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10/12/10

“Riskant – wie junge Europäer mit ihrem Leben spielen“

Sie suchen den ultimativen Kick, gehen an ihre physischen und psychischen Grenzen und gefährden dabei nicht selten Leib und Leben. Europas Jugendliche lassen sich auf waghalsige Abenteuer ein: die Einen, um der Gruppe zu imponieren oder sich im Adrenalinrausch selbst zu finden, die Anderen im Kampf gegen kriminelle Machenschaften. 

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Estland: Neue HIV-Welle

HIV-positiv: Eine schockierende Botschaft, denn gegen diese heimtückische Immunschwäche gibt es noch immer kein Heilmittel. Übertragen wird sie hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder infiziertes Drogenbesteck.

Estland hat die höchste HIV-Rate in der EU. Derzeit sind etwa 9.900 Menschen infiziert – Tendenz steigend. Besonders erschreckend: 30 Prozent der Infizierten sind zwischen 15 und 24 Jahren.

Italien: Kampf gegen Müll-Mafia

Seit den 1990ern liegen auf dem Meeresgrund vor der Küste Kalabriens Wracks mit giftigem und radioaktivem Müll. Müll, den die Mafiaorganisation Ndrangheta dort versenkt hat und kräftig dafür abkassiert. Nur weil ein Kronzeuge sein Schweigen brach, wird inzwischen wieder in diesem Fall ermittelt. Doch einen Großteil der Last im gefährlichen Kampf gegen die Müll-Mafia tragen nicht die Behörden, sondern junge Leute. Sie riskieren ihr Leben, um gegen Ndrangheta und ihren Giftmüll zu mobilisieren.

 

Ukraine: Extremsport Rope-Jumping

Adrenalin ist ein Stresshormon. Bei unseren Urahnen hatte es die Funktion, den Körper auf Flucht oder Kampf vorzubereiten. Heute wird die Ausschüttung des Hormons häufig auch bewusst provoziert. Adrenalin-Junkies sind ständig auf der Suche nach einem neuen Abenteuer. Deshalb sind Extremsportarten so populär wie nie. In den GUS-Staaten ist „Rope-Jumping“ besonders angesagt. Für den ultimativen Kick des freien Falls springen Menschen bis zu 350 Meter in die Tiefe und sind dabei nur durch ein Kletterseil gesichert.

 

Litauen: Der gefährlichste Beruf der Welt

Der gefährlichste Beruf der Welt: Astronaut? Pilot? Polizist? Weit gefehlt – es ist der Fischer. Das jahrtausende alte Gewerbe fordert Jahr für Jahr die meisten Todesopfer. die Arbeit bei Wind und Wetter in stürmischen Gewässern ist sehr riskant. Im Schnitt kommen jeden Tag weltweit etwa 70 Fischer ums Leben. Und es könnten bald noch mehr werden: Durch die Überfischung der Küstengewässer müssen sich die Fischer immer häufiger aufs offene Meer hinauswagen.


Yourope
Freitag 19. November 2010 um 07.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, 2010, 26mn)
MDR

Erstellt: 10-11-10
Letzte Änderung: 10-12-10

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