Mitten im Regenwald steht der fast 50 Meter hohe Riese, in dem das höchste, selbsttragende Baumhaus der Welt gebaut werden soll. Den Helfern, allesamt Männer vom Volk der Teribe, erscheint das Unterfangen gewagt. Wie sollen 100 Kilogramm schwere Stahlteile von Menschenhand auf den Baum gehievt werden? Nur an frei hängenden Seilen können Peter Gascar, Orlando Hernandez und ihr Team die Bauteile in der Höhe mit Gurten am Stamm festzurren. Auch die Natur macht es den Abenteurern schwer. Mit Beginn der Regenzeit gerät die Arbeit ins Stocken. Erst als die Sonne wieder durchbricht, wird die erste Plattform fertig, und das Projekt ist gerettet.
Als die Wissenschaftler am Ende der Strapazen hoch über dem grünen Meer stehen, sind sie überwältigt. Peter Gascar hat die größte Herausforderung seines Berufslebens als Bauingenieur gemeistert - und dabei in Orlando Hernandez und den anderen Teribe Freunde fürs Leben gefunden.
Fact Sheet: Ein Baumhaus in Costa Rica
Peter und Orlando mussten monatelang nach dem richtigen Baum für das Baumhaus suchen: Solch ein Baum muss jung und gesund sein außerdem einen geraden Stamm mit starken Ästen um den Wipfel haben.
Der Großteil des Lebens im Regenwald spielt sich in den Baumkronen ab – etwa 25 Meter über der Erde.
Beim Bau des Baumhauses soll der Baum auf keinen Fall verletzt werden.
Von der Plattform aus kann dann in Zukunft die Baumkrone genauer erforscht werden.
Die Bauteile für das Baumhaus werden aus San José geliefert. Zu Fuß müssen die Männer die Bauteile dann durch den Regenwald schleppen.
Seit 1954 untersuchen Wissenschaftler in der nahegelegenen Forschungsstation „La Selva“ (Der Urwald) die Flora und Fauna des tropischen Regenwaldes. Peter will sein Baumhaus später an die Forscher vermieten, für die das Baumhaus als Observatorium wie gerufen kommt.















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