04.35 Uhr

Wiederholungen:
03.12.2008 um 11:35
21.12.2008 um 11:35
26.12.2008 um 02:20
17.11.2009 um 04:35
20.11.2009 um 16:25
10.12.2009 um 16:30
14.12.2009 um 09:55
03.02.2010 um 02:20
Der Traum
(Belgien, 2006, 23mn)
ARTE
Regie: Philippe Reypens
Kamera: Remon Fromont
Schnitt: Jean Thomé
Darsteller: Catherine Aymerie (Sally), Christophe Vienne (Pierres Stimme), Gaston Bertin (Großvater), Vadim de Waart-Hottart (Vadim), Violette Gochel (Violette)
Autor: Loïc Porcher, Philippe Reypens
Produktion: King's Group
Produzent: Eric Deschamps, Philippe Reypens
Ton: Hugo Fernandez

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Sally verbringt die Sommerferien mit ihrem blinden Vater und ihrer Tochter in einer malerischen Holzhütte am Ufer eines Flusses. An einem sonnigen Morgen kommt sie vom Markt zurück und entdeckt, dass ihr Vater in ihrer Abwesenheit gestürzt ist. Noch aufgewühlt erhält sie einen Anruf, durch den sie von einer wenig schmeichelhaften Kritik ihrer neuen Fotoausstellung erfährt.
Doch ein unerwarteter und eigenartiger Besucher wendet das Blatt: Vadim, ein Freund ihrer Tochter Violette, erscheint der Künstlerin mit seinen engelsgleichen Zügen wie eine Offenbarung. Inspiriert durch diese kindliche Muse, verspürt Sally das Bedürfnis, erneut zur Fotokamera zu greifen.

Philippe Reypens, Jahrgang 1969, studiert Journalismus und Kommunikation und macht seinen Abschluss in französischer Literatur an der Freien Universität in Brüssel. Im Anschluss besucht er Kurse in Drehbuchschreiben und Filmanalyse, bei so namhaften Filmemachern wie etwa den Dardenne-Brüdern. 1996 gründet er seine eigene Produktionsfirma "King's Group" und realisiert die Dokufiktion "Das Gold der Engel" über die großen Musikschulen Europas. Es folgen der Dokumentarfilm "Rejoice" (2002) und der Kurzfilm "Un peu de fièvre" (2003). "Der Traum" ist sein bis dato letzter Film.

Freitag
09:55
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Ein Hauch von Zen

Ku Sheng-Chai, Privatgelehrter und Maler, lebt in einem beschaulichen kleinen chinesischen Dorf zur Zeit der Ming-Dynastie. Als dort plötzlich drei Fremde auftauchen, unter ihnen die schöne Yang, und kurz darauf ein weiterer Fremder sich nach ihnen erkundigt, ist Kus Neugier geweckt. Und schon befindet er sich mitten in einer politischen Intrige zwischen Generälen und Geheimdienst. Und dann ist dann ja auch noch seine Liebe zu Yang... ARTE zeigt diesen Spielfilm innerhalb des Themenschwerpunkts "China".

DETAILS

Freitag, 15. August 2008 um 09.55 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Ein Hauch von Zen
(Taiwan, 1969, 171mn)
ZDF
Regie: King Hu
Kamera: Hui-Ying Hua, Yeh-Hsing Chou
Musik: Tai-Chiang Wu, Tai-Kwong Ng
Schnitt: King Hu
Darsteller: Chiao Hung Roy (Der goldene Abt), Chun Shih (Der Gelehrte Ku Sheng-Chai), Feng Hsu (Das Mädchen Yang Hui-Chen), Peng Tien (Geheimdienstoffizier Ou-Yang), Ping-Yu Chang (Die Mutter von Ku), Ying Pai (General Shih Wen-chiao), Ying-Chieh Han (Sein Gegenspieler)
Autor: Hu nach einem Buch von P'u Sung-ling
Produktion: International Film Company, Lian Bang, Union Film Company
Produzent: Film sans frontières, Jung-Feng Sha, Union Film Company, Yang Shiqing

