Die Arbeiter konnten sich dort vom harten Alltag erholen. Und wenn die Lebensmittel knapp wurden, ernteten sie die Gemüsegärten ihrer Datscha. Unter der Woche lebten die Sowjets in Plattenbauten und zwischen Mai und Oktober fuhren sie an den Wochenenden in ihre Datscha. Auch weil sie schlicht nicht verreisen konnten, verbrachten Generationen von Kindern ihre Schulferien in diesen Häusern gemeinsam mit ihren Großeltern.
Auch heute gehört die Datscha zum russischen Leben. Die Neureichen bauen auf den Grundstücken Paläste, die sie „Cottage“ nennen. Die Veränderung, die Russland in den letzten 20 Jahren durchgemacht hat, zeigt sich auch in der Veränderung dieser Wochenendhäuser. Zu Sowjetzeiten dienten sie als Zuflucht vor dem kollektiven Leben, heute flüchten die Russen vor verpesteten Mega-Städten.
Unser Reporter Vladimir Vasak hat seine Dreharbeiten vor einem Jahr begonnen, um die Atmosphäre in den Datschen zu allen Jahreszeiten einzufangen. Zum ersten Mal traf er die Datschkinis in der ländlichen Umgebung von Moskau Ende des Sommers 2009, dann im Januar 2010 mitten im Winter.
Im letzten Mai zu Frühlingsbeginn hat er mit ihnen den Anfang der Datscha-Saison gefeiert. Eine Reportage voller Geschichten rund um das Leben in der Datscha...






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