Schriftgröße: + -
Home > Film > Kino auf ARTE > Kino auf Arte > Das Meer in mir

Kino auf ARTE - 16/04/12

Das Meer in mir

(Mar Adentro)
Spielfilm, Spanien, Italien, Frankreich, 2004, ARD, 121 Min.
Regie: Alejandro Amenábar, Drehbuch: Alejandro Amenábar, Mateo Gil, Kamera: Javier Aguirresarobe, Musik: Alejandro Amenábar, Schnitt: Alejandro Amenábar, Produktion: Sogepaq, Sogecine, Himenóptero, UGC Images, Eyescreen, Produzent: Fernando Bovaira, Alejandro Amenábar
Mit: Javier Bardem (Ramón Sampedro), Clara Segura (Gené), Celso Bugallo (José), Joan Dalmau (Joaquín), Alberto Jiménez (Germán), Tamar Novas (Javi), Lola Dueñas (Rosa), Francesc Garrido (Marc), Belén Rueda (Julia), José María Pou (Pater Francisco), Mabel Rivera (Manuela)


Der Atlantik und die galizische Küste liegen täglich vor Ramóns Augen. Dennoch kann er sich nicht mehr daran erfreuen: Seit er vor vielen Jahren einen Badeunfall erlitten hat, ist er vom Hals abwärts vollständig gelähmt. Abhängig von der Pflege seines Bruders José und dessen Frau, empfindet Ramón seinen Körper als echtes Gefängnis und kämpft für sein Recht auf den Tod.



Ramón Sampedro träumt sich ins Meer, spielt mit Wellen und bestaunt die Farben - wann immer ihn die Fantasie losziehen lässt. Denn das Meer hat ihm sein Leben geschenkt. Aber es hat es ihm auch wieder genommen. Vor 27 Jahren hatte er einen Unfall, als er von einer Klippe sprang - seither ist er querschnittsgelähmt. Nur den Kopf, die Augen, den Mund kann er bewegen. Der Rest seines Körpers ist für ihn tot. Seit 27 Jahren will Ramón, dass auch sein Kopf sterben kann. Er fühlt sich zum Leben verdammt. Für seinen Freitod braucht er Hilfe - und die versagen ihm Staat und Kirche. Auch die Familie, vor allem aber sein Bruder José, ist dagegen. Ramón bekommt Unterstützung von einer Organisation, die sich für die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe einsetzt. Die Fabrikarbeiterin Rosa, die sich mit Ramón anfreundet, kann seinen Wunsch nach Erlösung zuerst kaum nachvollziehen. Im Laufe der Zeit lernt sie ihn jedoch verstehen und lieben und hilft ihm dabei, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

"Das Meer in mir" behandelt den authentischen Fall des galizischen Seemanns Ramón Sampedro (1943-1998), der als Querschnittgelähmter jahrelang vor Gericht die aktive Sterbehilfe zu erstreiten suchte. Der Film des spanischen Regisseurs Alejandro Amenábar ("The Others", "Abre los ojos - Open Your Eyes") schildert die unterschiedlichen Positionen und Emotionen, die der Wunsch nach Sterbehilfe auslöste: Sie werden am Beispiel des Protagonisten beleuchtet und der Figuren aus seinem unmittelbaren sozialen Umfeld und derer, denen er im Prozessverlauf begegnet. Als Beitrag zu einer Debatte, die in vielen Ländern derzeit geführt wird, ist der künstlerisch herausragende Film eine Basis für differenzierte Auseinandersetzungen. "Das Meer in mir" wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. In Venedig gewann der Film 2004 den Silbernen Löwen in den Kategorien: "Großer Preis der Jury" und "Bester Darsteller" (Javier Bardem). Im selben Jahr erhielt er den Europäischen Filmpreis in der Kategorie "Bester Regisseur" (Amenábar) und "Bester Schauspieler" (Javier Bardem). 2005 gewann er dann bei den Academy Awards den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" und auch bei den 62. Golden Globes konnte er in der Kategorie "Bester nichtenglischsprachiger Film" triumphieren.

Das Meer in mir
Donnerstag 26. April 2012 um 01.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Spanien, Italien, Frankreich, 2004, 121mn)
ARD

Erstellt: 16-04-12
Letzte Änderung: 16-04-12