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Das große Gruseln

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Das große Gruseln

Filmreihe "Das grosse Schaudern" - 07/03/11

Über den Thriller

Mit dem Begriff "Thriller" bezeichnet man in Literatur, Film und Fernsehen ein Genre, in dem  Spannung und Aufregung die wichtigsten Elemente sind. Der Thriller bezieht seine Spannung vor allem aus dem Zurückhalten entscheidender Informationen, zum einen vor Personen in der Handlung, zum anderen vor dem Publikum. Aufregung erzeugen immer wieder auch Kämpfe und Verfolgungsjagden. Es geht um Verbrechen, Überfälle, Entführungen, um Habgier, Rache und Besessenheit. Meistens wird die Handlung durch die Tat eines Bösewichtes in Gang gesetzt, der dem Helden Hindernisse in den Weg legt, die dieser nach und nach zu überwinden hat.
 
Unter den Regisseuren gilt Alfred Hitchcock als einer der Meister im "Thriller-Metier". Viele Fans von Hitchcock sind deshalb so fasziniert von seinen Filmen, weil die Protagonisten meistens ganz gewöhnliche Bürger sind. Dadurch können sich viele Menschen in diesen Figuren wieder finden und einen besonderen Nervenkitzel empfinden, wenn gerade diese Personen aus Zufall in kriminelle Geschehnisse oder Machenschaften verwickelt werden. Die Zuschauer erkennen bei diesen Filmen, wie leicht sie womöglich selbst in die geschilderten Situationen geraten könnten. Eine beunruhigende Vorstellung, die aber gerade deshalb für viele äußerst interessant und unterhaltsam ist.

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Thriller sorgen also für Nervenkitzel, halten den Zuschauer am Rand des Kinosessels - oder der Wohnzimmercouch, wenn die Handlung einem Höhepunkt entgegengeht, einer der Handlungsträger in eine lebensbedrohliche Situation gerät, gar in eine Falle, aus der es kein Entkommen zu geben scheint.
 
Beim Thriller steht im Vergleich zum Krimi statt des Rätsels um den gesuchten Täter die Gefährdung des Helden im Mittelpunkt. Der Ermittler wird zum Ziel des Täters. Während der Detektiv in der klassischen Kriminalgeschichte eine eher unantastbare Person ist, muss der Held im Thriller um sein Leben fürchten und nicht selten handgreiflich um dessen Erhalt ringen. Zugleich muss er die finsteren Pläne des Widersachers durchkreuzen. Der Thriller wird dementsprechend weit mehr von Action- und Horror-Elementen geprägt als die klassische Kriminalhandlung. Auch sind die Dimensionen des Verbrechens bedeutend größer als im üblichen "Whodunit"-Krimi: Im Thriller geht es um Serienmorde, um Massenmord und Terrorismus, um Politintrigen und Regierungsstürze. Gewalt und Brutalität können in gesteigerter Form auftreten, sadistische Züge haben, gar "Gore"-Elemente aufweisen. Und ein glücklicher Ausgang ist niemals garantiert.
 
Zum Thriller existieren zahlreiche Varianten. Als ein bedeutendes Subgenre gilt der Psycho-Thriller. Polit-Thriller, auch in der Art von Paranoia-Thrillern, sind vor allem seit den 1960er und 1970er Jahren äußerst populär. Es gibt des Weiteren Spionage-Thriller, Polizei-Thriller, Militär-Thriller, Abenteuer-Thriller, Science-Fiction-Thriller, juristische Thriller, religiöse Thriller, romantische Thriller, historische Thriller. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn die Offenheit zur Erweiterung ist ein beständiger Definitionsbestandteil vom Thriller. Die gemeinsame Basis in der Vielfalt ist die intensive Erregung von Gefühlen. Der Thriller definiert sich vor allem über seine emotionale Wirksamkeit. Über atemlose Aufregung, Anteilnahme und Begeisterung. Über ein Wechselbad an Empfindungen, über das beständige Spiel zwischen Anspannung und Erleichterung. Und: Je mehr (An-) Spannung, desto besser!
 
Simon Ofenloch
 



Erstellt: 16-02-11
Letzte Änderung: 07-03-11