
Mit diesem multilateralen Anti-Piraterie-Abkommen sollen internationale Standards etabliert werden, um Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen zu bekämpfen. Offiziell soll ACTA nicht nur Dokumente und Produkte im Internet schützen, wie Musik oder Filme, sondern auch Fälschungen im weiteren Sinne, wie Medikamente beispielsweise. Beteiligt an den Verhandlungen für das Abkommen waren die Europäische Union, die USA, Japan, Kanada, Neuseeland, Australien, Singapur, Südkorea, Marokko, Jordanien, Mexiko, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz.

Das internationale Anti-Piraterie-Abkommen ACTA, dessen Ziel unter anderem der bessere Schutz von Urheberrechten im Internet ist, hat Menschen auf der ganzen Welt zu Protesten auf die Straße getrieben. In über 40 Ländern und 400 Städten protestierten sie für ein unabhängiges Internet. Arte Journal hat einen der Anonymous-Aktivisten getroffen. Er nennt sich Prag, ist um die zwanzig Jahre alt.
In einem ersten Interview erklärt er uns, was ein Anonymous-Aktivist genau ist und welche Philosophie ihn antreibt.
In den letzten Monaten war es vor allem ACTA, das im Visier von Anonymous stand. In diesem zweiten Auszug kommt Prag auf die Befürchtungen und Risiken zu sprechen, die dieses internationale Abkommen auslöst. Risiken nicht nur für das Internet, sondern auch für Generika beispielsweise.
Für Anonymous ist ACTA eine Gefahr für ein freies Internet mit freier Meinungsäußerung. Prag erklärt uns, warum.
Neben dem Aufruf zu Demonstrationen kämpft Anonymous mit Hackerangriffen für seine Ziele. Das Lahmlegen von Websites ist für die Netzaktivisten ein Mittel im Kampf gegen die Macht der Lobbyisten. Für Prag ist das ganz selbstverständlich.







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