16:9 (Breitbildformat)

Ku Sheng-Chai, Privatgelehrter und Maler, lebt in einem beschaulichen kleinen chinesischen Dorf zur Zeit der Ming-Dynastie. Als dort plötzlich drei Fremde auftauchen, unter ihnen die schöne Yang, und kurz darauf ein weiterer Fremder sich nach ihnen erkundigt, ist Kus Neugier geweckt. Und schon befindet er sich mitten in einer politischen Intrige zwischen Generälen und Geheimdienst. Und dann ist dann ja auch noch seine Liebe zu Yang... ARTE zeigt diesen Spielfilm innerhalb des Themenschwerpunkts "China".

China zur Zeit der Ming-Dynastie. In dem Dorf, in dem der junge und friedvolle Gelehrte und Maler Ku Sheng-Chai lebt, tauchen drei Fremde auf: der blinde Wahrsager Shih, Kräuterarzt Lu und das schöne Mädchen Yang Hui-Chen. Sie lässt sich in einem großen, verlassenen Fort nieder, von dem es heißt, dort würden die Geister getöteter Soldaten spuken.

Ku verliebt sich in das Mädchen Yang, die Tochter eines hohen Staatsbeamten, der von dem kaiserlichen Eunuchen Wei und dessen Geheimdienst "Östliche Gruppe" zu Tode gefoltert wurde. Shih und Lu sind ehemalige kaiserliche Generale. Alle drei sind vor dem Geheimdienst auf der Flucht, zu der ihnen der buddhistische Mönch Hui Yuan verholfen hat. Doch schon haben ihre Gegner die drei entdeckt. Ku plant, die gesamten Truppen von Wei zu töten, indem er sie mit "Spukgestalten" in das Fort lockt. In dem anschließenden, strategisch listenreich geführten Kampf wird General Lu getötet, wohingegen General Shih mit dem Mädchen Yang in die Berge zu dem Mönch entkommen kann. Ku folgt ihnen, kehrt aber später mit dem Kind, das Yang ihm geboren hat, allein zurück. Er wird von einem Bauern denunziert. In einem erneuten Kampf gegen die Geheimpolizei kommen ihm seine Freunde zu Hilfe. Doch der Gegenspieler, General Hsu Hsien-Chun, erweist sich als großer Kämpfer, dem nur der Mönch Hui dank seiner geistigen Kräfte überlegen ist. Durch einen hinterhältigen Trick gelingt es schließlich dem General, den Mönch zu erstechen. Doch im selben Moment berührt ihn der Mönch mit der offenen Hand. Ihr enströmt eine übernatürliche Kraft, die den General sterbend forttaumeln lässt. Während goldener Staub aus seiner Wunde blutet, verharrt der Mönch in der Lotusposition. Er erreicht das Nirwana, seine rechte Hand weist zum westlichen Paradies.

Drehbuch nach einer Erzählung von P'u Sung-ling

Der überwältigende Erfolg seines Martial-Arts-Films "Die Herberge zum Drachentor" ("Dragon Gate Inn") hatte es King Hu 1967 ermöglicht, sich seinem ambitionierten Projekt "A Touch of Zen" zuzuwenden, an dem er über zwei Jahre arbeitete: ein dreistündiges episches Werk, das sich nicht mit der technischen Seite der Martial Arts zufrieden gibt, sondern deren philosophische und mystische Möglichkeiten erforscht. King Hu verarbeitet in diesem Film verschiedene Elemente. Da ist zunächst die nur vier Seiten starke Gespenstergeschichte "Hsia Nu" aus der Novellensammlung "Seltsame Geschichten aus dem Liau-Studierzimmer" des chinesischen Schriftstellers P'u Sung-ling (1640 bis 1715), auf die King Hu seinen Film aufbaut. Dann gibt es, wie schon in "Dragon Gate Inn", den Kampf gegen den allmächtigen Geheimdienst.

