interference emission - video art
(Marcel Schreiter, DE 2012, Länge: 01'58'')Dieser kurze Film bildet eine Art Tryptichon. Der Blick des Zuschauers geht hin und her. Das Ende der Welt? Die Emission von Schadstoffen in die Natur verursacht Störungen im natürlichen Gleichgewicht. Der Mensch schaut zu, wie er die Natur zerstört und dadurch sich selbst. Die ausgewählte Gliederung in drei Bildtafeln eignet sich gut zum Ausdruck solcher extremen Gefühle bzw. Ausnahmezustände. Eine Wahl, welche die spirituelle Kraft der Bilder unterstützt. Der Film ist schwarz-weiß wie Tag und Nacht, wie Positiv und Negativ, wie Natur versus Technik. Die Musikkomposition, die an das Reiben von Styropor erinnert, irritiert und verstärkt die alarmierende Botschaft.
Ende einer Welt
(Sigrun Sauerzapfe, DE 2012, Länge: 02'07'')Der Film schafft mit reduzierten, aber faszinierenden Bildern und Klangelementen eine beklemmende post-apokalyptische Atmosphäre. Die Vergänglichkeit des eigenen Daseins rückt ins Bewusstsein mit der verstörenden Erkenntnis, dort wo es einmal Leben gegeben hat, ist es heute nicht mehr möglich. Zurück bleiben Spuren alltäglichen Lebens bedeckt von einer dicken Staubschicht und verfallende Gebäude, die sich die Natur unaufhaltsam zurückerobert. Die filmische Umsetzung überzeugt durch ihre dokumentarische Ästhetik und ist ein eindrucksvoller Beitrag zum Thema.
Inside Up
(Tanja Schantl, AT 2012, Länge: 1'29'')Ländliche Idylle, Wald, Gewässer, Natur. Plötzlich schießt eine Maschine aus dem Wasser, hoch hinaus, über alle Dinge. Aus einer kleinen Kugel wird ein riesiges Instrument, das ein Stück Land aus der Erde reißt und damit in den Weiten des Weltalls verschwindet. Der Film lässt mehrere Interpretationen zu, verbindet sich je nach Lesart mit Science-Fiction- oder Katastrophenfilmszenarien. Handelt es sich bei der mächtigen Maschine um eine außer- oder irdische Konstruktion? Sehen wir die Rettung eines Teils der Erde? Oder dessen Entführung? Der 3D-Animationsfilm überwindet die Grenzen des Realen, lässt fantastische Spekulationen zu, in Gegenwart und (naher) Zukunft. Eindrucksvoll animiert, überzeugend in Rhythmus sowie Sound und Musik, zeigt "Inside Up" ein imaginäres Geschehen, ganz im Einklang mit den sowohl apokalyptischen wie auch hoffnungsfrohen Visionen um den 21.12.2012.
21 Gestern Heute Morgen
(Oliver Haase, DE 2012, Länge: 01'24'')Oliver Lutz Haase: „In „21 Gestern Heute Morgen“ trotzt der 21. Dezember tapfer den alltäglichen Katastrophen. Doch früher als später muss selbst das reißfeste Kalenderblatt erkennen: Die vergangenen Stunden sind nur Altpapier.“
Die originelle Animation nähert sich auf humorvolle Weise der Frage nach Vergänglichkeit. In Kombination mit beschwingter Musik nimmt der Film uns mit auf eine kleine Reise in und durch die Zeit. Das kurze Leben eines Kalenderblattes symbolisiert dabei das begrenzte Dasein der Menschen auf der Erde. Dennoch gelingt es dem Film, uns in eine heitere und gelassene Stimmung zu versetzen.
Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern! Und vielen Dank allen, die mitgemacht haben!
Das offene User-Voting ist inzwischen auch beendet. Nach der aufgrund von Manipulationsversuchen notwendig gewordenen Neuberechnung sind die beiden folgenden Filme die Gewinner der Community-Preise: "Stille Nacht" von Carsten Göttel (1) und "video_21_63" von dextro (2).
Wir danken allen nicht-manipulativen Teilnehmern der Abstimmung.
In Kooperation mit Der Kurzfilmtag der AG Kurzfilm






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