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Vom 02. bis zum 07. Februar 2010 - 21/06/10

Futurity Now!

Das Festival Transmediale wird am 2. Februar in Berlin mit den 68 Glocken des Carillon-Glockenspiels im Tiergarten eingeläutet - nur einen Katzensprung vom Haus der Kulturen der Welt entfernt, das auch in diesem Jahr das Festival beherbergt. Die „Tintinnabulations For Tomorrow and Tomorrow“ des Musikers und Komponisten Charlemagne Palestine bilden den Auftakt des Festivals zum Thema Zukunft – immerhin dienten Glocken lange Zeit der akustischen Übermittlung der verstreichenden Zeit.
Transmediale 2010 - Futurity Now!
02.-07. Februar 2010 - Berlin
Die diesjährige Transmediale befragt die Zukunft – Flucht vor der Krise oder vor dem bitterkalten Winter? 2010 ist jetzt und hier und zugleich eins der mythischen Daten des 20. Jahrhunderts. „2010“ klingt wie die Zukunft der Vergangenheit. Im Rahmen des diesjährigen „Futurity“-Konzepts (unter dem dynamischen Motto „Futurity Now!“) erforscht die Transmediale 2010 nie eingetretene Zukunftsprognosen, Utopien und Dystopien von Science-Fiction-Autoren und Futurologen; darüber hinaus werden künstlerische, technologische, wirtschaftliche, kulturelle und politische Systeme auf ihre Tragfähigkeit für die Zukunft geprüft.
Die Thematik bricht mit der Schwarzweiß-Vision „glorreiche vs. desaströse Zukunft“ und hat zahlreiche Künstler, Forscher und Wissenschaftler zu Überlegungen angeregt, die in einer Vortragsreihe erörtert werden.
Zu den wichtigsten Gästen zählen in diesem Jahr der Science-Fiction-Autor und Futurologe Bruce Sterling und der Unternehmer Conrad Wolfram, der das Projekt Wolfram|Alpha vorstellt, eine von ihm konzipierte „rechnende Wissensmaschine“, die Anfragen online auswerten und beantworten soll.

Parallel zur philosophischen Kernthematik „Zukunft“ widmet sich die Transmediale auch der Rolle neuer Technologien in der Arbeitswelt: Kreativität als kapitalistischer Wert, freie Software und „Open Source“ in einer Verschiebung vom IT-Feld zur Arbeitsorganisation, Produktion und Vergütung von online verbreiteten Informationen. Der Transmediale Salon bietet den Rahmen für mögliche Begegnungen, Workshops und Künstlerprojekte sowie die Gelegenheit, sich im „Laboratoire Deberlinisation“ zu „deberlinisieren“ oder seine täglichen Surfgewohnheiten zu verändern, beispielsweise durch Speisung des eigenen Firefox-Navigators mit auf „Artzilla“ zusammengestellten Künstlerprojekten.

Außerdem auf der Transmediale: Die von der Künstlerin und Ausstellungskuratorin Honor Harger gestaltete Ausstellung „Future Obscura“. Die hier gezeigten Kunstwerke betrachten die Komplexität der Zukunft durch die Lupe der Bildherstellung. Zu sehen sind beispielsweise die jüngsten Kreationen von Julien Maire („The inverted cone“) und Julius von Bismarck („The Space Beyond Me“).


Zu den Performern der Transmediale zählen in diesem Jahr u. a. Ryoki Ikeda und Jürgen Reble & Thomas Köner. Weitere Performances sind im Club transmediale CTM zu sehen und vor allem zu hören, denn die Programmplanung 2010 stellt den Ton und neue Tonpraktiken (Videospiele, Sound Mobility, Tonkünste usw.) in den Mittelpunkt.





Trailer des Festivals
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Erstellt: 28-01-10
Letzte Änderung: 21-06-10