Ferner sind da die prächtigen und mitreißenden Kampfszenen - das einzige, das diesen Film noch mit dem Genre verbindet. Han Ying-Chieh, ein Absolvent der Pekingoper, der hier den General Hsu Hsien-Chun spielt, hat sie einstudiert. Und schließlich sind dort jener Hauch von Zen, den bereits der Filmtitel ankündigt, und die überwiegend aus dem Buddhismus und Taoismus stammende Symbolwelt, die jeder Aktion einen doppelten Sinn verleiht: einen "rationalen" und einen philosophisch-spekulativen.

"Ein Hauch von Zen" wurde eine sehr teure Filmproduktion - nicht zuletzt wegen King Hus akribischer Arbeitsweise: Fast neun Monate brauchte er zum Aufbau des verlassenen und zerstörten Forts, und auf die berühmte Kampfszene im Bambuswald, die im Film knapp zehn Minuten dauert, verwendete er 258 Drehtage.

Bei den Filmfestspielen in Cannes 1975 erhielt diese Fassung den Großen Preis der Technischen Kommission.

Am 8. August beginnen in China die Olympischen Sommerspiele 2008 und bereits seit Wochen steht das Land im Mittelpunkt des Interesses der Öffentlichkeit. Auch ARTE blickt nach China und reflektiert die rasanten, sozialen, kulturellen und politischen Entwicklungen der Weltmacht im Aufbruch. Die einzelnen Sendungen des Programmschwerpunkts im Überblick:

(1): "China - Schattenseiten des sozialen Umbruchs", Themenabend, am Donnerstag, den 17. Juli ab 22.25 Uhr

(2): "Lang Lang in China", Musik, am Montag, den 21. Juli um 22.25 Uhr

(3): "Ödipus in China", Kulturdokumentation, am Freitag, den 25. Juli um 23.25 Uhr

(4): "Der Tiger auf dem Sprung - China im Wandel", Themenabend, am Sonntag, den 27. Juli ab 20.40 Uhr

(5): "Nacht in China", Dokumentarfilm, am Sonntag, den 27. Juli um 00.10 Uhr, Erstausstrahlung

(6): "Fe(6): "Fengjie, vor der Flut", Dokumentarfilm, am Freitag, den 1. August um 9.55 Uhr, Erstausstrahlung

(7): "Die Zukunft ist jetzt!", vierteilige Kunstdokumentation, ab Sonntag, den 3. August bis Sonntag, den 24. August jeweils um 20.15 Uhr, Erstausstrahlung

(8): "Chinas wilder Westen" (1/2 + 2/2), am Montag, den 4. August und Dienstag, den 5. August jeweils um 19.00 Uhr

(9): "Ein Hauch von Zen", Spielfilm von King Hu, am Montag, den 4. August um 21.00 Uhr

(10): "Die himmlischen Reisterrassen von China", Dokumentation, am Mittwoch, den 6. August um 19.00 Uhr

(11): "Nanking 1937 - Tagebuch eines Massakers, Die Geschichte des Hamburgers John Rabe", Dokumentation, am Mittwoch, den 6. August um 22.25 Uhr

(12): "360° - Geo Reportage - Kung-Fu: Chinas neue Kämpferinnen", Dokumentation, am Donnerstag, den 7. August 19.00 Uhr

(13): "China - Der schnelle Weg nach oben", Themenabend, am Donnerstag, den 7. August ab 22.25 Uhr

(14): "Der Klimaschock und seine Folgen - Sandsturm über China", Dokumentation, am Freitag, den 8. August um 19.00 Uhr

(15): "Dalai Lama - Ein Herz für alle Menschen", Dokumentarfilm am Sonntag, den 10. August um 18.15 Uhr, Erstausstrahlung

(16): "Schuberts Forellenquintett mit Lang Lang", Musik, am Sonntag, den 10. August um 19.00 Uhr

(17): "Bird's Nest - Herzog & de Meuron in China", Dokumentarfilm am Montag, den 11. August um 00.10 Uhr, Erstausstrahlung

(18): "Zhao & Yang. Die Unbeirrbaren.", Dokumentarfilm, am Montag, den 18. August um 23.20 Uhr, Erstausstrahlung

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14:55
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Die Verlobung des Monsieur Hire

Auf Monsieur Hire lastet die Einsamkeit. Der Schneider hat keine Freunde, ist nicht gesellig und den Nachbarn verhasst...

