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> Marianne Piketty und Pascal Contet - „Night’s Dream“

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21/04/2009 - Recital - 21/04/09

Marianne Piketty und Pascal Contet - „Night’s Dream“

Wenn eine virtuose Geigerin auf einen unkonventionellen Akkordeonisten trifft, so kommt dabei eine wirklich einmalige CD heraus!

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Marianne Piketty und Pascal Contet: „Night’s Dream“

Astor Piazzolla:
Night Club 1960
Graciane Finzi:
Impression Tango
Ernest Bloch:
Vigui, Nigun
Laurent Mettraux:
Emergences
Bernard Cavanna:
Les Disparus
Joëlle Léandre:
Blue Butterfly
Renaud Gagneux:
Trois nouvelles danses roumaines
Béla Bartók:
Sechs rumänische Tänze

offizielle Websites:
Marianne Piketty Pascal Contet

Label: Maguelone
Vertrieb: Intégral
Marianne Piketty ist Violinistin, Pascal Contet ist Akkordeonist. Gemeinsam bearbeiten sie Stücke, transkribieren oder geben neue Kompositionen in Auftrag. Komponisten, die vom Zusammenklang ihrer Instrumente fasziniert sind, schreiben Werke für sie. So entsteht ein Repertoire.
„Night’s Dream“ ist kein Tango-Album, obwohl die Liebhaber von Tangomusik durchaus auf ihre Kosten kommen: Stücke von Piazzolla und Finzi stehen ebenso auf dem Programm wie Werke von Ernest Bloch und den zeitgenössischen Komponisten Bernard Cavanna und Laurent Mettraux. Die CD bietet auch nicht nur Variationen zum Thema Tanz, und sie ist mehr als ein Ausflug in die Welt der Nostalgie, selbst wenn diese beiden Aspekte unbestreitbar präsent sind.
In Wirklichkeit ist die CD eine Art Reise. Oder noch besser: ein musikalisches „Roadmovie“, dessen Stimmigkeit durch das Wesen des Projekts gesichert ist. Was bedeuten da schon stilistische Abweichungen? Wer auf einer Zugfahrt aus dem Fenster schaut und sich vom regelmäßigen Rhythmus der Fahrt tragen lässt, den stört es nicht, dass draußen wechselnde Landschaften vorbeifliegen: Was zählt, sind die Bewegung und die unterschiedlichen Formen – und die unbeholfenen Worte, die man später darüber in sein Reisetagebuch schreiben wird ...


Vom argentinischen Tango zu Bartóks Rumänischen Volkstänzen: Da scheint sich ein Kreis zu schließen. Das abendliche populäre Tanzvergnügen in den Vorstädten von Buenos Aires hat mit den volkstümlichen Klängen aus dem ländlichen Rumänien sicher einiges gemein. Noch interessanter wird es aber, wenn Graciane Finzis Rhythmen, die erstaunlich stark an einen Zug erinnern, uns ins Unbekannte entführen. Gerade diese Verlagerung, dieser Verlust von Orientierungspunkten, wirkt hier sinnstiftend. Es ist sicher kein Zufall, wenn im Zentrum des Projekts ein Gedicht von Erich Fried steht, in dem es um das Land des Schweigens, der Sprachlosigkeit und des Sinnverlusts geht.
Von Argentinien nach Rumänien – damit wird vielleicht nur eine Brücke zwischen zwei Welten geschlagen. Marianne Piketty und Pascal Contet laden uns zum Reisen und vor allem zum Träumen ein. Das ist heute so selten, dass man ihnen nicht genug dafür danken kann!

Mathias Heizmann


Erstellt: 21-10-08
Letzte Änderung: 21-04-09