
"Mit der Erinnerung an den 50. Jahrestag von John F. Kennedys historischer Ansprache während der Kubakrise erinnerte Bob Schieffer, der Moderator der dritten und letzten TV-Debatte im US-Wahlkampf, eingangs daran, dass US-Präsidenten unerwartet mit existentiellen Herausforderungen konfrontiert werden können. Die beiden Kontrahenten versuchten denn auch ihre eigenen Fähigkeiten für den Job des Obersten Befehlshabers herauszustellen und jene des Gegners kleinzureden. Dabei wurde aber deutlich, dass sowohl Amtsinhaber Obama als auch Herausforderer Romney die außenpolitische Debatte vielmehr nutzten, um auf die inneren, sozialen und wirtschaftlichen, Grundlagen zu sprechen zu kommen, die für diese Wahl ausschlaggebend sein werden." >

"Im dritten Fernsehduell des Präsidentschaftswahlkampfs 2012, zum Thema Außenpolitik, ging es für Barack Obama und Mitt Romney vor allem darum, Führungsqualitäten zu beweisen.
Obama zeigte sich recht offensiv, verteidigte seine Bilanz entschieden, widersprach seinem Gegner auch und warf ihm vor, er habe seine Meinung mehrmals gewechselt, etwa in der Frage des Abzugs aus dem Irak.
Romney blieb gelassen und attackierte nur selten - so kam er zum Beispiel nicht mehr auf den Anschlag gegen die US-Botschaft in Bengasi zurück. Er wollte vor allem staatsmännisches Format demonstrieren und positionierte sich einmal mehr als gemäßigter Republikaner.
Auffällig war, dass sich die beiden Kandidaten bei vielen Themen sehr nahe standen. Das hängt damit zusammen, dass Mitt Romney zunehmend in die politische Mitte gerückt ist, wo offenbar die meisten unschlüssigen Wähler zu finden sind. Obama ließ sich diesmal, im Gegensatz zur ersten Debatte, von dieser Strategie Romneys nicht mehr überraschen."






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