DETAILS

Freitag, 15. August 2008 um 14.55 Uhr

Wiederholungen:
20.08.2008 um 14:55
25.08.2008 um 14:55
30.09.2012 um 20:15
17.10.2012 um 02:10
Die Verlobung des Monsieur Hire
(Frankreich, 1989, 76mn)
ARTE F
Regie: Patrice Leconte
Drehbuch: Patrice Leconte, Patrick Dewolf
Kamera: Denis Lenoir
Musik: Michael Nyman
Schnitt: Joëlle Hache
Darsteller: Michel Blanc (Monsieur Hire), Sandrine Bonnaire (Alice), Luc Thuillier (Emile), André Wilms (Polizeiinspektor)
Autor: Georges Simenon
Produktion: Cinéa, France 3 Cinéma, Europe 1, Hachette Première
Produzent: Philippe Carcassonne, René Cleitman

16:9 (Breitbildformat)

Auf Monsieur Hire lastet die Einsamkeit. Der Schneider hat keine Freunde, ist nicht gesellig und den Nachbarn verhasst. Patrice Lecontes spannender Film mit Sandrine Bonnaire und Michel Blanc basiert auf dem Kriminalroman "Die Verlobung des Monsieur Hire" von Georges Simenon.

Bei der Aufklärung des Mordes an einem jungen Mädchen führt die Spur schon bald zu Monsieur Hire, dem seltsamen Schneider, der den Nachbarn ein Dorn im Auge ist. Er könnte der mysteriöse Unbekannte im schwarzen Mantel sein, der am Tatabend gesehen wurde.
In der Dunkelheit beobachtet Monsieur Hire abends das Fenster gegenüber, wo Alice sich entkleidet oder Emile, ihren Liebhaber, empfängt. Als diese merkt, dass der Nachbar sie ausspioniert, reagiert sie nicht etwa mit Wut, sondern versucht im Gegenteil Monsieur Hire kennenzulernen. Zunächst weist dieser sie brutal ab, doch schon bald knüpfen sich seltsame Bande zwischen den beiden. Schließlich gesteht er Alice, dass er den Mörder, der niemand anderes als Alices Geliebter Emile ist, gesehen hat. Allerdings kann er diesen nicht anzeigen, ohne Alice zu kompromittieren. Er bittet sie deshalb, mit ihm nach Lausanne zu gehen, wohl wissend, dass sie seine Gefühle nicht erwidert. Doch vergeblich wartet er am Bahnhof auf Alice. Als er zu seiner Wohnung zurückkehrt, wartet dort die Polizei auf ihn. Man hat die Leiche des Mädchens bei ihm gefunden ...

"Ein trister Film über ein erstarrtes Leben, undurchsichtige Gefühle und trügerische Hoffnungen, der geschickt die Sympathie der Zuschauer lenkt", so urteilt das Lexikon des Internationalen Films. Der Film basiert auf dem Roman von Georges Simenon "Die Verlobung des Monsieur Hire". Simenon, der geistige Vater des berühmten Kommissars Maigret, schrieb über 400 Bücher, von denen sich weltweit mehr als sechs Millionen Exemplare verkauft haben und die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden.
Patrice Leconte beginnt seine Karriere als Regisseur 1975 mit einer Comic-Verfilmung; der Durchbruch gelingt ihm dann mit "Monsieur Hire". Für seinen Film "Ridicule" wird er 1997 für einen Oscar nominiert. Zu seinem Werk zählen ebenfalls die bekannten "Les Bronzés"-Filme, bei denen er nicht nur Regie führte, sondern auch am Drehbuch mitarbeitete.
Patrice Leconte wurde 1989 als bester Regisseur für eine Goldene Palme in Cannes nominiert, 1990 erhielt "Monsieur Hire" einen César für die beste Filmmusik.

