Giacometti und Maeght, zwei prägende Namen der Kunstszene des 20. Jahrhunderts
Die Fondation Maeght, ein Tempel der modernen Kunst auf einem Hügel über dem Provence-Dorf Saint-Paul de Vence, feiert in diesem Sommer das Werk des Bildhauers und Malers Alberto Giacometti.
Der Kunsthändler und –sammler Aimé Maeght lernte Alberto Giacometti 1946 über den Begründer des Surrealismus, André Breton, kennen. Er war sofort von der Persönlichkeit des Schweizers italienischer Abstammung fasziniert. Aimé Maeght nahm Giacometti als Kunsthändler unter seine Fittiche, und ab 1951 präsentierte die Galerie Maeght immer wieder persönliche Ausstellungen seiner Werke. 1959, das Bauprojekt der Stiftung in Saint-Paul de Vence war bereits weit fortgeschritten, bot Aimé Maeght Alberto Giacometti an, den Skulpturengarten des Museums mit eigenen Werken zu gestalten.
Die Giacometti-Ausstellung bietet in einer Auswahl von insgesamt mehr als 170 Werken auch rund sechzig Skulpturen, darunter mit der weltberühmten Plastik „L’homme qui marche“ eines seiner bedeutendsten Werke. Die Fondation Maeght kann als einzige Kunstsammlung mit mehreren Versionen dieser Skulptur aufwarten. Außergewöhnlich an ihnen ist, dass die Bronzefiguren nicht einfach patiniert sind, sondern von Giacometti bemalt wurden. Giacomettis Skulpturen haben Weltruf, sein weniger umfangreiches Werk als Maler ist dagegen weniger bekannt. Die freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden Männern bildet einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung.
Ausstellung
Giacometti & Maeght 1946-1966Fondation Maeght - Saint Paul de Vence
bis zum 31. Oktober 2010







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