Kritik: Die Geschichte eines integren Erfinders, der um sein Recht kämpft, kommt einem in Zeiten der globalen Rezession, der Horrorgeschichten von den Börsen dieser Welt und den fiesen Börsenmaklern, den gierigen Spekulanten und den gestürzten Milliardären wie ein Märchen aus einer seltsamen Zeit vor. Wir schreiben das Jahr 1967. In "Flash of Genius" ist von Anfang an klar, wer gut und wer böse ist, David kämpft gegen Goliath, Bob Kearns gegen Ford. Ford besitzt ein ganzes Heer an Rechtsanwälten, mit viel Zeit und Geld. Kearns lässt sich dadurch nicht einschüchtern, denn er weiß, dass er im Recht ist. Dieses Recht will er durchsetzen, er ist der Gute. Er wird darum kämpfen, koste es, was es wolle.

USA 2009, 120 Min.
Regie: Marc Abraham
Mit Greg Kinnear, Lauren Graham, Dermot Mulroney, Alan Alda

„Flash of Genius“ ist kein lautes Drama, sondern ein ruhiger Film über einen Erfinder mit einem außerordentlichen Gefühl für Gerechtigkeit. Wahrscheinlich hätte fast Jeder das heimlich unterbrachte Schlichtungsangebot von Ford angenommen, das einer der Rechtsanwälte nachts den Kearns zukommen lässt: Ford ist bereit, 30 Millionen Dollar zu zahlen - aber unter der Bedingung, dass Kearns offiziell nicht Recht bekommt. Kearns fragt seine Kinder, die ihn mittlerweile tatkräftig im Kampf unterstützen, und gemeinsam lehnen sie ab.
Verglichen mit Steven Soderberghs bewegtem Film "Erin Brokovich" (2000), der seine Heldin Erin von Julia Roberts verkörpern ließ und einen Oscar für diese holte, ist "Flash of Genius" ein wenig fad geraten. Aber das macht nichts, denn er passt so gut in unsere bewegte Zeit, ist ein so guter Kontrast zu den täglichen Nachrichten. Greg Kinnear hat als Bob Kearns eine so beruhigende Ausstrahlung. Bob ist ein Mann, der besessen ist von seinem Idealismus, ein Mann - so integer wie ein Heiliger. Er hat, was viele nicht mehr haben: ein Ziel. Er kämpft gegen FORD - ganz allein. Und fährt dennoch bis zuletzt selbst einen Ford - auch das ist ein Zeichen seiner Loyalität, auch wenn dies auf den ersten Blick paradox erscheinen mag.
Nana A.T. Rebhan






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