03:00
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Emmanuelle

Emmanuelle ist eine hübsche junge Frau - geschmeidig und zierlich, ihr Gesicht engelsgleich.

DETAILS

Freitag, 15. August 2008 um 03.00 Uhr

Wiederholungen:
18.08.2008 um 01:00
27.08.2008 um 03:00
Emmanuelle
(Frankreich, 1974, 90mn)
ARTE F
Regie: Just Jaeckin
Kamera: Richard Suzuki
Musik: Pierre Bachelet
Schnitt: Claudine Bouché
Darsteller: Alain Cuny (Mario), Christine Boisson (Marie-Ange), Daniel Sarky (Jean ), Jeanne Colletine (Ariane), Marika Green (Bee), Sylvia Kristel (Emmanuelle)
Autor: Emmanuelle Arsan, Jean-Louis Richard
Vertreiber: Studiocanal
Produktion: Orphée Productions, Trinacra Films
Produzent: Yves Rousset-Rouard

16:9 (Breitbildformat)

Emmanuelle ist eine hübsche junge Frau - geschmeidig und zierlich, ihr Gesicht engelsgleich. Sie folgt ihrem Ehemann, Ingenieur in der Botschaft in Bangkok, nach Thailand. Bereits im Flugzeug, das sie in Orly besteigt, bekommt sie einen ersten Vorgeschmack auf die erotischen Freuden, die sie in Asien erwarten - gleich zweimal betrügt sie ihren Ehemann während des Fluges. In der Hauptstadt der Sinne angekommen, entdeckt Emmanuelle mit Marios Hilfe und der Billigung ihres Mannes schon bald die unendliche Freiheit der physischen Liebe für sich...

Emmanuelle ist eine unkonventionelle junge Frau, die nicht viel von "Sitte und Anstand" hält. Dennoch verläuft die Ehe mit ihrem Mann, einem Ingenieur, der für die französische Botschaft arbeitet, zunächst in geregelten Bahnen.
Als sie ihrem Mann Jean nach Bangkok folgt, entdeckt Emmanuelle eine für sie komplett neue Welt - exotisch, frivol und pervertiert zugleich. Sie fühlt sich eingeschlossen in ihrem Luxusleben in dieser überbevölkerten und brodelnden Stadt, das sie wirkungsvoller isoliert, als es hohe Mauern eines Harems vermöchten. Die anderen europäischen Frauen, die sie kennenlernt, verbringen ihre Freizeit damit, Nichtstun wie Kunst zu kultivieren und andere Männer zu verführen. Emmanuelles Mann hat eine sehr liberale Auffassung von Ehe - er betrachtet seine Frau nicht als sein Eigentum oder seine ganz private Schönheit, sondern lässt ihr Raum genug für die unterschiedlichsten sexuellen Erlebnisse mit fremden Männern und Frauen. Und auch er vergnügt sich bei diversen Seitensprüngen.
Die Archeologin Bee gibt Emmanuelle die Möglichkeit, ihrem goldenen Käfig zu entfliehen. Als Emmanuelle sie zu einer Ausgrabungsstätte begleitet, erfährt sie erstmals, dass Liebe mehr als nur die Suche nach körperlicher Lust sein kann. Ihr Mann versucht, sie in die Arme Marios zu treiben, dem angeblichen Experten für Erotik, für den die Ehe nicht das Ziel sondern eine Fessel ist, die man immer wieder abstreifen muss. Emmanuelle findet jedoch Entfaltung und Erfüllung in einer Welt der verbotenen Lust in den Armen zweier Frauen...

Der Film "Emmanuelle" basiert auf dem Roman von Emmanuelle Arsan, einem Klassiker erotischer Literatur. Weitere Romane für eine ganze Emmanuelle-Serie folgen und haben großen Erfolg, obwohl sie auf Grund von Zensurvorschriften nicht beworben werden dürfen.

Zu unserem entsprechenden Online-Dossier