01/10/02
Lev Manovich - Soft Cinema
Lev Manovich - Soft Cinema
Future Cinema - ZKM
http://www.zkm.de/futurecinema/
Regie: Robert Lößl, Wissenschtliche Betreuung: Oliver Grau
Modem - Kabel
In zwei beleuchteten Video-Kuben präsentiert Lev Manovich, seine Videoinstallation
"Soft Cinema". Die ca 9 quadratmeter großen Würfel sind begehbar und laden den Besucher mit Sitzgelegenheiten zum verweilen ein. Einmal Platz genommen, findet sich der Besucher als Zuschauer in einer Art miniaturisiertem Kino wieder. An der dem Besucher gegenüberliegenden Wand des "Kinos" befindet sich ein Plasma-Display - die Leinwand, auf der Soft Cinema zu sehen ist.
Soft Cinema funktioniert wie ein
Bildgenerator, der in eine Datenbank abgelegtes Videomaterial algorithmisch editiert, Videosequenzen, die vor allem zwischen 1999 und 2002 mit der Handycam von Manovich selbst gedreht worden sind, an Orten wie Berlin, Moskau, Sao Paulo und Tokio. Bestimmten Keywörtern ordnet das Programm (LINGO) die Videofiles aus der Datenbank zu, die dann wiederum über ein graphisches Interface präsentiert werden, eine Komposition, welche die typische Aufsplittung des Bildschirms von Finanzsendungen assoziieren läßt.
Soft Cinema versucht ein scheinbar spontaner, ein maschinell zufällig komponierter Ausdruck unserer
subjektiven Erfahrungen in der global angelegten interkulturellen Informationsgesellschaft zu sein. Manovich spricht in diesem Zusammenhang von Datensubjektivität, die es mit immer neu zu entwickelnden Strategien der Neuen Medien zu visualisieren gilt. Soft Cinema ist eine neue Form der Erzählung - die Erzählung einer Videodatenbank.
Offizielle Website:
http://www.manovich.net/cinema_future/toc.htm
Erstellt: 22-04-04
Letzte Änderung: 01-10-02