

Als Kind wollte Israel Galván unbedingt Fußballspieler werden. Doch seine Eltern, selbst Flamencotänzer in Sevilla, wollten, dass er in ihre Fußstapfen tritt. Aus dem heute 36-Jährigen ist ein Tänzer mit Leib und Seele und ein sehr origineller Choreograph geworden. Dieser erste Film über den weltweit renommierten Tänzer zeigt Israel Galván bei sich zu Hause in Sevilla. Galván spricht über das kulturell überlieferte Vokabular des Flamencos und dessen "Metamorphose" - so auch der Name eines seiner ersten Stücke.
Galván überschreitet in seinen Arbeiten die Grenzen des zeitgenössischen Tanzes und schafft verführerische und geheimnisvolle Choreographien. Allein oder in der Gruppe, mit Musikern, die wie immer beim Flamenco die Tänzer anfeuern: Galván ist ein Phänomen, das die Kritiker - wohl aufgrund der ungewöhnlichen Virtuosität seiner Gestik - zu Vergleichen mit Vaslav Nijinsky führt.
Er kombiniert die expressive Sprache des Flamencotanzes mit klassischer spanischer Musik und neuen Figuren, erfindet komplizierte Tanzschritte mit komplexen Fußbewegungen und komponiert so seine eigene Tanzsprache. Als Choreograph wurde Galván mit Stücken wie "Arena", "La Edad de Oro" und "Tabula Rasa" bekannt.
Der Film zeigt Israel Galván bei der Arbeit. Er beobachtet, wie der Choreograph neue tänzerische Gesten erfindet und ausprobiert, wie er mit seinen Musikern und anderen Wegbegleitern - darunter sein Freund Pedro G. Romero, eine bedeutende Gestalt der zeitgenössischen spanischen Kunstszene - im Dialog steht und welche Einflüsse ihn geprägt haben.
Israel Galván wurde 1973 in Sevilla, Andalusien, geboren. Aufgrund seines familiären Hintergrundes fing er schon früh an zu tanzen und wurde von seinem Vater gefördert. Im Alter von 21 Jahren trat er der "Compañía Andaluza de Danza" unter der Leitung Mario Mayas bei: der Auftakt eines schnellen Aufstiegs zu einem der wichtigsten Tänzer Spaniens.
In den 90er Jahren gewann er in Spanien eine Reihe an Preisen und präsentierte ab 1998 mit seiner eigenen Compagnie regelmäßig eine Choreographie bei der Flamenco Biennale in Sevilla. Mit seinem Stück "Galvánicas" tourte 2002 über die weltweit namhaftesten Jazz- und Flamencofestivals und wurde auch in Lateinamerika, den USA und Japan bekannt. Seitdem hat er gemeinsame Projekte mit verschiedenen Theatern und Orchestern initiiert, klassische spanische Werke neu interpretiert und ist aus der spanischen Musikszene nicht mehr wegzudenken.









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