
BR/ARTE , Deutschland 2009, 120 Min.
Dokumentation von Dominik Wessely

Ab 1971 produziert und verleiht der Filmverlag der Autoren die Filme seiner Mitglieder sowie die anderer unabhängiger Filmemacher wie Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Alexander Kluge, Helma Sanders-Brahms und Werner Schroeter. Innerhalb weniger Jahre wird aus dem Filmverlag die wichtigste Plattform einer ganzen Generation von deutschen Filmemachern. Heute ist klar: Ohne den Filmverlag der Autoren kann die Geschichte des neuen deutschen Films nicht geschrieben werden.
„Aufbruch der Filmemacher“ ist mehr als nur eine filmhistorische Dokumentation: Es ist das Porträt einer Künstlergemeinschaft, ein Generationenporträt. Der Dokumentarfilm stellt die wichtigsten Protagonisten des deutschen Filmwunders der 70er Jahre vor und fragt nach den gesellschaftspolitischen Hintergründen dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte: Denn der Kampf einer kleinen Gruppe junger, unabhängiger Autorenfilmer für selbst bestimmte Arbeitsbedingungen, gegen die Fremdbestimmung durch eine kapitalstarke Altproduzentenbranche – das ist auch der Konflikt zwischen der ersten deutschen Nachkriegsgeneration und ihren Vätern, die das Handwerk noch in der Filmindustrie des Dritten Reiches erlernt haben.
Interviews, Filmausschnitte und seltene, teilweise noch unveröffentlichte Archivaufnahmen verweben die Filmemacher Laurens Straub und Dominik Wessely zu Geschichte über Aufstieg und Fall, die über alle Ingredienzien einer großen Kinoerzählung verfügt: Freundschaft, Erfolg, Eifersucht, Zerstörung, Tod.






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